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Die Studie beschäftigt sich mit systemtheoretischen Überlegungen zur Medienlandschaft vor allem in Pressburg im späten 18. Jahrhundert. Unter Anwendung der Methodik der literaturwissenschaftlich geleiteten Systemtheorie nach Siegfried J. Schmidt sollen vor allem gezeigt werden, dass der Gegenstandsbereich Literatur Teil eines Systems ist, des sogenannten Sozialsystems Literatur, das sowohl aus sich heraus als auch in sich selbst wirkt. Konsequent interdisziplinär arbeitend werden Texten, Aktanten, Handlungen und Kommunikationen und die diese Elemente bestimmenden Bedingungen, untersucht, um Aussagen über Literatur und über literarische Vorgänge treffen zu können. Der Kreis um Karl Gottlieb Windisch und seine Tätigkeit als Privatgelehrter, Redakteur und Wissenschaftsorganisator soll im Rahmen des Systems analysiert werden.

  • Einzelne Arbeiten erschienen vor allem in Bezug auf die Zeitschriften in Wien, so zum Beispiel Seidler, Wolfram: Buchmarkt und Zeitschriften in Wien 1760-1785. Szeged: Scriptum, 1994 oder einzelne Aufsätze zu speziellen Teilbereichen des Pressewesens in Österreich und auch Pressburg.

  • Siehe unter anderem: Luhmann, Niklas: Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1999 (7. Aufl.).

  • Schmidt, Siegfried J.: Die Selbstorganisation des Literatursystems im 18. Jahrhundert. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1989.

  • Beispielsweise durch die Arbeit von Wolfgang Martens: Die Botschaft der Tugend. Die Aufklärung im Spiegel der deutschen Moralischen Wochenschriften. Stuttgart 1971; ders.: Über die österreichischen Moralischen Wochenschriften, in: Lenau-Almanach 1965/66. Wien-Heidelberg 1966, S. 110-121.

  • Siehe dazu Seidler, Andrea und Wolfram: Das Zeitschriftenwesen im Donauraum zwischen 1740 und 1809. Kommentierte Bibliographie der deutsch- und ungarischsprachigen Zeitschriften in Wien, Pressburg und Pest-Buda. Wien: Böhlau 1899 oder Kirchner, Joachim: Die Zeitschriften des deutschen Sprachgebiets von den Anfängen bis 1830. Stuttgart 1969. V. Busa, Margit: Magyar sajtóbibliográfia 1705-1849. A Magyarországon magyar és idegen nyelven megjelent valamint a külföldi hungarika hírlapok és folyóiratok bibliográfiája. 2 Bde, Budapest 1986.

  • Siehe dazu beispielsweise: Achim, Barsch: Komponenten des Literatursystems: Zur Frage des Gegenstandsbereichs der Gegenstandsbereichs der Literaturwissenschaft. In: Schmidt, S. J. (Hrsg.): Literaturwissenschaft und Systemtheorie. Positionen, Kontroversen, Perspektiven. Opladen: westdeutscher Verlag 1993, S. 134-158, sowie ders: Handlungsebenen, Differenzierung und Einheit des Literatursystems. In: Literaturwissenschaft und Systemtheorie, (Anm. 7), S. 144-169.

  • Siehe dazu: Seidler, Andrea: Gelehrte Gesellschaften in Ungarn und deren Verbindung zum Zeitschriftenwesen im 18. Jahrhundert. In: Das achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Jahrbuch der Gesellschaft zur Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts. Band 5. Wien: VWGÖ 1988/89, S. 41-53.

  • Die Briefdokumente wurden im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde in Budapest, im Archiv der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA), in der Universitätsbibliothek Budapest, der Ungarischen Nationalbibliothek, in der Abtei Pannonhalma sowie am Evangelischen Lyceum in Pressburg, im Stadtarchiv Pressburg, und dem Archiv der Slowakischen Nationalbibliothek gefunden. Der Briefwechsel erscheint demnächst in Budapest in der Reihe Magyar Tudósok Levelezése.

