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Hedvig UjváriKatholische Péter-Pázmány-Universität, Institut für Kommunikations-und Medienwissenschaften, Budapest, Hungary

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https://orcid.org/0000-0002-4199-0464
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Abstract

The life and work of Karl Emil Franzos is considered to be well researched, but if you look at him as an Austrian writer and journalist, the remark is only applicable to his career and his belletristic work, his activities as publicist still require more detailed analysis. The present study sees itself as a contribution in this direction, an attempt is made to trace Hungarian German-language press. The investigation is based on the autopsy of the following newspapers: Pester Lloyd (years 1854–1904), Ungarischer Lloyd (1867–1876), and two magazines: Ungarische Illustrirte Zeitung (1871–1872), Neue Illustrirte Zeitung (1872–1886).

Abstract

The life and work of Karl Emil Franzos is considered to be well researched, but if you look at him as an Austrian writer and journalist, the remark is only applicable to his career and his belletristic work, his activities as publicist still require more detailed analysis. The present study sees itself as a contribution in this direction, an attempt is made to trace Hungarian German-language press. The investigation is based on the autopsy of the following newspapers: Pester Lloyd (years 1854–1904), Ungarischer Lloyd (1867–1876), and two magazines: Ungarische Illustrirte Zeitung (1871–1872), Neue Illustrirte Zeitung (1872–1886).

Einleitung

Das Leben und Werk von Karl Emil Franzos gilt als gut erforscht,1 wenn man ihn aber als österreichischen Schriftsteller und Publizisten betrachtet, so ist die Bemerkung lediglich auf seinen Werdegang sowie sein belletristisches Wirken zutreffend, die journalistische Tätigkeit2 bedarf noch der eingehenderen Analyse. Bezüglich Karl Emil Franzos' journalistischen Aktivitäten in ungarischen Organen sind die Jahre ab 1870 von Relevanz. Zu dieser Zeit lag die Anzahl der auf ungarisch erscheinenden politischen Blätter im europäischen Durchschnitt, aber bezüglich der Auflagenzahl gab es Differenzen: Die Abonnentenzahlen lagen weit unter 10 000 Exemplaren. Die Gründe dafür mögen in der Zweisprachigkeit von Buda (Ofen) und Pest,3 im hohen Anteil des deutschsprachigen Bürgertums und nicht zuletzt in der Bedeutung der deutschen Sprache im Wirtschaftsleben verankert sein. Die ausländischen, besonders die Wiener Presseerzeugnisse erfreuten sich großer Beliebtheit und auch die deutschsprachige Presse Ungarns stieß auf reges Interesse. 1875 erreichten etwa zwei Millionen ungarischsprachige politische Blätter ihr Publikum, gegenüber 5,5 Millionen deutschsprachigen.4

Als führendes deutschsprachiges Blatt Ungarns galt der Pester Lloyd (1854–1945). Neben ihm erschien zeitweise der aus ihm hervorgegangene, etwas konservativer ausgerichtete und mit demselben Redaktionskollektiv arbeitende Ungarische Lloyd (1867–1876) sowie der zur linken Mitte neigende Neue Freie Lloyd (1869–1872). Als wirkliche und dauerhafte Konkurrenz zum Pester Lloyd galt das Neue Pester Journal (1872–1925), das mit seiner auf über 10 000 angestiegenen Abonnentenzahl binnen eines Jahrzehnts seinen Gründer, Sigismund Bródy, zu einem der größten Steuerzahler der Hauptstadt machte.5 Bródys Unternehmen florierte dermaßen, dass er nach einigen Jahren ein weiteres deutschsprachiges Organ, das Politische Volksblatt (1875–1920), herausgab. Allen Blättern ist gemeinsam, dass sie von jüdischen Publizisten redigiert wurden und die bedeutendsten Journalisten, vor allem die Feuilletonautoren, fast ausnahmslos Juden waren.6

Karl Emil Franzos’ Präsenz in der ungarländischen deutschsprachigen Presselandschaft

Pester Lloyd

Als die „Financial Times des Ostens“ galt der 1854 gegründete Pester Lloyd, der in den ersten Jahren seines Bestehens als Wirtschaftsblatt galt. Nach dem Ausgleich mit Österreich wurde Max Falk (1828–1908) zum Chefredakteur ernannt. Er verfolgte drei Ziele: Unbefangenheit, patriotischer Wille und Förderung des Wohlstandes im Vaterland. Falk konnte namhafte Mitarbeiter verpflichten und damit das Niveau und Ansehen seiner Zeitung deutlich heben. Der Pester Lloyd entwickelte sich zum führenden und meinungsbildenden Blatt der deutschsprachigen ungarischen Presse. Er richtete sich auch an das deutschsprachige Ausland, wo man über die Verhältnisse in Ungarn bislang nur durch die meist ungarnfeindlichen Wiener Blätter unterrichtet war.

Aus literaturhistorischer Perspektive ist als ein großes Verdienst dem Pester Lloyd anzurechnen, dass er – besonders unter der Chefredaktion von Falk – stets bemüht war, die Schöpfungen der ungarischen Literatur im Ausland bekannt zu machen. Andererseits vermittelte das Blatt seinen Lesern die neuesten Produkte der Weltliteratur: Werke von Friedrich Spielhagen, Leopold Ritter von Sacher-Masoch, Hieronymus Lorm, Peter Rosegger, Karl Emil Franzos, Émile Zola, Victorien Sardou, Jules Verne, Wilkie Collins usw. wurden auf diese Weise verbreitet.7

Karl Emil Franzos' Debüt im Blatt erfolgte 1874 mit seinen Reisebildern.8 Die Fortsetzung bildeten bis zum Jahresende zahlreiche Skizzen, meistens betitelt als Wiener Wochenchronik, überwiegend aus dem Wiener Leben, nicht zuletzt aus der Welt des Theaters. Danach kann von keiner regelmäßigen Mitarbeit die Rede sein. Er meldete sich aber hin und wieder mit Publikationen, u. a. publizierte er mehrere Artikel auch im darauffolgenden Jahr mit Wien-Bezügen,9 zu Heinrich Laube10 und nicht zuletzt zu den düsteren Jahren der ungarischen Revolution und des Freiheitskampfes.11 Die Thematik fand 1876 ihre Fortsetzung: Franzos verfasste einen Artikel zu Lajos Kossuth, der bereits seit den 1830er Jahren journalistisch aktiv war, sich gegen Ferenc Deák stellte und heftig gegen den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn argumentierte.12 Dieser Beitrag sowie sein neuer Band, nicht zuletzt eine Richtigstellung, wurden gesondert eingeleitet.

(Karl Emil Franzos) der Wiener Novellist und Sittenschilderer des slavisch-jüdischen Ostens, der auch für unser Feuilleton zahlreiche Beiträge geliefert, hat eine sorgsame Auswahl seiner an verschiedenen Orten zerstreut erschienenen Kulturbilder aus dem Osten im Verein mit ähnlichen bisher ungedruckten Arbeiten zu einem zweibändigen Werke zusammengestellt, welches Ende Mai in prachtvoller Ausstattung im Verlage Duncker und Humblot in Leipzig erscheinen wird. Der Titel des Buches lautet: ‚Aus Halbasien. Kulturbilder aus Galizien, der Bukowina, Südrussland und Rumänien.‘ Eine Probe aus dem Werke, welches wir schon heute der Aufmerksamkeit unserer Leser empfehlen, werden wir nächstens in unserem Feuilleton bringen: ‚Korporal Kossuth‘, ein Kulturbild, welches uns der Autor zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt hat. – Gleichzeitig ersucht uns Karl Emil Franzos in Beantwortung eines, ihm noch vor Erscheinen seines Werkes in einem ungarischen Provinzblatte gewordenen Angriffs zu konstatiren, daß unter seinen Skizzen aus der Reaktionszeit, welche gleichfalls im Buche vorliegen, allerdings einige auch das Treiben der Reaktion in Ungarn schildern, daß es ihm aber nie eingefallen ist, den modernen Ungarn als ‚Halbasien‘ zu bezeichnen.13

1878 widmete Franzos dem Leben und Werk Georg Büchners eine längere Abhandlung, die in drei Teilen veröffentlich wurde,14 und auch das dramatische Schaffen von Iwan Turgenjew15 wurde von ihm ausführlich erläutert. Teile zur „Halb-Asien“-Thematik wurden im Organ ebenfalls veröffentlicht.16 Ein weiterer Beitrag konnte noch ein Dezennium später zu Bismarck ermittelt werden.17 Ebenfalls im Jahr 1888 erschien im Pester Lloyd sein Werk Die Schatten in Fortsetzungen und wurde während des Sommers durchgehend veröffentlicht.18 Das Augenmerk des Publikums wurde mehrmals durch gut sichtbare Anzeigen auf den Roman gelenkt.

