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Franz Liszts Wahrnehmung in Frankreich als Komponist setzte ab 1869 ein und erweiterte das bis dahin gewohnte Bild vom Pianisten. Liszts Orchesterwerke wurden zunächst im Lichte der Bewertung der Neudeutschen Schule gesehen, und auch die Kontroversen um die Programmmusik und das dahinterstehende Problemfeld ‚Klassizismus vs. Romantik‘ schufen erschwerte Rezeptionsbedingungen. Behindert wurde die Wahrnehmung zudem durch die selektive und verzögerte Aufführung der Werke. Bis zum aufwändig gefeierten Centenaire im Jahre 1911 war Liszt somit der ‚geborene‘ Vorläufer. Der Versuch einer Rehabilitierung kam angesichts der selektiven Wahrnehmung auf der einen und der rasanten Musikentwicklung nach 1900 auf der anderen Seite — zu denken ist an Ravel oder Strawinsky — sehr spät.

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