  • Windisch gab mehrere Werke zur ungarischen Geschichte und Geographie heraus, die in zahlreichen Ausgaben erschienen. Siehe dazu eine Zusammenschau bei Valjavec, Fritz: Karl Gottlieb Windisch. Budapest 1939.

  • Siehe dazu die erhaltenen Briefe aus dem Jahr 1758/59 an den Augsburger Johann Daniel Herz im Stadtarchiv Augsburg, Akten der Franziszischen Akademie, Fasz. I-II 251/260; 29.

  • „Ich bin auf den Einfall gekommen, Beyträge zur ungrischen Geschichte, Geographie, und Naturhistorie zu sammeln, und herauszugeben,” schrieb Windisch an Cornides in der Antwort auf dessen ersten Brief am 6. März 1781. „Ich habe, dieses auszuführen, eine kurze Anzeige meines Vorhabens drucken lassen, und diese ist nun auch so glücklich gewesen, in Ihre patriotischen Hände zu kommen; und uns einen überaus schätzbaren Mitarbeiter zu verschaffen. Das Vergnügen das ich empfand, als mir H[err] Löwe Ihren Brief, und die beygeschlossene schöne Abhandlung einhändigte, koUnnen sich Eur Hochedelgeb[ohren] nur dann vorstellen, wenn Sie das Geständniβ, daβ ich ein alter Verehrer Ihrer seltenen Talente bin, für ganz was Anderes, als ein gewöhnliches Kompliment ansehen wollen. - […] Und nun, darf ich Sie auch noch bitten, unserm Magazine Gönner und Mitarbeiter zu verschaffen; noch mehr aber mir Ihre Freund-schaft zu schenken? O! versagen Sie mir diese herzliche Bitte nicht, und seyn Sie versichert keinem ganz Unwürdigen zuwenden werden.”

  • Dominik Bartsch an Karl Gottlieb Windisch, 22. 12. 1781., Archiv Evang. Kirchengemeinde, Budapest.

  • Anderenorts beispielsweise: „Leben Sie wohl mein Theurester. Es ist nicht mehr auszuhalten, was man den Magistratualen für Arbeit auflegt; und dann gehts so wie überall drey oder vier arbeiten für zwölfe! - Gott erlöse mich von diesem Uibel! Amen!” (Windisch an Cornides, 24. April 1787) oder auch: „Die Ausmessung unsrer Stadtgründe, und unsrer zwey Dörfer, nehmen mir noch immer die beβten Stunden weg. - Denn, Sie wissen es vielleicht noch nicht, daβ Ihr alter Freund, Dreymann und Bruder ein Biβchen Geometrie, und Zeichnung versteht. Nun, da er das taliter qualiter versteht: so hat ihn ein löblicher Magistrat, der könig[lich] freyen Stadt Preβburg, das Direktorium über die Rindvieher, die das Ausmessungsgeschäft betreiben, aufgetragen. -” (Windisch an Cornides, 7.2. 1787), MTA - Handschriftensammlung.

  • Neues Ungrisches Magazin, oder Beyträge zur ungrischen Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften, und der dahin einschlagenden Literatur. Pressburg, bey Johann Schauff, und bey Ignaz Alberti in Wien, 1791. Im Vorbericht schreibt der Herausgeber: „Da der Plan dieses Werkes dem in dem älteren Magazine voellig Aehnlich ist, und daher auch alles, was davon in dem Vorbericht desselben angefuehrt worden, hier ebenfalls stattfindet, so will ich meine Leser mit keiner laengeren Vorrede ermueden […]” Pressburg, den 6. Junius 1791.

  • Die Forschungslage in Ungarn ist eine andere. In Ungarn gab es bereits in den siebziger Jahren rege Publikationstätigkeit im Bereich der Presseforschung. Siehe hier vor allem die Arbeiten von Kókay, György (Hg.): A magyar sajtó története. 1705-1848 (Geschichte des ungarischen Pressewesens). Budapest 1979. Auch bibliographische Arbeit wurde geleistet durch Margit Busa, siehe Anm. 4, inhaltliche Analysen durch Katalin Czibula, Márton Szilágyi et al.