(‚Die Schatten‘.) Es freut uns, unseren Lesern die Mittheilung machen zu können, daß wir den neuesten Roman von Karl Emil Franzos: ‚Die Schatten‘ käuflich, mit dem alleinigen Abdrucksrecht für Ungarn, erworben haben. Der Verfasser von ‚Moschko von Parma‘, ‚Die Juden von Barnow‘, ‚Aus Halbasien‘, ‚Die Jagd nach dem Schicksal‘, ‚Taras Barabola‘, ‚Tragische Novellen‘ zählt seit länger als einem Jahrzehnt zu den Lieblingen des deutschen Lesepublikums. In diesen Blättern hatten wir oft Gelegenheit, seine tiefe Psychologie, seine plastische Darstellungsweise und seinen duftigen, einschmeichelnden Styl zu loben. Die Leser werden ihn nun aus dem am 1. Juli bei uns beginnenden Originalroman ‚Die Schatten‘ vollkommen kennen lernen als spannenden, warmherzigen Erzähler, dessen nach dem Süden Oesterreichs verlegte Gestalten volle Aktualität athmen und durch die Farben der Wahrheit fesseln, während doch Alles nur schöne Dichtung ist.19

Dank dem feinsinnigen Feuilletonredakteur der Zeitung, Dr Adolf Silberstein (1845–1899), wurde die Leserschaft der Hauptstadt kontinuierlich über die literarische Tätigkeit Franzos’ informiert. In den 1870er Jahren äußerte sich im Feuilleton-Teil der Zeitung Ferdinand Groß20 zu Halb-Asien.21 Wilhelm Goldbaum22 verfasste ein eigenständiges Kapitel in seiner Serie Das Ghetto und seine Poeten über Franzos.23 Über die Veröffentlichung seiner Novelle Die Locke der heiligen Agathe in der Berliner Zeitschrift Nord und West24 sowie über sein Werk Junge Liebe25 wurde ebenfalls im Nachrichtenteil berichtet. Silberstein rezensierte ausführlich die Werke Ein Kampf um’s Recht,26 Die Reise nach dem Schicksal27 sowie Tragische Novellen.28 Auch über den Inhalt der jeweiligen jüngsten Nummer der von Franzos herausgegebenen Zeitschrift Deutsche Dichtung wurde regelmäßig berichtet. Allerdings wurde im Gegenzug über die ungarische Belletristik – laut Silberstein – nicht immer wohlwollend geschrieben, u. a. Imre Madáchs Tragödie des Menschen soll als „nur eine Grübelei in dramatischer Form“ abgestempelt worden sein.29

In den 1890er Jahren würdigte Silberstein kurz Franzos' Roman Judith Trachtenberg.30 Nachrichten erschienen zum Buch Die Suggestion und die Dichtung31 sowie Die Juden von Barnow.32 Max Rothauser33 äußerte sich in einem fundierten Feuilleton zu Franzos' Sammelband Die Geschichte des Erstlingswerkes.34

Schließlich sollen einige Kurznachrichten herangezogen werden, bei denen Franzos' Name ebenfalls erwähnt wurde. In der Inhaltsangabe der Zeitschrift Ueber Land und Meer wurde auf Die Gouvernante in Halbasien35 sowie auf das Feuilleton Glückliche Menschen36 hingewiesen. Im Deutschen Familienblatt,37 in der Berliner Deutschen Romanzeitung,38 der Täglichen Rundschau39 sowie der Salon-Bibliothek40 wurden auf seine Werke ebenfalls aufmerksam gemacht. Bei der Veröffentlichung seiner Melpomene in der Deutschen Revue heißt es: „Sie ist gleich ausgezeichnet durch spannende Handlung und seine Motivirung.“41

Ein Beiblatt des Pester Lloyd: die Ungarische Illustrirte Zeitung

Der Pester Lloyd hatte für eine kurze Zeit (1871–1872) auch ein Beiblatt mit dem Titel Ungarische Illustrirte Zeitung; als verantwortlicher Redakteur fungierte Max Nordau (1849–1923).42 Das Blatt war eine echte Sonntagszeitung, die für die ganze Familie konzipiert war: sehr schön illustriert und reichlich mit Unterhaltungslektüre gefüllt. Themen aus Politik, Wirtschaft sowie Tagesaktuelles und Anzeigen fanden selten Einzug in das Blatt. Es dominierten vor allem literarische Texte, Originalbeiträge, Fortsetzungsromane, Übersetzungen aus Lyrik und Prosa. Große und anspruchsvolle Illustrationen zierten die Zeitschrift. Nicht nur das Hauptblatt, sondern auch die Ungarische Illustrirte Zeitung hat in nicht unerheblichem Maße zur Verbreitung der ungarischen Literatur in qualitativ hochwertigen Übersetzungen beigetragen. Nach dem ersten Jahrgang gab Nordau sein Amt an Dr. Adolf Silberstein weiter.

Unter der neuen Ägide kam es zu kleineren Veränderungen. Beachtenswert ist die starke Zunahme der literarischen Beiträge sowie die erhebliche Erweiterung des Autorenkreises: Neben namhaften Journalisten wie Adolf Ágai, Adolf Dux, Albert Sturm und Ignaz Schnitzer gehörten auch Peter Rosegger, Ada Christen, Karl Emil Franzos und nicht zuletzt Ferdinand Groß zu den ständigen Autoren. Von Franzos erschienen die Beiträge Aus einsamen Herzen sowie Der Shylock aus Chorostkow. Ein Charakterbild aus Podolien.43

Dass die Literatur sowohl in der Form von Originalbeiträgen als auch in Übersetzungen einen hohen Stellenwert eingenommen hat, stellt sich aus einer Pränumerationseinladung Ende 1872 heraus, in dem Franzos' Name ebenfalls vorkommt.

Einladung zur Pränumeration

auf das Quartal

Oktober–Dezember.

Die allgemeine Theilnahme, das rege Interesse, welche uns bisher von unserm geschätzten Abonnenten-und Leserkreise entgegengebracht wurden, bestärken uns, in der von uns eingeschlagenen Richtung fortzuschreiten und auf stets wachsende Theilnahme zu rechnen. Wir werden nach wie vor an modernen, pikanten Novellen, Skizzen, Humoresken, mit einem Wort an reichem und amüsantem Lesestoff von den beliebtesten und anerkanntesten Federn, an zeitgemäßen und gutausgeführten Illustrationen, gutgewählten Modebildern so viel zu bieten suchen, daß wir die Konkurrenz keines ausländischen, illustrirten und Modeblattes werden zu scheuen brauchen. Und dazu wird unsere Zeitschrift von ungarischem Geiste getragen werden! – Die Liste unserer bisherigen Mitarbeiter Louise Otto, Ada Christen, P. R. Rosegger, F. Groß, Oskar Welten, Maximilian Bern, E. Petrowitsch, Karl Dalmar, Wilhelm Buchholz, Julius und Paulina Schanz, Adolf Dux, I. Schnitzer, K. E. Franzos, M. Nordau und A. gibt Zeugniß für den regen literarischen Geist unseres Blattes. Die auch für die Zukunft versprochenen Originalbeiträge der genannten Autoren sowie Uebersetzungen der Meisterwerke der George Sand ec. der neuen Werke der ungarischen Literatur (Moritz Jókai, Paul Gyulai, Adolf Ágai, Ludwig Tolnai ec.) stellen den Lesern auch eine amüsante, abwechslungsvolle Lektüre in Aussicht.44

Trotz dieser großen Ankündigung wurde das Blatt aber Ende des Jahres eingestellt. In dem Editorial der Herausgeber wurde bekannt gegeben, dass im Verlag ein Wochenblatt unter dem Titel Neue Illustrirte Zeitung erscheinen wird.45

