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Die historischen Quellen Ungarns bieten eine beträchtliche Menge von Angaben über Trompeter. In Schriftstücken des Königshofes (bis 1526/1541) bzw. des siebenbürgischen Fürstenhofes (1541-1690) sowie auch der Adelsresidenzen und der Städte tauchen zahlreiche Erwähnungen von Trompetern auf. Sie belegen, wie unverzichtbar die Trompete zum Alltag des 16. und 17. Jahrhunderts gehörte. Im Gegensatz zu den Stadttrompetern blieb die Wirkung der Hoftrompeter in Ungarn unerforscht. Die Unterschiede des ungarischen und ausländischen - sehr vereinfacht gesagt: westlichen - Trompeterspiels haben mehrere Zeitgenossen für erwähnenswert gefunden. Die besseren unter den Hoftrompetern  konnten musikalisch gebildet und vielseitig einsetzbar sein, wie die zu Stadtmusikern gewordenen Türmer. Schließlich haben auch die Hoftrompeter in Aufführungen von weltlicher und kirchlicher Musik mitgewirkt.

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Benjamin Rajeczkys Überzeugung war, daß das Zeitalter Mathias' nicht den Beginn einer institutionellen Hofmusik bedeutete. Der Verfasser präsentiert die zur Zeit zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über die ungarische Hofmusik zwischen ca. 1400-1450 mit einem Ausblick auf die Zeit vor 1400. Es wird auch ein Versuch unternommen die Eigenarten des Hofmusiklebens während der Epoche Sigismunds und seinen Nachfolgern im Hinblick zu den in späteren Jahren feststellbaren Strukturen zu untersuchen.

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Johann Evangelist Fuss (1777-1819) war unter den Komponisten Ungarns seiner Zeit der begabteste Pfleger der Liedgattung, der sich in seinen besten Momenten an ein mit den großen Meistern vergleichbaren Niveau annäherte. Das Liedkomponieren bedeutete wohl das ergiebigste Gebiet in der Komponistenlaufbahn von Fuss. Zwischen 1808 und 1818 erschienen von ihm 10 Werke und 8 Einzelausgaben, insgesamt 36 Lieder. Bisher kennt man von ihm lediglich ein einziges Lied, das ausschließlich handschriftliche Verbreitung fand. Nach einem chronologischen Überblick der Fuss-Lieder gibt der Verfasser eine Formtypologie der Lieder unter Berücksichtigung der verschiedenen Gattungen, die innerhalb des Sammelbegriffs „Lied“ vorstellbar sind (14 Notenbeispiele).

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Ödön von Mihalovich und das k. k. Hofoperntheater in Wien

„Welches Schicksal darf ich für meine Oper erwarten …“

Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae
Author: Ingeborg Birkin-Feichtinger

Die Dokumente und Briefe aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Österreichisches Staatsarchiv) in Wien beweisen das Zusammenspiel der vier Opern von Ödön von Mihalovich (1842-1929) mit dem k. k. Hofoperntheater in Wien. „Hagbarth und Signe“, „Wieland der Schmied“, „Eliane“und „Toldi“bzw.„Toldi szerelme“widerspiegeln nicht nur eine Dokumentation im Zusammenhang mit der Hofoper, sondern auch das Einwirken auf die Geschehnisse mit seinen Direktoren und Generalintendanten.Es hat sich ein Bild ergeben, das vor allem von Hoffnungen geprägt war, und umfaßt immerhin einen Zeitraum von 33 Jahren (1875-1908). Diese Dokumentation bietet ein weites Öffnen hin zum Verständnis einer großen Persönlichkeit der ungarischen Musikgeschichte.

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Die Fakten zeigen ein Hervorgehen von zahlreichen Kompositionen für konzertierenden Kontrabaß aus dem ungarischen Raum. Die größten und bedeutendsten Adelskapellen hatten dort ihren Sitz, nämlich in Eisenstadt und Eszterháza, in Großwardein und in Preßburg, wo infolgedessen auch die Solisten zu finden waren, denen solche Partien zuzutrauen waren, und wo Komponisten wie Haydn, Dittersdorf und Pichl wirkten, die sie ihnen auf den Leib schrieben, wenn sie nicht - wie Sperger und Kämpfer - selbst in dieser Richtung tätig waren. Der konzertierende Kontrabaß war  eine neue, von Haydn zu Beginn der 1760er Jahre kreierte Errungenschaft.Der Anstoß zur Komposition von fast 30 Konzerten und konzertierender Kammermusik für das größte Streichinstrument ist nicht direkt von Haydn ausgegangen, sondern von seinem Freund Ditters, der den Kontakt mit ihm auch nach Eisenstadt aufrecht erhalten hatte und nach seinem fünfjährigen Intermezzo in Großwardein 1769 mit Pichl und dem Kontrabassisten Pischlberger nach Wien zurückkehrte, von wo die von Haydn ausgestreute und von Ditters weiter gepflegte Saat ins nahe gelegene Preßburg weitergetragen wurde, wo die Virtuosen und Komponisten Sperger und Kämpfer zusammen in der fürstbischöflichen Kapelle tätig waren und dort und in Wien öffentliche Konzerte gaben.

