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Katalin Berecz Faculty of Information Technology and Bionics, Pázmány Péter Catholic University, Hungary

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https://orcid.org/0009-0000-0699-1587
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Abstract

The paper is dealing with 194 Aucissa brooches from 27 sites in the Roman province of Pannonia, based on the results and methodology of international archaeological and historical research. Aucissa fibulae, as costume items, are one of the leading artefacts of the early imperial period, initially used mainly by soldiers (sagum), and are therefore an important archaeological source for the Roman expansion, occupation and Romanisation. In Pannonia 98% of the Aucissa fibulae were recovered from settlements, mainly from the early layers of military forts and later towns. The material of the fibulae is bronze, there is only a single known item being silver-plated. The formal, technological and chronological analysis of the Aucissa fibulae in Pannonia is followed by a costume, historical and archaeological analysis. The Aucissa brooches in Pannonia can be dated from the beginning of the 1st century A.D. to the first decades of the 2nd century A.D. The earliest types (subtypes A242.1,2,3) are found in military forts along the Roman expansion trail. The Aucissa brooches come from the areas of the East–West military expansion route (the Drava-Save interfluve, Siscia, Sirmium, Gomolava), the North–South expansion route to the Danube (Amber Road, Salla, Savaria, Carnuntum) and the Danube limes (Brigetio, Matrica, Rittium). The smaller number of later types of fibulae (subtypes A242.4,5,6) found in the interior of the province of Pannonia (vici) indicates a process of Romanisation of the local population (Bátaszék, Csákberény, Mezőörs). The Aucissa brooches can also refer to cultural and trade relations with the Barbaricum (Púchov culture); they can indicate the movement of the Roman army (Devín, Mušov) and also the mobility of people (Veresegyház, Szeged). In some places Aucissa brooches later appeared in the clothing of civilians and women (Emona).

Abstract

The paper is dealing with 194 Aucissa brooches from 27 sites in the Roman province of Pannonia, based on the results and methodology of international archaeological and historical research. Aucissa fibulae, as costume items, are one of the leading artefacts of the early imperial period, initially used mainly by soldiers (sagum), and are therefore an important archaeological source for the Roman expansion, occupation and Romanisation. In Pannonia 98% of the Aucissa fibulae were recovered from settlements, mainly from the early layers of military forts and later towns. The material of the fibulae is bronze, there is only a single known item being silver-plated. The formal, technological and chronological analysis of the Aucissa fibulae in Pannonia is followed by a costume, historical and archaeological analysis. The Aucissa brooches in Pannonia can be dated from the beginning of the 1st century A.D. to the first decades of the 2nd century A.D. The earliest types (subtypes A242.1,2,3) are found in military forts along the Roman expansion trail. The Aucissa brooches come from the areas of the East–West military expansion route (the Drava-Save interfluve, Siscia, Sirmium, Gomolava), the North–South expansion route to the Danube (Amber Road, Salla, Savaria, Carnuntum) and the Danube limes (Brigetio, Matrica, Rittium). The smaller number of later types of fibulae (subtypes A242.4,5,6) found in the interior of the province of Pannonia (vici) indicates a process of Romanisation of the local population (Bátaszék, Csákberény, Mezőörs). The Aucissa brooches can also refer to cultural and trade relations with the Barbaricum (Púchov culture); they can indicate the movement of the Roman army (Devín, Mušov) and also the mobility of people (Veresegyház, Szeged). In some places Aucissa brooches later appeared in the clothing of civilians and women (Emona).

Fragestellung, Forschungsziele, Terminologie

Die Aucissafibeln1 (Almgren 242) sind eine der Fibelgruppen der frühen Kaiserzeit mit der größten Anzahl und Variabilität sowie der weitesten Verbreitung. Ihre Mehrheit ist in die Zeit der Kaiser Augustus und Tiberius zu datieren, doch kann ihre Verwendung vom letzten Viertel des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. und mancherorts sogar zum Anfang des 2. Jahrhunderts beobachtet werden.2 Bei diesem außerordentlich einfachen Fibeltyp mit gebogenem Bügel verzichtete man auf komplizierte technische und Verzierungsverfahren; typisch für ihn sind die einheitliche Verarbeitung und Konstruktion. Auf einzigartige Weise in der römerzeitlichen Metallkunst wurde in die Aucissafibeln der Name des Herstellers oder Auftraggebers geschlagen.3 Zum Namensgeber dieses Typs wurde der als Inschrift am häufigsten vorkommende Name keltischer Herkunft AVCISSA, obwohl außer ihm auf den Fibeln noch ungefähr 40 weitere Namen vorkommen. Die Benennung Aucissa bezieht sich auch auf die ähnlich geformten unbeschrifteten Exemplare, die mehr als 96% des Typs ausmachen.4