Ein (fast) weiteres Beiblatt? Die Neue Illustrirte Zeitung

Die Exemplare der Neuen Illustrirten Zeitung sind in der Széchényi-Nationalbibliothek nicht vorhanden, auch bibliografische Hinweise konnten diesbezüglich nicht gefunden werden.46 Dass das Blatt tatsächlich erschienen ist, konnte einer Kurznachricht des Ungarischen Lloyd entnommen werden.47

Die Ungarische Illustrirte Zeitung betonte noch in einer Pränumerationseinladung auf das letzte Quartal des Jahres 1872 das rege Interesse des Publikums, das die Redaktion zur Fortsetzung der begonnenen journalistischen Arbeit, der Veröffentlichung weiterer interessanter Beiträge sowie erlesener, ausländischen Journalen ebenbürtiger Illustrationen und Modebilder anspornt. Das Blatt erwies sich aber als sehr kurzlebig, es wurde zu Jahresende eingestellt. Die Herausgeber, die Gebrüder Deutsch, teilten ihren Lesern mit, ab 1873 in Wien als Beiblatt des Pester Lloyd die Neue Illustrirte Zeitung mit den bereits genannten Zielsetzungen ins Leben zu rufen. Nach Einsichtnahme in die Jahrgänge konnte aber das nicht bestätigt werden: Es handelt sich um ein selbstständiges Organ mit ähnlichem journalistischem Profil.

Am 1. Juli 1873 bezeichneten sich Johannes Nordmann und Max Konody48 als Eigentümer, wobei Nordmann49 auch als Redakteur tätig war. Nachdem sie die Leitung des Blattes übernommen hatten, versicherten sie ihren Lesern, dass sie keinerlei Änderungen planten. Das Organ mit dem Untertitel Österreichisches Familienblatt erschien sonntäglich 2½–3 Bogen stark im großen Quartformat auf 16 Seiten mit vielen Illustrationen. Das Organ bezeichneten sie [kein Fehler] sie als patriotisches Familienblatt, das sich in seinem literarischen und künstlerischen Niveau durchaus mit den ausländischen Journalen messen ließe. Die Popularität sahen sie durch die Vielfalt der Gattungen (Fortsetzungsromane, Novellen, Biografien von Zeitgenossen, Plaudereien, Kurznachrichten, Berichte über ferne Länder und Völker) sowie durch anspruchsvolle Illustrationen, die durch Modebilder noch erweitert werden sollten, gesichert. Das Blatt erschien ohne nennenswerte Änderungen bis 1875 in Wien, danach auch in Leipzig. Personelle Änderungen prägten erst 1880 die Zeitschrift: Die redaktionelle Arbeit wurde von L. C. Zamarski50 übernommen. 1884 ist einer Anzeige zu entnehmen, dass die Redakteure der Illustrierten Max Konody und Balduin Groller waren. Eine beachtenswerte Umgestaltung des Organs erfolgte aber kurz darauf, da ab Nr. 27 bis September 1886 Karl Emil Franzos als Herausgeber und Chefredakteur fungierte. Die Aufgaben des verantwortlichen Redakteurs nahm weiterhin Zamarski wahr, ab Nr. 43 Otto Fuchs.51

Franzos galt bereits als bekannter Name im deutschsprachigen Pressewesen der Monarchie. Seine Feuilletons und Novellen wurden u. a. im Pester Lloyd (vor allem 1874, 1876, 1878–79), im Ungarischen Lloyd (1870–1873), weiterhin im Neuen Pester Journal (1873) und in der Ungarischen Illustrirten Zeitung veröffentlicht. Als er die Neue Illustrirte Zeitung übernahm, war er der Ansicht, dass infolge seiner langjährigen Präsenz im Blatt seine Vorstellung nicht mehr notwendig sei. In seinem journalistischen Programm sprach er sich für keine radikalen Änderungen aus: Seine Zielsetzung war es, den Lesern ein echtes Familienblatt, eine in Wort und Schrift aktuelle Chronik in die Hand zu geben. In seiner Arbeit wollte er sich auf die bisherige Redaktion stützen. Den Traditionen des Blattes entsprechend war er weiterhin bestrebt, sorgfältig ausgewählte belletristische Werke zu veröffentlichen sowie das Feuilleton auszudehnen. Die Illustrationen und das Bildmaterial sollten weiterhin auf dem gewohnten Niveau erscheinen. Das Blatt sollte im Dienst der wahren Kultur stehen, wobei doch die deutschen und österreichischen Bedürfnisse Vorrang genossen.52 Franzos stand zweieinhalb Jahre an der Spitze des Blattes; 1886 verabschiedete er sich endgültig von dem Organ. Als Grund nannte er seine sonstigen literarischen Aktivitäten.53 Seine Aufgaben wurden von Balduin Groller (1848–1916) übernommen, der bereits seit zehn Jahren für die Illustrierte tätig war.54

Vor Franzos' redaktioneller Tätigkeit wurde 1875 in der Zeitschrift Morschko von Parma in Fortsetzungen veröffentlicht.55 Zwischen 1884 und 1886 steuerte er sämtliche Novellen und Abhandlungen bei. Aus seiner Belletristik erschienen die Novellen Ein Opfer, Melpomene sowie Der Stumme in Fortsetzungen.56 Literarische Studien verfasste er zu Börne und Gustav Freytag,57 dem Dichter Josef Victor Scheffel58 widmete er mehrere Beiträge. Aus Halb-Asien erschien ein Beitrag zum Frauenleben.59 Weitere Veröffentlichungen waren von ihm Die „Vereins-Dame“,60 Allerlei Seelenmesser,61 Drei Sonette62 sowie Zum Gmundener Jubiläum.63

Franzos veröffentlichte auch Rezensionen64 und es wurden von ihm Werke aus der Zeit vor seiner redaktionellen Tätigkeit besprochen.65 Für Franzos' Zeitschrift Deutsche Dichtung mit Beiträgen u. a. von Storm, Hebbel und Freytag wurde auch in diesem Organ geworben.66

Ungarischer Lloyd

Die Geschichte des Ungarischen Lloyd ist mit der seines Konkurrenten Pester Lloyd engstens verbunden.67 Die Unstimmigkeiten zwischen der Redaktion des Pester Lloyd und dem Zeitungsausschuss der Lloyd-Gesellschaft führten 1866/1867 zum Bruch: Redaktion und Vertrieb verließen die Gesellschaft und gründeten ihre eigene Zeitung namens Ungarischer Lloyd.

Handel, Gewerbe, Landwirtschaft und Politik waren auch im neu gegründeten Organ wichtige Themen und im Feuilleton fand das literarische Leben jenseits der Leitha Beachtung. Das neue Tageblatt, das sich selbst gerne als politisch-kommerzielles Organ bezeichnete, wollte auch mit seinen Fortsetzungsromanen dem Pester Lloyd ebenbürtig sein. Bezüglich der Feuilletonautoren ist kein gravierender qualitativer – wohl aber ein quantitativer – Unterschied zwischen den beiden Blättern festzustellen. Bedeutende Journalisten wie Ludwig Hevesi, Sigmund Schlesinger, Adolf Silberstein, Albert Sturm, Ignaz Deutsch und Adolf Dux waren in beiden Organen präsent. Der kulturelle Höhepunkt des Blattes lag zwischen 1872 und Oktober 1873, da in diesem Zeitraum die thematische Beilage Zeitung für Kunst, Theater und Literatur unter der Redaktion von Adolf Dux und Adolf Silberstein erschien.68

Aus dem deutschsprachigen Raum waren wesentlich mehr Literaten – Hieronymus Lorm, Ada Christen, Peter Rosegger – im Feuilleton mit Originalbeiträgen oder in Fortsetzungen veröffentlichten Novellen vertreten. Ebenfalls in diesen Zeitraum fällt Franzos' Mitarbeit für das Blatt. Zwischen 1870 und 1873 können seine Bilder aus Podolonien69 sowie seine hauptstädtischen Feuilletons Licht-und Schattenbilder,70 die Ungarn-Thematik71 und die Kossuth-Beiträge72 hervorgehoben werden. Franzos befasste sich in einem Feuilleton mit der Jugend des Grafen Beust,73 richtete sein Augenmerk auf belletristische Neuerscheinungen74 und auch aktuelle Feiertage75 lieferten Material für die Gattung unter dem Strich. Rumänische und Pariser Begebenheiten erweckten ebenfalls sein journalistisches Interesse.76

Während Franzos' Tätigkeit für die Ungarische Zeitung fand 1873 in Wien die Weltausstellung statt. Jedes prestigeträchtige Presseorgan hielt es für angebracht, einen eigenen Berichterstatter in die Kaiserstadt zu entsenden. Für den Pester Lloyd war Max Nordau tätig, für den Ungarischen Lloyd ein gewisser „Salamander“.77 Bei der Eröffnung war für letzteres Organ neben dem „offiziellen“ Korrespondenten auch Franzos zugegen.

