Search Results

You are looking at 1 - 2 of 2 items for

  • Author or Editor: Máté Joób x
  • All content x
Clear All Modify Search

Die aus zwei Teilen bestehende Studie analysiert die karitative Tätigkeit der traditionellen christlichen Kirchen in Ungarn während des Kommunismus. Dabei werden nicht nur die Fakten aufgedeckt und beschrieben, sondern es erfolgt auch ein Ausblick auf die Wirkung dieser Tätigkeit auf die karitative Tätigkeit der Kirchen im Postkommunismus. Dieser erfordert unbedingt auch eine kurze Erörterung der Frage nach Art und Umfang der karitativen Tätigkeit der katholischen, reformierten und evangelischen Kirche vor der kommunistischen Machtergreifung. Ein Großteil der kirchlichen sozialen Institutionen gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg unter staatliche Verwaltung, die neuen Mitarbeiter betrachteten die Erfüllung ihrer Aufgaben als reinen Broterwerb, ihnen fehlte das Engagement für ihren Dienst. Es war klar erkennbar, wie die staatssozialistische Politik die Caritas und die Diakonie für ihre Kirchen und Religion zerstörenden Bemühungen zu nutzen versuchte. Dies war das Ziel der Maßnahmen, die dazu führten, dass fast nur solche Einrichtungen in konfessioneller Hand bleiben konnten, in denen es keinerlei oder nur sehr geringe Möglichkeiten zur Mission gab. Auch die kirchlichen Führungspersonen, die das Überleben durch Erfüllung der Erwartungen von Seiten der Behörden zu sichern versuchten, wurden teilweise zu Partnern der Staatsmacht. Es bedeutete einen Fortschritt, als die Stellen in den staatlichen sozialen Einrichtungen, die schlecht bezahlt und mit schwieriger Arbeit verbunden waren und viel Engagement verlangten, auf Grundlage von Empfehlungen und Nominierungen der Kirche mit ausgebildeten und fähigen Arbeitskräften besetzt wurden. Während der Zeit der Diktatur war die karitative Tätigkeit in den Gemeinden und Pfarreien nämlich stark zurückgedrängt worden. Bei allen drei Kirchen ist die Absicht zu erkennen, sich in ihrer nach der Zeit der Diktatur neu erstehenden karitativen Tätigkeit trotz des notwendigerweise eintretenden Institutionalisierungsprozesses und strikter Professionalität ihre Gesinnung und ihr Charisma zu bewahren. Die Analyse weist auch auf einige Fälle hin, die das Augenmerk auf Stolpersteine im Kontakt mit dem postkommunistischen Staat lenken. Im ersten Teil der Studie wurden die Arbeitsmöglichkeiten der den protestantischen Kirchen angehörenden Hilfsdienste vorgestellt. Der zweite Teil gibt nach ähnlichen Gesichtspunkten einen Überblick über die Existenzbedingungen der katholischen Caritas in den Jahren der kommunistischen Diktatur, bezieht aber auch die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und die veränderten Möglichkeiten nach der Wende von 1989 mit ein.

Restricted access

Die aus zwei Teilen bestehende Studie analysiert die karitative Tätigkeit der traditionellen christlichen Kirchen in Ungarn während des Kommunismus. Dabei werden nicht nur die Fakten aufgedeckt und beschrieben, sondern es erfolgt auch ein Ausblick auf die Wirkung dieser Tätigkeit auf die karitative Tätigkeit der Kirchen im Postkommunismus. Dieser erfordert unbedingt auch eine kurze Erörterung der Frage nach Art und Umfang der karitativen Tätigkeit der katholischen, reformierten und evangelischen Kirche vor der kommunistischen Machtergreifung. Ein Großteil der kirchlichen sozialen Institutionen gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg unter staatliche Verwaltung, die neuen Mitarbeiter betrachteten die Erfüllung ihrer Aufgaben als reinen Broterwerb, ihnen fehlte das Engagement für ihren Dienst. Es war klar erkennbar, wie die staatssozialistische Politik die Caritas und die Diakonie für ihre Kirchen und Religion zerstörenden Bemühungen zu nutzen versuchte. Dies war das Ziel der Maßnahmen, die dazu führten, dass fast nur solche Einrichtungen in konfessioneller Hand bleiben konnten, in denen es keinerlei oder nur sehr geringe Möglichkeiten zur Mission gab. Auch die kirchlichen Führungspersonen, die das Überleben durch Erfüllung der Erwartungen von Seiten der Behörden zu sichern versuchten, wurden teilweise zu Partnern der Staatsmacht. Es bedeutete einen Fortschritt, als die Stellen in den staatlichen sozialen Einrichtungen, die schlecht bezahlt und mit schwieriger Arbeit verbunden waren und viel Engagement verlangten, auf Grundlage von Empfehlungen und Nominierungen der Kirche mit ausgebildeten und fähigen Arbeitskräften besetzt wurden. Während der Zeit der Diktatur war die karitative Tätigkeit in den Gemeinden und Pfarreien nämlich stark zurückgedrängt worden. Bei allen drei Kirchen ist die Absicht zu erkennen, sich in ihrer nach der Zeit der Diktatur neu erstehenden karitativen Tätigkeit trotz des notwendigerweise eintretenden Institutionalisierungsprozesses und strikter Professionalität ihre Gesinnung und ihr Charisma zu bewahren. Die Analyse weist auch auf einige Fälle hin, die das Augenmerk auf Stolpersteine im Kontakt mit dem postkommunistischen Staat lenken. Im ersten Teil der Studie werden die Arbeitsmöglichkeiten der den protestantischen Kirchen angehörenden Hilfsdienste vorgestellt, wobei die reformierte und die evangelische Kirche separat behandelt wird. Der zweite Teil gibt nach ähnlichen Gesichtspunkten einen Überblick über die Existenzbedingungen der katholischen Caritas in den Jahren der kommunistischen Diktatur, bezieht aber auch die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und die veränderten Möglichkeiten nach der Wende von 1989 mit ein.

Restricted access