  • Siehe dazu unter anderem wieder Schmidt (Anm. 2), auch Schmidt, S. J. (Hg.): Literaturwissenschaft und Systemtheorie. Positionen, Kontroversen, Perspektiven. Opladen: Westdeutscher Verlag 1993.

  • Matthias (Mátyás) Bél studierte in Halle und brachte aus dieser Zeit viele Erfahrungen gerade auf dem Gebiet der Zeitungsrezeption mit nach Ungarn. Er setzte sein didaktisches Konzept im Rahmen seiner Lehrtätigkeit gezielt ein, hervorzuheben ist seine Funktion als Rektor des evangelischen Lyceums in Pressburg (1714-1719). Bél war Herausgeber der Zeitung Nova Posoniensa (1721-1722) und Vorbild einer ganzen Generation von späteren Publizisten. Matthias (Mátyás) Rát ist bekannt als der erste Herausgeber eines ungarischsprachigen Blattes, des Magyar Hírmondó (gegründet 1780 in Pressburg), Daniel Cornides beschäftigte sich mit Heraldik und Geschichte allgemein. Einer der wichtigsten Mitarbeiter des späteren Ungrischen Magazins (Pressburg, 1782-1787). Cornides hatte in Deutschland studiert.

  • Schmidt (Anm. 2), S. 26.

  • Siehe dazu diverse Publikationen von István Monok zu Leserforschung und Buchgeschichte im Königreich Ungarn vor allem im Barock und während der Frühaufklärung und auch Norbert Bachleitner, Franz Eybl, Ernst Fischer: Geschichte des Buchhandels in Österreich. Wiesbaden: Harrasowitz 2000, insbesondere Kapitel 4 und 5.

  • Sekundärliteratur zu Landerer: Angermayr, Karl: A Pressburger Zeitung, Magyarország legrégibb hírlap története (Geschichte der Pressburger Zeitung, Ungarns ältestes Nachrichtenblatt). Pressburg 1896.

  • Magyarország Bibliográfiája 1712-1816. VI. Nyomda- és kiadástörténeti mutató (Ungarns Bibliographie 1712-1816. VI. Verlagsgeschichtliche Quellen). Budapest: OSZK 1972.

  • Siehe zu diesem sozialgeschichtlichen Hintergrund zum Beispiel Kosáry, Domokos: Művelődés a 18. századi Magyarországon. Budapest: Akadémiai Kiadó 1983, oder auch Kósa, László (Hg.): Magyar művelődéstőrténet. Budapest: Osiris 1998, insbesondere Kapitel 7: Szegedy-Maszák, Mihály: A polgári társadalom korának művelődése I., 332-396.

  • So gibt es beispielsweise einen Beleg hinsichtlich der Leserzahl zur Zeit der Gründung der Pressburger Zeitung: laut Aufstellung des k.k. Postmeisters Gyarfas aus dem Jahr 1800 (ungarisches Landesarchiv Budapest, Nummer 3211) verzeichnete der Herausgeber zwischen 1764 und 1779 kaum mehr als 15-20 Abonnenten, erst 1779 erreichte das Blatt 50 Abonnenten. 1786 bereits 119. Siehe dazu: 165 Jahre Preβburger Zeitung, Preβburg, 23. 12. 1928 (Sondernummer).

  • Siehe dazu: Szegedy-Maszák, Mihály, A polgári társadalom korának művelődése I. In: Kósa, László (Hg.): Magyar művelődésrtörénet. Budapest: Osiris 1998, S. 335. Der Verfasser spricht von ca. 20 000 Vertretern einer Schicht freier Intellektueller im KR Ungarn um die letzten Jahre der Regierungszeit Josephs II.

  • Es handelte sich dabei um Beilagen zur Pressburger Zeitung: Der Freund der Tugend, 1767-1769; Der vernünftige Zeitvertreiber, 1770; Pressburgisches Wochenblatt zur Ausbreitung der Wissenschaften, und Künste. 1771-1773.

  • Karl Gottlieb Windisch an Daniel Cornides, 4. November 1781., MTA - Handschriftensammlung.

  • Der erste Brief stammt 18. 2. 1781 (Cornides an Windisch), MTA - Handschriftensammlung.

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