Über die Vorbereitungen wurde im Ungarischen Lloyd ein düsteres Bild gezeichnet. Die Arbeiten der Japaner und Schweizer wurden als befriedigend empfunden, aber das Gesamtbild fiel nicht positiv aus. Obwohl der milde Winter die Vorbereitungen äußerst begünstigte, nutzten die Wiener diese Möglichkeit nicht aus, und jede Menge Arbeit musste noch ausgeführt werden. Der Feuilletonist bewertete die Ausstellung in Hinblick auf die Entwicklung Wiens als verfrüht, jedoch begrüßte er das Ereignis.78 Nach einer Woche, am Abend vor der Eröffnung, wurden die Vorarbeiten immer noch als unzureichend beschrieben. Aufgrund des Gesichteten könne die Ausstellung erst in zwei Monaten als fertig bezeichnet werden.79

Die Mängel der Vorbereitungsarbeiten wurden auch von Karl Emil Franzos nicht verschwiegen, sein Urteil fiel aber wesentlich milder aus, da es bereits am Anfang ersichtlich war, dass bis zur Eröffnung der Exposition noch jede Menge Aufgaben ungelöst geblieben waren. Er berichtete über die vorangegangenen zwei Wochen, die keine bedeutende Umgestaltung mit sich gebracht hatten: halbfertige Bauten und Staub bestimmten das Gesamtbild. Er fühlte sich aber durchaus in der Lage, darüber hinwegzusehen und richtete sein Augenmerk auf die Bestimmung der Ausstellung, zu der alles im Vergleich nur sekundär erscheine, jedes Glitzern nur als Staffage erscheine. Nicht der Pomp der Ereignisse, sondern der Frieden und die Freude der Arbeit hielt ihn gefangen. Er bezeichnete die Exposition als Friedensfest der Menschheit.80

Der Berichterstatter des Ungarischen Lloyd fühlte sich vom Industriepalast regelrecht überwältigt: Durch seine kolossalen Maße und die reiche Verzierung der Fassade wurde dem Besucher das Gefühl vermittelt, als betrete er einen mächtigen Dom. Auch der Platz vor dem Gebäude fügte sich ideal in das Baukonzept, da sich von ihm aus gleichermaßen ein herrlicher Blick auf die Alpen sowie auf die pulsierende Stadt bot.81 Ein anderes Feuilleton befasste sich mit der Rotunde, der schlechte Akustik vorgeworfen und die als Tandelmarkt als zu erhaben empfunden wurde.82 Franzos dagegen schwärmte im selben Organ von der Pracht des Rundbaus, vor allem wurde seine prächtige und majestätische Kuppel gepriesen. Vom Gesehenen war er dermaßen überwältigt, dass er sich kaum imstande fühlte, das in Worte zu fassen. Durch die gigantischen Maße würde der Mensch zuerst fast erdrückt werden, der sich ausgesprochen klein und verwahrlost im riesigen Raum vorkomme, erst danach nehme er die überdimensionierten Säulen, die Galerie, die Kuppel, dann die zweite und dritte Galerie wahr.83

Salamander bemängelte auch den provisorischen Zustand des Industriepalastes. Für die untragbaren Zustände machte er Baron Schwarz-Senborn verantwortlich, wobei er für ihn auch Mitleid bekundete, da er selbst harte Arbeit geleistet hätte.84 Karl Emil Franzos dagegen hielt es für ein wahres Wunder, dass zumindest die Rotunde rechtzeitig fertig war, und sie für die Eröffnungsfeierlichkeiten mit riesigen Palmen und Azaleen aus der Schönbrunner Gärtnerei geschmückt worden war.85

Neues Pester Journal

Am 1. Juli 1872 erschien in Pest-Ofen die erste Nummer eines neuen publizistischen Unternehmens, des Constitutionellen Pester Journals. Gegründet wurde das Blatt von ehemaligen Journalisten des (alten) Pester Journals, die das Organ wohldurchdacht zugunsten der Neugründung verließen. Zu einer ausführlichen Vorstellung des journalistischen Programms kam es nicht, denn es sollte die Kontinuität der bereits beim Pester Journal angewandten journalistischen Praxis aufrechterhalten werden: „Mit einem Wort: unser Blatt wird ein ehrliches Volksblatt sein.“86

Allerdings führte die Gründung des neuen Tageblattes zu heftigen Streitigkeiten zwischen den beiden Redaktionen, denn die ausgeschiedene Redaktion gedachte den alten Namen fortzuführen – nicht zuletzt deshalb, weil die Mitarbeiter sich den Aufschwung und die Erfolge des Pester Journals als ihren Verdienst anrechneten. Der Ton schien sich etwas gemildert zu haben, als Anfang August 1872 Karl Emil Franzos zum Chefredakteur des Pester Journals ernannt wurde und den Gebrauch eines anständigen Tons, „wie er auch unter Konkurrenzblättern möglich“, forderte.87 Franzos' Name erschien im Blatt nicht (nur der des verantwortlichen Redakteurs Stephan Méthys), und er sah sich gezwungen, diesbezüglich eine Erklärung abzugeben, mit der er den persönlichen Vorwürfen und Polemiken ein Ende setzen wollte.88 Ende August 1872 wurde der neue Eigentümer des Pester Journals Sigismund Bródy.89 Nach zwei Monaten des Bestehens des Constitutionellen Pester Journal sah sich die Redaktion doch gezwungen, „um Verwechslungen vorzubeugen“ den Namen des Blattes in (Constitutionelles) Neues Pester Journal abzuändern.90 Kurz darauf hat das Pester Journal seine Tätigkeit mit dem 24. September 1872 eingestellt. Die beiden Blätter fusionierten unter dem Namen (Constitutionelles) Neues Pester Journal. 1873 wurde dann der Verlag an die Redaktionsmitglieder verkauft.91 Die drei neuen Besitzer wurden Sigismund Bródy, Ignaz Schnitzer und Paul Zilahy; Bródy wurde zum Chefredakteur. Das Wort „Constitutionelles“ wurde bei der Benennung des Organs ohne jeglichen Kommentar ab dem 10. September 1874 weggelassen.92

Im Unterschied zu den beiden Lloyd-Blättern wandte sich das Neue Pester Journal an das Kleinbürgertum. Es plädierte für politische Unparteilichkeit, trotzdem bezog es Stellung zur aktuellen politischen Lage und gab seine Parteisympathie zur linken Mitte kund. Der Unterhaltung wurde reichlich Platz eingeräumt: Man bot dem Publikum Feuilletons auf die übliche Weise – unterm Strich – an. Zwei Monate nach ihrer Gründung wurde die „Roman-und Feuilleton-Zeitung“, die in erster Linie Fortsetzungsromane brachte, dem Blatt beigefügt. Innerhalb des Zeitraums von 1872–1878 veröffentlichte das Neue Pester Journal in guter Übersetzung Werke der ungarischen Nationalliteratur, namhafte Feuilletonautoren schrieben über die ungarische Literatur und die gesamte Kulturlandschaft. Auf der anderen Seite engagierte sich die Zeitung für die Vermittlung der Weltliteratur. Sie brachte auch wesentlich mehr Originalveröffentlichungen deutschsprachiger Autoren als der Pester Lloyd. Ada Christen veröffentlichte nur im Neuen Pester Journal, vor allem erschienen von ihr deutlich gekennzeichnete Original-Feuilletons. Sacher-Masoch war in beiden Organen vertreten, im Journal überwogen allerdings nicht seine Original-Feuilletons. Seine Frau, Wanda Dunajew, meldete sich im Jahr 1874 mit zwei Originalbeiträgen. Von Karl Emil Franzos, dem ehemaligen Chefredakteur des alten, eingestellten Pester Journal, erschienen mehrere Beiträge im Jahr 1873, jedoch handelte es sich dabei meistens um Übernahmen.93

