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  • Author or Editor: Ilona Ferenczi x
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Aufgrund einiger Photos aus Csíksomlyó schrieb Benjamin Rajeczky Artikel in den 1940er und 50er Jahren über die ungarischsprachigen Praefatio- und Ordinariensätze. Er untersuchte die neulich aufgetauchten Meßsätze vor allem aus musikgeschichtlichen Sicht und verglich sie mit den mittelalterlichen lateinischen Quellen. Die Bestimmung der Funktion des Fragments blieb er aber schuldig. Nach den Forschungen der letzten Jahrzehnte gerieten die ungarischsprachigen Sätze aus Csíksomyló in ein anderes Licht. Um die Mitte des 16. Jh., nämlich mit der Verbreitung der Reformation verwendete die Kirche immer mehr die muttersprachige, auch die ungarischsprachige Liturgik, und dazu wurden zuerst die Meßsätze übersetzt. Solche Übersetzungen kennen wir aus der Handschrift von Breslau, aus dem Gradualfragment von Miskolc, und jetzt gesellt sich zu ihnen das Fragment aus Csíksomlyó, welches aus dem Einband eines Perikopenbuches, gedruckt zwischen 1550 Klausenburg, gelöst wurde.

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Als die Druckarbeiten für das Große Gradual in den 1630er Jahren im Fürstentum Siebenbürgen begonnen wurden, wurde eine neue reformierte liturgische Handschrift in Ajak, in Ostungarn fertiggestellt. Die Sätze dieses inhaltsvollen Graduals sind vorwiegend für die Vesper bestimmt und gliedern sich in fünfzehn Gattungen, die in Gattungsreihen gemäß dem Kirchenjahr erscheinen, wobei die wichtigsten die Hymnen, die Psalmen und die Antiphonen sind. Obwohl der Schlüssel in der Handschrift nirgendwo angegeben ist, können die meisten Sätze nach einem virtuellen Tenor- oder Altschlüssel und aufgrund mittelalterlicher Muster interpretiert werden. Unter den Antiphonen und Sequenzen befinden sich einige Unikate, die in den anderen ungarischsprachigen Gradualen nicht vorkommen. Im dem folgenden Beitrag werden die Sätze des Graduals mit den mittelalterlichen Vorbildern versehen.

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Aus der Zeit, als Johann Wohlmuth Musikdirektor in Sopron/Ödenburg war, ist ein kleines Virginalbuch erhalten: „Tabulatur, Johann Jacob Starcken zugehörig, welcher den 3. December 1689 in Gottes Namen den Anfang zum Schlagen gemacht.“ Das Virginalbuch ist eine Tabulatur nicht mit Tabulaturschrift notiert. Im Virginalbuch befinden sich Tänze, Präludien, Arien, Trompetenstücke,  15 Choräle in einfacher Bearbeitung und eine kurze theoretische Zusammenfassung. Die Vorlagen zu den Melodien der Choräle waren vermutlich die Gesänge aus der Ödenburger Gemeinde. Die Art und Weise der einzelnen Bearbeitungen kann man mit denen der Choralbücher vergleichen, die aus dem 18. und vom Anfang des 19. Jahrhunderts  in Ödenburg und in ihrer Umgebung erhalten sind. Die Choräle und ihre Bearbeitungen des Stark-Virginalbuches sind mit dem ältesten bekannten ungarndeutschen Choralbuch verglichen, das von Kantor Grünler 1725 für Kõszeg/Güns zusammengestellt wurde.

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Only two of the five polyphonic settings of St Anne’s liturgy in the 16th-century Vesperale Anna Hannsen Schuman at the Slovenský Národný Archív in Bratislava are correctly texted. This paper shows how the rhymed responsory Iesu Christe nepos cuius tu could be identified and the texts of the rhymed antiphons O beata Christi ava and Annae sanctae celebremus complemented by consulting a plainchant source from Kirnberg an der Mank in lower Austria.

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Among the European countries, Hungary had the richest corpus of plainchant in vernacular in the 17th century. The complete liturgy was put down with a musical notation for the first time in Gál Huszár’s songbook (1574). The Eperjes Gradual (1635) acquired a special position among the Protestant graduals in Hungarian by being the only Lutheran gradual and the only one containing polyphonic pieces. A comparison of the Magne Deus-melody in both sources concludes that the differences of the two monophonic melodies can be interpreted as reminiscences of an organum-like polyphonic practice. This hypothesis is sustained by a series of examples including not only melodies of Gregorian origin but also Hungarian-texted monophonic hymns from the 16th to the 18th centuries.

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