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János Seprődi (1874-1923) betrachtete die Erforschung der Volksmusik und der Musikgeschichte als eine unteilbare Einheit. Er erachtete weder die Volksmusikforschung noch die anderen Zweige der Volkskunde für selbständige Wissenschaften. Seprődi unterstrich widerholt die Unentbehrlichkeit der eingehenden Erforschung der Volksweisen und trug wesentlich zur Klarstellung der Aufgaben sowie Arbeitsmethoden bei.

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In den ungarischen Kathedralen fehlten meistens die Mittel zum Engagement einer getrennten Choralisten- und Vokalistengruppe, nicht einmal die Rolle der Sänger und Instrumentalisten war getrennt. Bei feierlichen Anlässen wurde das Ensemble der Dommusiker durch weiteren Instrumentalisten ergänzt. Die Hofkapellen der hohen Geistlichen setzten sich im allgemeinen aus drei Gruppen von Musikern zusammen: Sänger, Instrumentalisten, Trompeten- und Pauken-Chöre. In den bedeutendsten Kirchenmusikzentren verwirklichte sich das Neben- bzw. Miteinanderwirken von Dom- und Hofkapellen in verschiedenen Formen. Nach der Beschreibung dieser Zentren und Kapellen faßt eine Tabelle die Angaben der erzbischöflichen und bischöflichen Hofkapellen zusammen.

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Das Archiv der Hofmusikkapelle in Wien widerspiegelt eine ganz besondere Art an österreichisch-ungarischer Musiktradition. Zwei Persönlichkeiten der Musikgeschichte Ungarns des 19. Jahrhunderts mit ihren sakralen Werken sind vorgestellt. György (Georg) Adlers (1789-1867) Kompositionen, im Archiv der Hofkapelle vorhanden, stammen aus den Jahren 1852 und 1857, sind aber nur teilweise datiert und repräsentieren eine Messe und kleinere Kirchenwerke. Eine Mappe beinhaltet kleinere Kirchenmusikwerke von Gyula (Julius) von Beliczay (1835-1893). Beiliegend in dieser Mappe sind drei Briefe von Beliczay an den Hofkapellmeister Joseph Hellmesberger sen. und zwei Briefe an den Archivar der Hofmusikkapelle Johann Nepomuk Zoczek.

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Anton Richter, ein gebürtiger Österreicher, erwarb im Sommer 1832 die Stelle als Regens Chori im Dom zu Győr. Als er im Oktober desselben Jahres sein Amt antrat, hat er als seine erste Aufgabe ein Inventar der existierenden Noten aufgestellt. Außerdem hat er eigenhändig eine Menge neuer Stimmen zu den Kompositionen abgeschrieben, wo die bisherigen Stimmen wegen des größeren Chor- und Orchester-bestandes nicht ausreichten. Werke der in Österreich wirkenden oder dort beliebten Komponisten, der sogenannten Kleinmeister ihrer Epoche, wurden um solche neuen Stimmen bereichert (z. B. Franz Aumann, Leopold Hofmann, Georg Reutter, Seiche bzw. Seuche, Franz Ignaz Tuma, Johann Georg Zechner und Gregor Joseph Werner). Im Dom zu Győr sind die Werke der Barockzeit erhalten geblieben.

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Die Orgeltabulaturen des 17. Jahrhunderts stellen eine wichtige Quellengruppe in der Musikgeschichte des historischen Ungarns dar. Sie reichen von den sporadischen Aufzeichnungen in Buchstabennotation bis zu den umfangreichen Tabulaturbüchern. Im vorliegenden Aufsatz wird die die Orgeltabulatur betreffende Terminologie (Notenlesen und -schrift, Intavolierung, Spielexemplar, Orgelspiel und -begleitung) angerührt sowie die Gültigkeit dieser Begriffe untersucht. Die Vorstellungen über die Verwendung dieser Notationsart sowie über das Tasteninstrumentenspiel im Karpatenbecken im Laufe des 17. Jahrhunderts lassen sich durch zeitgenössische ausländische Parallelen und Zitate aus Traktaten präzisieren.

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