Chronologischer Anhang

Ungarischer Lloyd

  1. Das Christusbild. Eine Geschichte aus Podolonien. Von Karl Emil Franzos.
    1. I.Nach den Westermann’schen „Monatsheften“. = Nr. 229 v. 23. September 1870, S. 2–3.
    2. II.= Nr. 230 v. 24. September 1870, S. 2–3.
    3. III.= Nr. 233 v. 27. September 1870, S. 2–3.
  2. Siamesische Höflichkeiten. = Nr. 225 v. 28. September 1872, S. 2–3.
  3. Auch ein Landsmann. = Nr. 232 v. 6. Oktober 1872, S. 2–3.
  4. Ein Dichter des Materialismus. = Nr. 236 v. 11. Oktober 1872, S. 2–3.
  5. Der Versöhnungstag beim Unfehlbaren. = Nr. 237 v. 12. Oktober 1872, S. 2–3 und Nr. 238 v. 13. Oktober 1872, B.
  6. Ein neues altes Lied. = Nr. 242 v. 18. Oktober 1872, S. 1–5.
  7. K. E. F-s.: Von der neuen Börse. = Nr. 256 v. 5. November 1872, S. 1–3.
  8. Bilder aus Podolien
    1. I.Schlome, der Abtrünnige. = Nr. 263 v. 13. November 1872, S. 1–4.
    2. II.Der Herr Graf. = Nr. 264 v. 14. November 1872, S. 1–5.
    3. III.Nur ein Handel! = Nr. 273 v. 24. November 1872, S. 1–4.
    4. IV.Mariula, die Zigeunerin. = Nr. 275 v. 27. November 1872, S. 1–4.
    5. V.Die schöne Rachel. = Nr. 286 v. 10. Dezember 1872, S. 1–6.
  9. Kossuth’s Mitverschworenen. = Nr. 267 v. 17. November 1872, S. 1–4.
  10. Sonnengold und Nebelschleier. = Nr. 279 v. 1. Dezember 1872, S. 1–4.
  11. Rumänisches Frauenleben. = Nr. 287 v. 11. Dezember 1872, S. 1–5.
  12. Graf Beust und die Gymnasiasten. = Nr. 292 v. 17. Dezember 1872, S. 2–4.
  13. Pester Licht-und Schattenbilder. Bei den Verworfenen und Elenden.
    1. I.Tanz-Lokale. = Nr. 294 v. 19. Dezember 1872, S. 1–4.
    2. II.Zwei Biedermänner. = Nr. 296 v. 21. Dezember 1872, S. 1–4.
    3. III.Kunstgenüsse und Sprachstudien. = Nr. 37 v. 14. Februar 1873, S. 1–3.
    4. IV.Tiefer abwärts! = Nr. 39 v. 16. Februar 1873, S. 1–4.
    5. V.An der Donau. = Nr. 40 v. 18. Februar 1873, S. 1–3.
  14. Allerlei Maskenbälle. = Nr. 43 v. 21. Februar 1873, S. 1–3.
  15. In der Halbwelt. = Nr. 45 v. 23. Februar 1873, S. 2–5.
  16. K. E. F-s.: (Weihnachtsfeier der Waisen.) = Nr. 299 v. 25. Dezember 1872, S. 4. [nuS]
  17. Ein stilles Feuilleton. = Nr. 300 v. 28. Dezember 1872, S. 1–5.
  18. Zur Jahreswende. = Nr. 1 v. 1. Januar 1873, S. 1–2.
  19. Ein Epos aus Ungarns Geschichte
    1. I.= Nr. 7 v. 10. Januar 1873, S. 1–4. [„Salomon, König von Ungarn“. Ein Gedicht von Julius von der Traun. Wien, 1873.]
    2. II.= Nr. 8 v. 11. Januar 1873, S. 1–5.
    3. III.= Nr. 11 v. 15. Januar 1873, S. 1–3.
  20. Pariser Silhouetten. = Nr. 9 v. 12. Januar 1873, S. 8. [nuS]
  21. (Rebhühner im Waisenhause.) = Nr. 14 v. 18. Januar 1873, S. 6. [nuS]
  22. Neue Gedichte von Ada Christen. = Nr. 15 v. 19. Januar 1873, S. 8. [nuS] [Schatten. Gedichte von Ada Christen. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1872.]
  23. Ein Wunder. Eine Geschichte aus Podolien. Von KEF.
    1. I.= Nr. 28 v. 4. Februar 1873, S. 1–4.
    2. II.= Nr. 29 v. 5. Februar 1873, S. 4–6.
  24. Ein Kossuth wird gesucht! Lustige Geschichten aus trauriger Zeit. Von KEF. = Nr. 62 v. 15. März 1873, S. 1–4.
  25. Ein Apostat. Ein Blatt der Erinnerung. Von KEF.
    1. I.= Nr. 68 v. 22. März 1873, S. 1–3.
    2. II.= Nr. 70 v. 25. März 1873, S. 1–3.
    3. III.= Nr. 75 v. 1. April 1873, S. 1–3.
  26. Spätlinge eines Verschollenen. (Cyclamen. Von W. Constant. Wien 1873. Hügel’sche Buchhandlung.) = Nr. 69 v. 23. März 1873, S. 8. [nuS]
  27. Wiener Weltausstellungs-Bilder. I. Die Eröffnung. = Nr. 101 v. 3. Mai 1873, S. 1–3.

Neues Pester Journal

Geschichten meiner Großmutter = NPJ Nr. 3 v. 4. Januar 1873, S. 1–2.

  1. -II. Nur ein Ei! = NPJ Nr. 14 v. 18. Januar 1873, S. 1–3.
  2. -III. Wie Klein-Mendele die Gemeinde rettete = NPJ Nr. 20 v. 25. Januar 1873, S. 1–3.
  3. -IV. Das Weihgeschenk = NPJ Nr. 25 v. 31. Januar 1873, S. 1–3.
  4. -V. Aus dunkler Zeit = NPJ Nr. 31 v. 7. Februar 1873, S. 1–3.

Indisches (Original-Feuilleton des NPJ) = NPJ Nr. 54 v. 5. März 1873, S. 1–2.

Graf und Wildschütz. Eine sehr lustige Geschichte = NPJ Nr. 56 v. 7. März 1873, S. 1–2.

Ein Mitglied der „Therese“. Eine Geschichte aus der Bach-Zeit = NPJ Nr. 58 v. 9. März 1873, S. 1–2.

Wessen Schuld? Eine alltägliche Geschichte = NPJ Nr. 63 v. 16. März 1873, S. 1–2.

Geheilt! Eine Geschichte für Witwen = NPJ Nr. 67 v. 21. März 1873, S. 1–2.

Chinesisches (Original-Feuilleton des NPJ) = NPJ Nr. 72 v. 28. März 1873, S. 1–3.

Pester Lloyd

Reisebriefe

Aus dem Süden = PL Nr. 141 v. 20. Juni 1874, S. 3 und B.

Durch die Berge = PL Nr. 156 v. 9. Juli 1874, S. 2–3 und Nr. 160 v. 14. Juli 1874, B.

Arco. Ein Skizzenblatt aus Südtirol = PL Nr. 176 v. 1. August 1874, S. 2–3.

Aus Wien

Wiener Wochenchronik = PL Nr. 239 v. 17. Oktober 1874, S. 3 und B.

Josef Weilens „Dolores“ = PL Nr. 241 v. 20. Oktober 1874, B.

Wiener Wochenchronik = PL Nr. 245 v. 24. Oktober 1874, S. 3 und B.

Kullmann. Eine psychologische Skizze = PL Nr. 258 v. 8. November 1874, 2. B.

Wiener Wochenchronik = PL Nr. 260 v. 11. November 1874, B.

Wiener Wochenchronik = PL Nr. 263 v. 14. November 1874, B.

Vom Burg-und Stadt-Theater = PL Nr. 269 v. 21. November 1874, B.

