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Franz Liszt begann erst in Weimar von etwa 1848 an, nach einer Komponistenlaufbahn von ungefahr anderthalb Jahrzehnten, seinen symphonischen Stil zu entwickeln, zunachst die Symphonischen Dichtungen, dann, ab 1854, auch die Faust- die Dante-Symphonie zu schreiben. Die Frage, die bei der Unterschung von Liszts Lebenswerk immer wieder auftaucht und schon die Zeitgenossen beschaftige, ist, warum Liszt erst damals gelang, den symphonischen Stil zu schaffen und als Komponist zur Reife zu gelangen

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Franz Liszts Paraphrase über Dies irae (Totentanz) rückte im 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ihrer Ausleger, vor allem im Zusammenhang mit der europäischen Kulturgeschichte der Gattung Totentanz. Aus den Quellen eindeutig hervorgeht, daß die Konzeption vom Liszts Totentanz zwischen ca. 1847 und 1859, im ersten Jahrzehnt seiner Entstehungsgeschichte (1847–65) grundlegende Unterschiede zu seiner endgültigen Fassung aufwies. Während die Musikquellen vor 1859 zwei gregorianische Stoffe enthalten (Dies irae und Psalm 129/130 mit den Anfangsworten De profundis). Die De profundis-Episode blieb in der endgültigen Fassung weg. Der Psalm De profundis war für Liszt mit einer konkreten Person, dem Abbé Félicité de Lamennais, verknüpft. Es ist die Frage, was die Inspirationsquelle vom Totentanz war: die Holzschnittreihe von Holbein dem Jüngeren betitelt Imagines mortis, das heißt Todtentanz oder das berühmte Fresko Trionfo della morte im Camposanto zu Pisa, das seinerzeit Orcagna zugeschrieben wurde. Die Variationsform und der Haupttitel verraten, daß die Inspirationsquelle der Komposition die 1538 herausgegebene Reihe von Holzschnitte Holbeins war, was Liszt in seinen Briefen von 1848–49 ausdrücklich bestätigte.

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Antik Tanulmányok
Authors:
Zsolt Simon
,
Adrienne Kaczmarczyk
,
István Borzsák
, and
Iván Tóth
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Acta Antiqua Academiae Scientiarum Hungaricae
Authors:
Zsolt Simon
,
Péter Kovács
, and
Adrienne Kaczmarczyk
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