Die Aucissafibeln gehören zu den zweigliedrigen Scharnierfibeln mit Nadelkonstruktion.5 Es ist die technische Neuheit der Gruppe, dass der Fibelkörper und die Nadel nicht mehr aus einem Stück gemacht sind wie bei den eingliedrigen Federfibeln, sondern der üblicherweise bronzene, selten eiserne oder silberne Fibelkörper und auch die bronzene oder eiserne Nadel gesondert geschmiedet wurden. Der Verbindung beider diente die bronzene oder eiserne Achse, die am Ende des Bügels bei den frühen Typen seltener in die durch Guss und bei den späteren Typen häufiger durch Streckung geschaffene Hülse gesteckt wurde. Den beiden Enden der Hülse waren je ein gewölbter Knopf angepasst, um die Achse zu fixieren. Die erste Hälfte des Bügels hatte steil aufsteigende Halbkugelform. Für den Querschnitt der frühen Exemplare war eine breite, bandförmig flache Form typisch, später wird der D-Querschnitt herrschend, der in der Mitte durch eine Längsrippe gegliedert war. Die Inschrift auf der Fibel steht üblicherweise auf der sich verbreiternden, gebogenen Außenseite des Bügels zur Achshülse hin. Die andere Bügelhälfte endet über dem Nadelhalter üblicherweise in einem geraden kurzen Knopf. Der Nadelhalter ist meist dreieckig.

Die Aucissafibeln wurden in der Zeit von Julius Caesar und Kaiser Augustus vor allem von Soldaten getragen, deshalb verbreiteten sie sich im Zuge der römischen Eroberung auf einem großen Territorium und sind als Leitfund der Augustus–Claudiuszeit zu betrachten.6 Der hochbogige Bügel der Fibel hielt über der kurzen tunica auf der rechten Schulter den viereckigen Wollmantel der Soldaten (sagum, paludamentum) zusammen.

Der Gebrauch der Aucissafibeln beschränkte sich jedoch nicht ausschließlich auf die soldatische, ja nicht einmal auf die Männertracht. Über diese Frage entwickelte sich in der Forschung eine lebhafte Debatte.7 Man beobachtete, dass Aucissafibeln in Siedlungen auf dem Land seltener vorkommen (Inner-Gallien, Raetia8) und ihre Zahl auch auf zivilen Friedhöfen gering ist (Wederath9) – selbst wenn sich in letzterer Zeit ihre Anzahl zu erhöhen schien (Alzey,10 Titelberg,11 Virunum). In der Männertracht war üblicherweise eine einzige Fibel ausreichend zur Befestigung des Mantels, weshalb die paarweise Fibeltracht an sich bereits auf Frauen hinweisen kann.12 Im Grab 3 des Heimstettener Gräberfeldes war ein Element der Mehrfibeltracht eine Aucissafibel.13 Im Kindergrab 69 von Moers-Asberg/Asciburgium fand sich eine aufgrund der Form und der Beigaben etwa in die Jahre 30–63 n. Chr. zu datierende Aucissafibel – ein erneuter Beweis für das Vorkommen des Fibeltyps in zivilem und nicht soldatischem Zusammenhang.14

Die Aucissafibeln sonderte erstmals 1897 O. Almgren (Typ 242) ab, mit der Feststellung, dass sie im barbarischen Norddeutschland nur wenig bekannt sind.15 Die Benennung „Aucissa“ führte 1901 E. Ritterling bei der Veröffentlichung des Halterner Materials in die Fachliteratur ein.16 Seitdem wird dieser Typ der Scharnierfibeln so genannt, auch wenn sich der Name Aucissa oder ein anderer nicht darauf finden. Die neueren Aufarbeitungen kennzeichnen die Aucissafibeln mit jeweils anderen Typennummern, demgemäß, wie sie an einem gegebenen Fundort in der Reihe der analysierten Fibeln folgen. Die einzelnen Aufarbeitungen haben die Bestimmung „Almgren Typ 242“ nicht grundsätzlich tangiert, aber daneben wurde auch einheitlich die Bezeichnung Aucissa gebraucht. (Tabelle 1)

Tabelle 1.