Wiener Wochenchronik = PL Nr. 270 v. 22. November 1874, 2. B.

Wiener Theater-Novitäten = PL Nr. 274 v. 27. November 1874, S. 3 und B.

Wiener Chronik = PL Nr. 281 v. 5. Dezember 1874, B.

Wiener Chronik = PL Nr. 287 v. 13. Dezember 1874, 2. B.

Wilbrandt’s neues Trauerspiel = PL Nr. 291 v. 18. Dezember 1874, S. 3 und B.

Wiener Chronik = PL Nr. 35 v. 13. Februar 1875, S. 3.

Wiener Chronik = PL Nr. 47 v. 27. Februar 1875, S. 3 und B.

Laube über Laube = PL Nr. 52 v. 4. März 1875, B.

Reaktionärrisches (Lustige Skizzen aus trauriger Zeit) = PL Nr. 138 v. 18. Juni 1875, S. 3 und B. und Nr. 141 v. 22. Juni 1875, B.

Aus dunkler Zeit I–II = PL Nr. 232 v. 8. Oktober 1875, S. 2–3 und Nr. 235 v. 12. Oktober 1875, B.

Korporal Kossuth = Nr. 114 v. 17. Mai 1876, B und 2. Seite.

Georg Büchner 1813–1831 = Nr. 82 v. 23. März 1878, B und 2. Seite.

  1. -II. = Nr. 86 v. 27. März 1878, B, 2. Seite.
  2. -III. = Nr. 88 v. 29. März 1878, B und 2. Seite.

Wjera Iwanowna und Feodor Feodorowitsch. Ein Kulturbild aus Halb-Asien I = Nr. 135 v. 16. Mai 1878, B. und Nr. 136 v. 17. Mai 1878, B.

Iwan Turgenjeff als Dramatiker

  1. -I. = Nr. 23 v. 23. Jänner 1879, B, 2. Seite.
  2. -II. = Nr. 30 v. 30. Jänner 1879, B.

Bismarck als Redner. Eine Moment-Photographie = Nr. 45 v. 14. Februar 1888, B. und Nr. 46 v. 15. Feber 1888, B.

1

Vgl. Paula Giersch, Für die Juden, gegen den Osten? Umcodierungen im Werk Karl Emil Franzos (1848–1904) (Literaturwissenschaft Bd. 42), Berlin 2014; Anna-Dorothea Ludewig (Hg.), Spuren eines Europäers. Karl Emil Franzos als Mittler zwischen den Kulturen, Hildesheim 2008; Petra Ernst (Hg.), Karl Emil Franzos. Schriftsteller zwischen den Kulturen (Schriften des Centrums für Jüdische Studien Bd. 12), Innsbruck 2007.

2

Vgl. u. a. Anna-Dorothea Ludewig, Zwischen Czernowitz und Berlin. Deutsch-jüdische Identitätskonstruktionen im Leben und Werk von Karl Emil Franzos (1847–1904) (Haskala Bd. 37), Hildesheim–Zürich–New York 2012, vor allem Kapitel VIII zur Deutschen Dichtung; sowie Jong-Dae Lim, Das Leben und Werk des Schriftstellers Karl Emil Franzos, Phil. Diss., Wien 1982, passim.

3

Die Vereinigung der Stadtteile Buda (Ofen), Óbuda (Altofen) und Pest zur Stadt Budapest erfolgte erst 1873.

4

Vgl. Domokos Kosáry–G. Béla Németh (Hg.), A magyar sajtó története [Die Geschichte des ungarischen Pressewesens] II/2, 1867–1892, Budapest 1985, 38–39.

5

Die Untersuchung der im Abstract angeführten Jahrgänge der Periodika ist zeitlich begrenzt und zum Teil arbiträr, hängt mit diversen Forschungsprojekten aus mehreren Jahrzehnten zusammen, bei denen am Rande die literarischen Bezüge der jeweiligen Zeitungen, vor allem die Feuilletons, Nachrichten und Fortsetzungsromane, komplett in eine Datenbank aufgenommen wurden. Der Neue Freie Lloyd (1869–1872) wurde ebenfalls untersucht, jedoch im Hinblick auf Karl Emil Franzos ohne Ergebnis. Vgl. Hedvig Ujvári, Deutschsprachige Presse in der östlichen Hälfte der Habsburgermonarchie. Deutschsprachige Medien und ihre Rolle als Literaturvermittler in Ungarn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Studien zur Literaturwissenschaft Bd. 7), Herne 2012.

6

Vgl. Hedvig Ujvári, Der jüdische Beitrag zum deutschsprachigen Pressewesen in Ungarn. Ein Überblick, in: Susanne Marten-Finnis–Michael Nagel (Hg.), Die Pressa. Internationale Presseausstellung Köln 1928 und der jüdische Beitrag zum modernen Journalismus/The Pressa. International Press Exhibition Cologne 1928 and the Jewish Contribution to Modern Journalism, Bremen 2011, 393–408.

7

Zur detaillierten literarischen Bestandsaufnahme des Blattes vgl. Hedvig Ujvári, Die Geschichte des Pester Lloyd zwischen 1854–1875, Teil II, in: Magyar Könyvszemle 117 (2001) 3, S. 318–331. http://epa.oszk.hu/00000/00021/00030/0005-24e.html (19. August 2022).

8

Aus dem Süden, in: PL Nr. 141 v. 20. Juni 1874, S. 3 u. Beilage (im Weiteren nur als B angegeben). Durch die Berge, in: PL Nr. 156 v. 9. Juli 1874, S. 2–3 u. PL Nr. 160 v. 14. Juli 1874, B; Arco. Ein Skizzenblatt aus Südtirol, in: PL Nr. 176 v. 1. August 1874, S. 2–3.

9

Wiener Chronik, in: PL Nr. 35 v. 13. Februar 1875, S. 3 u. PL Nr. 47 v. 27. Februar 1875, S. 3 u. B.

10

Laube über Laube, in: PL Nr. 52 v. 4. März 1875, B.

11

Reaktionärrisches (Lustige Skizzen aus trauriger Zeit), in: PL Nr. 138 v. 18. Juni 1875, S. 3 u. B, Fortsetzungen in PL Nr. 141, 145, 148; Aus dunkler Zeit, in: PL Nr. 232 v. 8. Oktober 1875, S. 2–3 u. PL Nr. 235 v. 12. Oktober 1875, B.

12

Korporal Kossuth, in: PL Nr. 114 v. 17. Mai 1876, B.

13

PL Nr. 113 v. 16. Mai 1876, S. 3.

14

Georg Büchner 1813–1831, in: PL Nr. 82 v. 23. März 1878, B u. PL Nr. 86 v. 27. März 1878 u. PL Nr. 88 v. 29. März 1878, B.

15

Iwan Turgenjeff als Dramatiker, in: PL Nr. 23 v. 23. Jänner 1879, B u. PL Nr. 30 v. 30. Jänner 1879, B.

16

Wjera Iwanowna und Feodor Feodorowitsch. Ein Kulturbild aus Halb-Asien, in: PL Nr. 135 v. 16. Mai 1878, B u. PL Nr. 136 v. 17. Mai 1878, B.

17

Bismarck als Redner. Eine Moment-Photographie, in: PL Nr. 45 v. 14. Februar 1888, B und PL Nr. 46 v. 15. Februar 1888, B. Die Liste der im Pester Lloyd erschienenen Feuilletons siehe chronologisch im Anhang.

18

Beginn: PL Nr. 181 v. 1. Juli 1888, 1. Beilage; Ende: PL Nr. 236 v. 26. August 1888, 2. Beilage.

19

PL Nr. 174 v. 24. Juni 1888, 1. Beilage.

20

Ferdinand Groß (1848–1900) war ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Dramatiker, verfasste u. a. mit Max Nordau das Lustspiel „Die neuen Journalisten“.

21

F. Groß, Neues aus „Halb-Asien“, in: PL Nr. 347 v. 15. Dezember 1877, B.

22

Wilhelm Goldbaum (1843–1912) war ein deutsch-österreichischer Schriftsteller, Journalist und Übersetzer.

