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Kornél Bárdos hat in insgesamt sechs umfassenden Studien das Musikleben einzelner ungarischer Residenzen und Städte im Lauf der Geschichte untersucht. Fußend auf seinem empirisch-historischen Forschungsansatz werden Stand und Perspektiven der biographischen Musikforschung für das 19. Jahrhundert anhand eines Fallbeispiels dargestellt. Daten zu Leben und Werk von Johann Nepomuk Fuchs (1766 ? - 1839 Eisenstadt) sind in der Fachliteratur, auch und vor allem in Musiklexika, mehrfach falsch wiedergegeben worden, häufig unterließ man die Berücksichtigung neuerer Forschungsergebnisse. Somit werden Defizite in der Aufarbeitung von Quellen offenkundig, die generell für das 19. Jahrhundert gelten und abschließend in einem Kriterienkatalog zusammengefaßt sind.

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Für die kultische, bzw. hagiographische frühe Rezeption der Dichtung von Miklós Radnóti erwies sich jene Stelle bei Abda unter dem Damm des Flusses Rábca, wo er mit 21 anderen jüdischen Zwangsarbeitern Ende August 1944 von einem ungarischen Soldaten erschossen wurde, als ein bindender Ort. Nachdem der Körper des Dichters in einem Massengrab mit anderen Leichen verscharrt worden war, wurde er noch zweimal exhumiert und neu bestattet. Der traumatische Ort des Mordes schreibt sich durch die letzten Gedichte ins Gedächtnis der Generationen. Die traumatisierte frühe Rezeption von Radnóti besteht auf den Stillstand der Zeit, auf die Nähe zum mehrmals beigesetzten und wieder ausgegrabenen Körper des Dichters. Diese seltsame Art der Rezeption, die die Dichtung von Radnóti der Historisierung zu entziehen versucht, ist als eine Antwort auf die Frage zu verstehen, ob der Holocaust in seiner Außergeschichtlichkeit zu bewahren ist. In der Ästhetik der Zeugenschaft wiederholt sich die Frage, wie man eine einmalige Raum-Zeit-Beziehung in ihrer Form bewahren kann, die sowohl das Trauma der Zerstörung einer historischen Gemeinschaft, der Gemeinschaft der ungarischen Nation als auch die Hoffnung auf eine Therapie, auf eine Neustiftung der Gemeinschaft miteinschließt. Das Gedicht von Radnóti „Nem tudhatom“ stiftete in der frühen Rezeption eine neue Perspektive für die Neubelebung der durch den Holocaust zerrissenen Gemeinschaft der Nation, es konnte aber von der romantischen Ideologie der nationalen Identität nicht Abschied nehmen, und dadurch blieb diese neue Perspektive unvollendet.

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Franz Liszts Wahrnehmung in Frankreich als Komponist setzte ab 1869 ein und erweiterte das bis dahin gewohnte Bild vom Pianisten. Liszts Orchesterwerke wurden zunächst im Lichte der Bewertung der Neudeutschen Schule gesehen, und auch die Kontroversen um die Programmmusik und das dahinterstehende Problemfeld ‚Klassizismus vs. Romantik‘ schufen erschwerte Rezeptionsbedingungen. Behindert wurde die Wahrnehmung zudem durch die selektive und verzögerte Aufführung der Werke. Bis zum aufwändig gefeierten Centenaire im Jahre 1911 war Liszt somit der ‚geborene‘ Vorläufer. Der Versuch einer Rehabilitierung kam angesichts der selektiven Wahrnehmung auf der einen und der rasanten Musikentwicklung nach 1900 auf der anderen Seite — zu denken ist an Ravel oder Strawinsky — sehr spät.

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Die Werke von Kertész, seine Texte, die mit sturer Konsequenz am Wesen des Selbstgesprächs, der monologischen Rede festhalten, sind nicht vom Aspekt der Fortsetzbarkeit zu verstehen und ihre Bedeutung ist nicht aus diesem Gesichtspunkt zu beurteilen. Es scheint wichtiger zu sein, die komplexen Fragen seiner Prosa zu beachten, die gleichzeitig die Dilemmata, Paradoxa, Wege und Aporien, die immer zum selben Problemkreis führen, interpretieren und demonstrieren. Nämlich auf Grund welcher literarisch-poetischen Strategien die geschichtlichen Erfahrungen eines Europas des 20. Jahrhunderts interpretiert und vermittelt werden können, die die Vorstellungen der kreativen Persönlichkeit sowohl auf dem Gebiet des gesellschaftlichen Zusammenlebens als auch auf dem der literarisch-künstlerischen Gestaltung erschüttert haben.

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Abstract

Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Rezeptionsgeschichte der Gedichte Albrecht von Hallers im Ungarn des 18. Jahrhunderts. Als Grundlage für die Untersuchung dienen die Haller-Zitate in zeitgenössischen Stammbucheinträgen. Mit dieser Frage setzten sich zwar sowohl deutsche als auch ungarische Forscher schon früher auseinander, jedoch, wie im vorliegenden Aufsatz behauptet wird, unter Anwendung einer gewissermaßen falschen Methode. Es wurde nämlich in diesen früheren Arbeiten nicht näher darauf eingegangen, ob das Zitat gegebenenfalls einer sekundären Quelle entnommen wurde. Dieser Ansatz führte jedoch zu falschen Schlussfolgerungen. Vorliegender Aufsatz versucht, die aus sekundären Quellen stammenden Zitate von jenen aus dem „Original“ zu unterscheiden. Es wird festgestellt, dass die in Stammbucheinträgen im 18. Jahrhundert zu lesenden Haller-Zitate überwiegend aus nachweislich sekundären Quellen herzuleiten sind. Je „berühmter“ ein Autor war – diesen Eindruck gewinnt man anhand des Korpus –, umso mehr zitieren ihn die Zeitgenossen aus indirekten Quellen.

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Петр Гугнивый и Папесса

Антилатинская церковнославянская полемическая литература в Центральной Европе

Studia Slavica
Author: Агнеш Криза

Gössmann 1994 = Gössmann Elisabeth (Hg.): Mulier Papa – Der Skandal eines weiblichen Papstes. Zur Rezeptionsgeschichte der Gestalt der Päpstin Johanna . München, 1994. Hergenröther 1869a = Hergenröther

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