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Die Bewusste Entscheidung: Parallele Karrieren

Der Arzt, Zionist, Journalist und Kulturkritiker Max Nordau

Hungarian Studies
Author: Hedvig Ujvári

Max Nordau, geboren als Simon Gabriel Südfeld (1849, Pest — 1923, Paris), tätig als Arzt, Journalist und kulturkritischer Essayist, zum zweitbedeutendsten Zionisten neben Theodor Herzl aufgestiegen, mit 34 Jahren über Nacht durch sein kulturkritisches Buch Die conventionellen Lügen der Kulturmenschheit berühmt geworden, prägte dann ein Jahrzehnt später mit seinem Hauptwerk Entartung endgültig die Geistes- und Begriffsgeschichte des Fin de Siècle. Seine Werke sind in 17 Sprachen zugänglich, sein Bestseller Entartung erlebte beispielsweise innerhalb von vier Monaten in England sieben Auflagen. Seine Verdienste sind von literatur-historischer Bedeutung, denn er gilt als Wegbereiter der modernen Kulturkritik par excellence, so ist seine Wirkung auf seine Nachwelt, wie etwa auf György Lukács, offensichtlich. Angesichts des Nordau’schen Œuvres wird deutlich, dass es sich bei ihm um einen Kulturkritiker von Friedrich Nietzsches Format und einen führenden Intellektuellen im Europa der Jahrhundertwende handelt. Aus dieser Vielfalt sollen nun die weniger bekannten Anfänge dieser vielfältigen Laufbahn nachgezeichnet werden.

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Abstract

Theodor Herzls Name ist in erster Linie mit dem Zionismus und der Grundlegung dessen, was als Judenstaat bezeichnet wurde, verknüpft. Der gebürtige Ungar, der später in Wien studierte und sesshaft wurde, war allerdings in seiner Jugend weit davon entfernt und hegte noch ganz andere Pläne. Er wünschte sich anstelle einer juristischen Karriere vielmehr eine Laufbahn als erfolgreicher Bühnenautor des Burgtheaters und/oder als Feuilletonist der Neuen Freien Presse. Seine Anstrengungen blieben nicht erfolglos. Während er als Dramatiker eher als gutes Mittelmaß galt, etablierte er sich zuerst als Paris-Korrespondent, letztlich als gefeierter Feuilleton-Autor der angesehensten Zeitung Wiens, der Neuen Freien Presse. Dort anzukommen war aber ein Weg, der fast eine ganze Dekade in Anspruch nahm. Die vorliegende Studie hat sich als Ziel gesetzt, diesen bislang unerforschten, langen und oft nervenzermürbenden Prozess mit all den Versuchen, Ablehnungen, seelischen Tiefen, Hoffnungen und erneuten Anläufen darzustellen.

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