23

Wilhelm Goldbaum, Das Ghetto und seine Poeten. Teil 4. Karl Emil Franzos, in: PL Nr. 142 v. 23. Mai 1878, B. (Weitere Teile über Leopold Kompert, Aron Bernstein, S. H. Mosenthal und L. von Sacher-Masoch.)

24

PL Nr. 277 v. 6. Oktober 1878, B.

25

PL Nr. 343 v. 11. Dezember 1878, B.

26

Dr. Adolf Silberstein, Taras Barabola, in: PL Nr. 310 v. 10. November 1881, B. Das Feuilleton befasst sich mit Franzos' „Ein Kampf um’s Recht“.

27

Dr. Adolf Silberstein, „Die Reise nach dem Schicksal“, in: PL Nr. 132 v. 14. Mai 1885, 2. Beilage.

28

Dr. Adolf Silberstein, Tragische Novellen, in: PL Nr. 350 v. 19. Dezember 1886, 2. Beilage.

29

PL Nr. 338 v. 7. Dezember 1886, 2. Beilage. Weitere Erwähnungen der Zeitschrift u. a. in Nr. 2 v. 3. Jänner 1887, S. 4; Nr. 92 (A) v. 23. April 1887, S. 2. An dieser Stelle soll nur kurz vermerkt werden, dass es sich dabei um eine Buchrezension der jüngsten Übersetzung des Dramas handelt, und Madáchs philosophisches Denkvermögen wird über sein dichterisches Können gestellt. Das Fazit der Rezension lautet: „So großartig die Ideen Madáchs im einzelnen, so packend viele Scenerien, sein Werk ist kein Drama, ist nur eine Grübelei in dramatischer Form. Trotzdem gebührt dem Übersetzer unser Dank, er hat uns mit einem hochbedeutsamen Werke bekannt gemacht.“ Vgl. Richard Maria Werner, Die Tragödie des Menschen. Dramatische Dichtung von Emerich Madách, nach Eduard Paulays Bühnenbearbeitung übersetzt von Alexander Fischer. Eggenbergsche Buchhandlung (Hoffmann und Molnár), Budapest 1886, in: Deutsche Dichtung, I. Band, 5. Heft, 1. Dezember 1886, S. 126–127. https://hdl.handle.net/2027/njp.32101064479718 (27. November 2022).

30

lb -, „Judith Trachtenberg“, in: PL Nr. 31 (A) v. 9. Februar 1891, S. 4.

31

N. N., Karl Emil Franzos. Die Suggestion und die Dichtung, in: PL Nr. 188 v. 6. August 1892, B.

32

N. N., Die Juden von Barnow, in: PL Nr. 93 (A) v. 18. April 1894, S. 4.

33

Miksa Rothauser (1863–1913, nach 1905 Ruttkay-Rothauser) war ein ungarischer Journalist, Dramatiker und Übersetzer.

34

Max Rothauser, Erstlingswerke, in: PL Nr. 295 v. 8. Dezember 1894, 1. B. (Unter anderem über Meyer, Spielhagen, Heyse, Fontane und Franzos geschrieben.)

35

PL Nr. 3 v. 3. Jänner 1880, S. 3.

36

PL Nr. 260 v. 19. September 1880, 2. Beilage.

37

Inserat v. „Deutsches Familienblatt“, in: PL Nr. 13 v. 13. Jänner 1880, S. 4.

38

Über die jüngste Nummer (20. Jg., I. Quartal), in: PL Nr. 234 (A) v. 12. Oktober 1882, S. 4.

39

„Tägliche Rundschau“, Zeitung für Nichtpolitiker, hg. v. Fr. Bodenstedt.

40

PL Nr. 345 v. 16. Dezember 1883, 2. Beilage.

41

PL Nr. 296 v. 27. Oktober 1883, B. Die Deutsche Revue wurde von Richard Fleischer herausgegeben und erschien im Verlag Eduard Trewendt in Breslau.

42

Siehe Hedvig Ujvári, Max Nordaus Tätigkeit für die „Ungarische Illustrirte Zeitung“, in: Zeitschrift für Religions-und Geistesgeschichte 2006/1, S. 67–72. Auch Hebräisch in: Kesher 40 (2010), Summer, S. 26–29.

43

Aus einsamen Herzen, in: UIZ Nr. 38 u. 39 v. 25. September 1872, S. 302 f.; Der Shylock aus Chorostkow. Ein Charakterbild aus Podolien, in: ebd., S. 310 f. und Nr. 41 v. 9. Oktober 1872, S. 323.

44

UIZ Nr. 41 v. 9. Oktober 1872, S. 328.

45

UIZ Nr. 51 v. 25. Dezember 1872, Ergänzungs-Beilage. Hervorhebungen im Original. Schon einige Wochen früher erschien im Ungarischen Lloyd folgende Nachricht: „Die Pest-Wiener literarisch-artistische Anstalt der Gebrüder Deutsch bereitet für das kommenden Jahr ein großes journalistisches Unternehmen, ein illustrirtes Wochenblatt: ,Neue illustrirte Zeitung‘ vor, welches in Wien erscheinen soll.“ In: Ungarischer Lloyd, Nr. 283 v. 6. Dezember 1872, S. 6. Schreibweisen des Originals (illustrirte, Illustrirte).

46

Die Signatur des Blattes (H 19.651) ist noch in den Katalogen aufspürbar, aber die sporadisch verzeichneten Jahrgänge sind in der Széchényi-Nationalbibliothek nicht mehr vorhanden. Vgl. Hedvig Ujvári, Die Verortung und Bedeutung der Neuen Illustrirten Zeitung im Pressewesen der Monarchie, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich 2010/2, S. 51–56.

47

Ungarischer Lloyd, Nr. 21 v. 26. Januar 1873, S. 5. Zwei Monate später veröffentlichte dasselbe Organ eine illustrierte Anzeige, um die Aufmerksamkeit der Leser abermals darauf zu lenken. Vgl. Ungarischer Lloyd, Nr. 68 v. 22. März 1873, S. 16. Dass das Blatt für Furore sorgte und binnen kurzer Zeit zum Begriff wurde, bezeugt auch die Unterschrift einer anderen Announce: „Die rührige Verlagsbuchhandlung der Gebrüder Deutsch in Budapest und Wien hat sich entschlossen, mit Beginn der Wiener Weltausstellung eine ,Illustrirte Wiener Weltausstellungs-Galerie‘ in Lieferungen herauszugeben.“ In: Ungarischer Lloyd, Nr. 67 v. 21. März 1873, S. 6. Zwei Tage später erschien auch eine Anzeige zu diesem Werk, die folgenderweise unterzeichnet wurde: „Die Herausgeber der ,Neuen Illustrirten Zeitung‘. Wien, Schulstraße 3.“ In: Ungarischer Lloyd, Nr. 69 v. 23. März 1873, S. 16.

48

Der in Pest geborene Max Konody (?–1897) begründete u. a. das Pester Journal, das Neue Pester Journal, weiters die Wiener Illustrirte Zeitung sowie die Elegante Welt. In den 1890er Jahren zog er nach London, wo er ebenfalls als Journalist tätig war.

49

Die ersten literarischen Versuche des Niederösterreichers Johannes Nordmann (eigentlich Rumpelmayer, ab 1866 Pseud., 1820–1887) erschienen im Wanderer. Nachdem er Frankreich, Deutschland und die Schweiz bereist hatte, fand er sich 1848 wieder in Wien ein, wo er unter anderen für Die Zeit, 1853–1854 für den Salon tätig war. 1858 weilte er in Belgien, 1860–1869 war er redaktionell wieder dem Wanderer verbunden, danach der Neuen Freien Presse. Siehe E.[merich] Ranzoni: Johannes Nordmann, in: Neue Illustrirte Zeitung 1875, Nr. 35, S. 7. Im weiteren NIZ.

50

Ludwig Carl Zamarski (1824–?): Lithograf, Drucker und Redakteur. Aus seinem Unternehmen entstand die Firma „Steyrermühl“, die als Eigentümer, Verleger und Druckereibesitzer bei der Herstellung des Blattes wirkte.

51

Otto Fuchs (1852–1930): österreichischer Journalist und Schriftsteller.

52

An die Leser, in: NIZ, 1884, Nr. 27, S. 1.

53

An die Leser, in: NIZ, 1886, Nr. 53, S. 867.