Benennung der Aucissafibeln und ihrer Varianten (vgl. Abb. 2)

AutorJahrTypen
Patek1942C1
Lerat1956, 1979II,1,B
Böhme19728
Ettlinger19732829303131
Rieckhoff197511
Jobst19751
Riha19795.15.25.45.35.5
Hattatt1982Aucissa
Feugère198522a1, a2a, a2b22b1, b222c22d22e23a,b,c
Faudet1992III 18
Erice Lacabe1995192021222324
Rey-Vodoz19985.05.25.4
Mariné Isidro200110
Berecz2023A 242.1A 242.2A 242.3A 242.4A 242.5A 242.6

Seit dem Grundlagenwerk O. Almgrens konnten auch die Untertypen und Varianten der Aucissafibeln bestimmt werden. Als Vorbild der Aucissafibeln dienten die Fibeln mit Blechbügel und Scharniernadelkonstruktion, deren frühe Produktionszentren sich in Norditalien oder Nordgallien befunden haben können.17 J. Werner hielt die Scharnierfibeln mit Blechbügel für das Vorbild der Aucissafibeln.18 Diese Meinung vertrat später auch S. Rieckhoff, die die Aucissafibeln von den La Tène-Fibeln herleitete und annahm, dass die Aucissafibeln die Fibeln „Hofheim Typ IV b–ab“ ablösten und vermutlich in Gallien entstanden.19

Seit Kurzem empfahl sich als zweckmäßig, neben den Fibeln mit Inschrift AVCISSA den Untertyp mit Inschrift DVRNACVS und seine Varianten abzusondern (Erice Lacabe 20.5), weil die genau umreißbare Ausdehnung auf selbstständige Werkstattkreise hindeutet.20 Die Verbreitung der Fibeln mit Inschrift DVRNACVS weist Verdichtung in Dalmatien, Mittelitalien und im spanischen Meseta-Gebiet auf.21

Demgegenüber vermuteten E. Riha und E. Ettlinger, obwohl sie die Scharnierfibeln mit Blechbügel ebenso als Frühvariante der Aucissafibel betrachteten, ihren Ursprung in Norditalien oder auf der Iberischen Halbinsel.22 Bei der Aufarbeitung der Fibeln von Lauriacum (Lorch an der Enns) nahm auch W. Jobst für die italische Herkunft Stellung.23 Neuerlich hat R. Erice Lacabe die Frage offen gelassen und gegenüber der norditalischen die spanische Herkunft nicht als bewiesen betrachtet; nur im Fall einzelner Untertypen und Varianten setzte er eine Lokalwerkstatt voraus.24

Die Aucissafibeln wurden in der Augustuszeit vor allem von Soldaten getragen,25 wie auch ihr zahlreiches Vorkommen in Kastellen der Augustuszeit belegt.26 Ihre Exemplare mit klassischer Form und sich bandartig verbreiterndem Bügel wurden sogar bis in die flavische Zeit benutzt. Die genauere Datierung der Untertypen der Aucissafibeln ermöglichen heute schon viele Exemplare aus mit Münzen datierten Gräbern oder den Schichten von Siedlungen und Militärlagern.

Infolge der neuen Fragestellungen aufgrund von Forschungen und Entdeckungen in den Provinzen des Römischen Reiches ist die Situation heute also reif für eine gemeinsame Bewertung der alten und neuen pannonischen Aucissafibeln. Nach den mehr als ein halbes Jahrhundert alten monographischen Aufarbeitungen27 hat sich das Fundmaterial bis heute so erfreulich vermehrt (s. Arrabona, Mursella, Salla, Savaria), dass in der vorliegenden Arbeit schon 194 Fibeln von 27 Fundorten analysiert werden können. Mit der Aufarbeitung und Neubewertung der pannonischen Aucissafibeln beabsichtige ich, dieser Quellengruppe den ihrer Bedeutung entsprechenden Platz auch in der pannonischen Forschung zu verschaffen (Abb. 1).

Abb. 1.
Abb. 1.

Die Verbreitung der Aucissafibeln in Pannonien. 1: Árpás/Mursella; 2: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum; 3: Batina/Kiskőszeg/Ad Militare; 4: Bátaszék; 5: Budapest/Aquincum-Bécsi út 58. ; 6: Budapest/Aquincum-Sajka u. 4. ; 7: Csákberény; 8: Dalj/Teutoburgium; 9: Dumbovó/Dumbó; 10: Győr/Arrabona; 11: Héreg-Temetőhegy; 12: Hrtkovci/Herkóca/Gomolava; 13: Komárom-Szőny/Brigetio; 14: Ljubljana/Emona; 15: Mezőörs; 16: Novi Banovci/Burgenae; 17: Novo Mesto/Rudolfswerth; 18v Osijek/Eszék/Mursa; 19: Paks-Gyapa; 20: Ptuj/Poetovio; 21: Sisak/Sziszek/Siscia; 22: Sremska Mitrovica/Sirmium; 23: Surduk/Szurdok/Rittium; 24: Százhalombatta/Matrica; 25: Velemszentvid; 26: Zalalövő/Salla; 27: Gradišče nad Čepno pri Knežaku

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Forschungsgeschichte, Forschungssituation

