View More View Less
  • 1 ELTE Német Nyelvű Irodalmak Tanszéke Budapest Ajtósi Dürer sor 19–21. A ép. H-1146
Restricted access

Purchase article

USD  $25.00

1 year subscription (Individual Only)

USD  $634.00

The analysis of the narrative structure in a short story of Heinrich Böll reveals some deeper motivic relations which are interrelated with intertextual elements suggesting the opposition of cultural and moral values to be interpreted in an oscillating reception process.

  • Zum Strukturierungsmodell der erzählten Welt in literarischen Texten vgl. Bernáth Árpád , Építőkövek. A lehetséges világok poétikájához. Szeged 1998; Magdolna Orosz , Possible Worlds and Literary Analysis. In: Interdisciplinary Journal for Germanic Linguistics and Semiotic Analysis, Vol. 1, No. 2 (1996) 265–282.

  • Die gegliederte Raumstruktur der erzählten Welt kann im Sinne der Lotmanschen Auffassung als „ein in gewisser Weise abgegrenzter Raum“ betrachtet werden, deren Struktur mit abstrakten räumlichen Kategorien beschrieben werden kann (vgl. Jurij M. Lotman , Die Struktur literarischer Texte. München 1993. 311). Lotman steht mit seiner Auffassung über den grundlegenden räumlichen Charakter des künstlerischen Textes keineswegs allein (für eine kurze Übersicht über das Problem des Raumes in der Literaturtheorie vgl. Stefan Gradmann , Topographie – Text: Stifter und Kafka. Frankfurt/M.: Hain, 1990. 1–20).

  • Eine solche Gliederung der narrativen Struktur ist die Minimalbedingung einer narrativen Struktur bei Prince, vgl. Gerald Prince , Narratology. The Form and Functioning of Narrative. Berlin/New York/Amsterdam 1982. 3ff.

  • Solche Elemente sind: „die Medea von Feuerbach” (73), „ein Bild des Dornausziehers“ (73), „eine Nachbildung des Parthenonfrieses in Gips” (73), „der griechische Hoplit, bunt und gefährlich“ (73), „die drei Büsten von Cäsar, Cicero, Marc Aurel, brav nebeneinander, wunderbar nachgemacht“ (74), „auch die Hermessäule kam“ (74), „ganz, ganz hinten im Flur hing die große Zeusfratze über dem Eingang zum Zeichensaal“ (74) – alle Zitate aus: Heinrich Böll , Wanderer, kommst du nach Spa... In: Manfred Durzak (Hg.), Erzählte Zeit. Stuttgart 1980. 72–83; im folgenden werden nach den Zitaten die Seitenzahlen in Klammern angegeben.

  • Die Verwendung von Modalverbkonstruktionen trägt zur Verzögerung der Indentifikation bei, indem sie Ambivalenzen der Figurenperspektive offenlegt.

  • Die Bibel akzentuiert auch einen ähnlichen Gegensatz: „Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Joh 20, 29).

  • Vgl. z. B. Klaus Brinker ; Linguistische Textanalyse. Berlin 1988. 26ff. Andere behaupten jedoch, daß diese Regularität für den alltäglichen Sprachgebrauch nicht immer / nicht streng gültig ist, so daß es durchaus möglich ist, regelverletzenden anaphorischen Sprachgebrauch zu verstehen; vgl. z.B. Jane Oakhill/Alan Garnham , Linguistic prescriptions and anaphoric reality. In: Text 12 (1992): 2. S. 161–182.

  • Über diese Frage vgl. z. B. Brinker , Linguistische Textanalyse, 28f.

  • Zur Darstellung einer semiotischen Auffassung von Intertextualität vgl. Magdolna Orosz , Intertextuality and Meaning Construction in Literary Texts. A Semiotic Analysis. In: Irmengard Rauch/Gerald F. Carr (eds.): Semiotics around the World: Synthesis in Diversity. Berlin/New York 1997. 445–448.

  • „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl.“

  • In seinen Böll-Analysen hat Árpád Bernáth auf die Bedeutung intertextueller (in seiner Terminologie: emblematischer) Bezüge hingewiesen, vgl. Árpád Bernáth , Heinrich Bölls historische Romane als Interpretationen von Handlungsmodellen. In: Károly Csúri (ed.), Literary Semantics and Possible Worlds. Szeged 1980. 63–124; ders.: Sprachliche Kunstwerke als Repräsentationen von möglichen Welten. Szeged 2004.

  • Vgl. „das Kreuz blieb da, bräunlich und deutlich“, „das Kreuz blieb da, braun und deutlich auf dem Rosa der Wand” und „[d]as Kreuz war noch da“ (81).

  • Joh 19, 20. Für die Analyse der Bezugnahme auf diese Bibelstelle bei Arthur Schnitzler vgl. Magdolna Orosz , Literarische Bibellektüre(n). In: Stefan Alkier/Richard B. Hays (Hg.), Die Bibel im Dialog der Schriften. Konzepte intertextueller Bibellektüre. Tübingen 2005. 217–236, insbes. 232ff.

  • Für diese Behauptung sprechen die zahlreichen ähnlichen intertextuellen Bezugnahmen anderer Böll-Werke. Bernáth weist u. a. für Der Zug war pünktlich eine ähnliche, durch eine genaue Motivanalyse erschließbare Identifikation der Figur von Andreas mit Christus bzw. mit seinem Opfertod nach; vgl. Bernáth, Heinrich Bölls historische Romane, S. 95ff.

Monthly Content Usage

Abstract Views Full Text Views PDF Downloads
Jun 2020 0 2 2
Jul 2020 0 0 0
Aug 2020 2 1 3
Sep 2020 5 0 0
Oct 2020 0 0 0
Nov 2020 2 6 1
Dec 2020 0 0 0