54

Balduin Groller (eigentlich Béla Goldschneider, 1848, Arad – 1916, Wien) ging in Dresden aufs Gymnasium, studierte danach in Wien Jura. Er veröffentlichte u. a. humoristische Schriften in der Wiener Illustrirten Zeitung, im Sonn-und Feiertags-Kurir, in der Gartenlaube sowie im Neuen Pester Journal.

55

Moschko von Parma, in: NIZ 1875, Nr. 37–52 in Fortsetzungen.

56

Ein Opfer, in: NIZ 1881, Nr. 1–5; Melpomene, in: NIZ 1884, ab Nr. 1; Der Stumme, in: NIZ 1884, ab Nr. 29.

57

Aus Börne’s Leben, in: NIZ 1886, Nr. 33, S. 538 f., 533 (Illustration); Gustav Freytag, in: NIZ 1886, Nr. 42, S. 679 f. u. 682, 677 (Illustration).

58

Josef Victor von Scheffel, in: NIZ 1886, Nr. 30, S. 487 f. u. 430 f., Illustrationen: S. 485 u. 488; Aus Scheffel’s Sturm-und Drangzeit, in: NIZ 1886, Nr. 31, S. 503, 506 f.; Neues von Scheffel, in: 1886, Nr. 35, S. 570 f.

59

Frauenleben in Halb-Asien, in: NIZ 1886, Nr. 51, S. 823–827 u. 839; Nr. 52, S. 839, 842 ff.

60

NIZ 1884, Nr. 27 v. 30. März 1844, S. 419 und 422.

61

NIZ 1885. Nr. 1, S. 11 und Nr. 2, S. 30.

62

NIZ 1885, Nr. 28, S. 435.

63

NIZ 1886, Nr. 43, S. 695 und 698 f.

64

Novellen in Versen. Besprochen von K. E. Franzos, in: NIZ 1880, Nr. 37, S. 583; Rez. zu „Der Präsident“. Von K. E. Franzos, in: NIZ 1884, Nr. 16, S. 255.

65

N. N., „Aus Halb-Asien“, in: NIZ 1876, Nr. 28, S. 446; B. Chiavacci, „Moschko von Parma“, in: NIZ 1880, Nr. 32, S. 509; N. N., Karl Emil Franzos, in: NIZ 1882, Nr. 14, S. 211, Illustration auf S. 212.

66

NIZ 1887, Nr. 1, S. 14.

67

Vgl. Hedvig Ujvári, Von Lloyd zu Lloyd. Die pressehistorische Verortung des Ungarischen Lloyd (1867–1876) im deutschsprachigen Pressewesen Ungarns, in: Jahrbuch der Ungarischen Germanistik 2006, S. 42–68.

68

Adolf Silberstein redigierte 1872 die Ungarische Illustrirte Zeitung, die aber am Ende des Jahres eingestellt wurde. Vgl. Hedvig Ujvári, Ein Beiblatt des Pester Lloyd: Die Ungarische Illustrirte Zeitung, in: Magyar Könyvszemle 121 (2005) 1, S. 80–91. https://epa.oszk.hu/00000/00021/00044/Ksz2005-1-04.htm#05 (19. August 2022).

69

Das Christusbild. Eine Geschichte aus Podolonien, weiterhin Bilder aus Podolonien I–V; sowie Ein Wunder. Eine Geschichte aus Podolonien. Detailliert siehe im Anhang.

70

Pester Licht-und Schattenbilder. Bei den Verworfenen und Elenden. Detailliert siehe im Anhang.

71

Ein Epos aus Ungarns Geschichte, in: UL Nr. 7 v. 10. Januar 1873, S. 1–4, Nr. 8 v. 11. Januar 1873, S. 1–5 und Nr. 11 v. 15. Januar 1873, S. 1–3.

72

Kossuth’s Mitverschworenen, in: UL Nr. 267 v. 17. November 1872, S. 1–4; Ein Kossuth wird gesucht! Lustige Geschichten aus trauriger Zeit, in: UL Nr. 62 v. 15. März 1873, S. 1–4.

73

Graf Beust und die Gymnasiasten, in: UL Nr. 292 v. 17. Dezember 1872, S. 2–4.

74

Neue Gedichte von Ada Christen, in: UL Nr. 15 v. 19. Januar 1873, S. 8; Spätlinge eines Verschollenen (Cyclamen. Von W. Constant), in: UL Nr. 69 v. 23. März 1873, S. 8.

75

Weihnachtsfeier der Waisen, in: UL Nr. 299 v. 25. Dezember 1872, S. 4; Ein stilles Feuilleton, in: UL Nr. 300 v. 28. Dezember 1872, S. 1–5; Zur Jahreswende, in: UL Nr. 1 v. 1. Januar 1873, S. 1–2.

76

Rumänisches Frauenleben, in: UL Nr. 287 v. 11. Dezember 1872, S. 1–5; Pariser Silhouetten, in: UL Nr. 9 v. 12. Januar 1873, S. 8. Die vollständige Liste der im Ungarischen Lloyd erschienenen Feuilletons siehe im Anhang.

77

Vgl. Hedvig Ujvári, Zwischen Bazar und Weltpolitik. Die Wiener Weltausstellung 1873 in Feuilletons von Max Nordau im Pester Lloyd, Berlin 2012.

78

Salamander, Ausstellungsbriefe I, in: UL Nr. 92 v. 22. April 1873, S. 1–2.

79

Salamander, Ausstellungsbriefe II, in: UL Nr. 99 v. 30. April 1873, S. 1–2.

80

Karl Emil Franzos, Wiener Weltausstellungs-Bilder I. Die Eröffnung, in: UL Nr. 101 v. 3. Mai 1873, S. 1–3.

81

S. Im Vestibule des Industriepalastes, in: UL Nr. 108 v. 10. Mai 1873, S. 1–2.

82

Salamander, Ausstellungsbriefe, in: UL Nr. 138 v. 18. Juni 1873, S. 1–2.

83

Franzos, Wiener Weltausstellungs-Bilder, S. 1–3.

84

Salamander, Ausstellungsbriefe III, in: UL Nr. 104 v. 6. Mai 1873, S. 1–2.

85

Franzos, Wiener Weltausstellungs-Bilder, S. 1–3.

86

Hervorhebung im Original. CPJ Nr. 1 v. 11. Juli 1872, S. 1.

87

CPJ Nr. 25 v. 8. August 1872, S. 5.

88

Pester Journal Nr. 184 v. 7. August 1872, S. 4 f.

89

Bekannt gegeben in: Pester Journal, Nr. 199 v. 27. August 1872, S. 1.

90

(Constitutionelles) Neues Pester Journal Nr. 53 v. 12. September 1872, S. 1.

91

Ede Neumann, A fővárosi napisajtó fejlődése [Die Entwicklung der hauptstädtischen Tagespresse], in: Typographia Nr. 7 v. 16. Februar 1923, S. 2.

92

Vgl. Hedvig Ujvári, Das Neue Pester Journal. Die Geschichte des Blattes von den Anfängen bis 1878, in: Magyar Könyvszemle 119 (2003) 2, 241–252. https://epa.oszk.hu/00000/00021/00037/pdf/MKSZ_EPA00021_2003_119_02_241-252de.pdf (19. August 2022).

93

Die Werke Chinesisches (NPJ Nr. 72 v. 28. März 1873, S. 1–3) und Indisches (NPJ Nr. 54 v. 5. März 1873, S. 1–2) sind als Original-Feuilletons bezeichnet. Ansonsten handelt es sich um Übernahmen: Geschichten meiner Großmutter I–V, zwischen Nr. 3 v. 4. Januar und Nr. 31 v. 7. Februar 1873 erschienen; Graf und Wildschütz. Eine lustige Geschichte, in: NPJ Nr. 56 v. 7. März 1873, S. 1–2; Ein Mitglied der „Therese“. Eine Geschichte aus der Bach-Zeit, in: NPJ Nr. 58 v. 9. März 1873, S. 1–2; Wessen Schuld. Eine alltägliche Geschichte, in: NPJ Nr. 63 v. 16. März 1873, S. 1–2; Geheilt! Eine Geschichte für Witwen, in: NPJ Nr. 67 v. 21. März 1873, S. 1–2.

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