Da das Vorkommen von Aucissafibeln allgemein überall als Beweis militärischer Anwesenheit und römischer Eroberung gilt bzw. in einzelnen Siedlungen als Zeichen der Romanisierung betrachtet wird, hat die internationale Forschung in den letzten Jahrzehnten großen Wert auf die Analyse dieses Fibeltyps gelegt. Die Aucissafibeln dienen mit wichtigen Angaben für die Analyse des Übergangs von der späten La Tène D bis zur frührömischen Periode, weil mit ihrer Hilfe der früheste Siedlungshorizont der römischen Kaiserzeit greifbar wird.28 Die in letzter Zeit zunehmend hohe Zahl von Aucissafibeln liefert auch neue Gesichtspunkte zur Erforschung der Militärlager und frühkaiserzeitlichen Kriegsgeschichte. Dieser Fibeltyp wird durch seinen guten Datierungswert zu einer ähnlich bedeutenden archäologischen Quelle wie die frühen terra sigillata ebenfalls italischer Herkunft.

Obwohl die Aucissafibeln im Laufe des 1. Jahrhunderts n. Chr. in Legionslagern und Zivilsiedlungen des riesigen Gebietes zwischen Britannia und dem Euphrat zu finden sind, hat diesen Typ bisher keine zusammenfassende, selbstständige Monographie behandelt. Eine von zahlreichen Forschern vermisste Aucissa-Monographie würden die Schaffung der authentischen typologischen und chronologischen Reihenfolge sowie die genauere Bestimmung der lokalen Werkstätten ermöglichen.29

Die bisherigen Systematisierungen mit zusammenfassendem Anspruch gingen in erster Linie vom Fundmaterial je einer Militär- oder Bürgersiedlung aus und versuchten, für das gesamte Reich gültige formale und chronologische Folgerungen zu ziehen. S. Rieckhoff befasste sich in ihrer Aufarbeitung des Fundmaterials aus dem zum Hüfingener Kastell gehörenden vicus detailliert mit den Aucissafibeln (1975), E. Riha arbeitete das Fundmaterial von Kaiseraugst auf (1979, 1994).

Die Autoren der sich auf größere Regionen konzentrierenden Aufarbeitungen haben entweder die modernen politischen Grenzen für maßgeblich gehalten oder das Fundmaterial gut eingrenzbarer geographischer Einheiten gesammelt. E. Ettlinger analysierte das Schweizer Fibelmaterial (1973), S. Demetz’ Sammelgebiet war das norditalienische Südtirol (1999). Den Gegenstand von M. Feugère’s methodologisch mustergültigem, grundlegendem Werk stellte das Fibelmaterial von Mittelgallien dar (1985)30 und neuerdings haben R. Erice Lacabe (1995) 192 Fibeln des nordöstlichen Teils der Iberischen Halbinsel und M. Mariné Isidro (2001) 198 Stück des Meseta-Gebietes analysiert. Die Zusammenstellung der bisher vollständigsten Fundliste von Aucissafibeln, die sich in Ausmaß und Anspruch auf das gesamte Reich erstreckt, jedoch ausschließlich auf der Fachliteratur beruht, findet sich in der Arbeit von R. Erice Lacabe, die später sein Landsmann M. Mariné Isidro ergänzt hat.31

In dieser Studie versuche ich, innerhalb der Grenzen einer römerzeitlichen Verwaltungseinheit, der Provinz Pannonia, die Aucissafibeln zusammenfassend zu behandeln. Mein Ziel ist die Klassifizierung der Formen der gesammelten Fibeln, ihre chronologische Einordnung und die Zusammenfassung der aufgrund ihrer Analyse zu ziehenden historischen Schlussfolgerungen.

Aucissafibeln in Italien und im Alpenvorland

Der am weitesten verbreiteten Ansicht nach sind die Aucissafibeln italischer Herkunft.32 Ihre Produktion begann vermutlich in einer norditalischen Werkstatt in der späten Republikzeit und die größte Menge von ihnen wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. hergestellt.33 Nach vereinzelten Angaben wurde dieser Fibeltyp auch noch im letzten Drittel des 1. Jahrhunderts produziert34 und sogar die Möglichkeit seiner Herstellung im 2. Jahrhundert wurde erwogen.35 Der angenommene früheste Produktionsbereich der Aucissafibeln konnte Norditalien sein, aber leider lässt die den heutigen Forderungen entsprechende Aufarbeitung der kleinen Funde mit Datierungswert in diesem Gebiet noch auf sich warten.36 Die riesige Menge von Militäraufträgen lässt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die lokalen Werkstätten sich auch innerhalb der Legionslager befanden. In den Zeiten nach Augustus haben die Aucissafibeln nicht mehr nur Militäransprüche erfüllt, wie es sich auch an ihrem Vorkommen in Zivilsiedlungen zeigt.37

Für die italische Herkunft der Aucissafibeln spricht auch eine Konstruktionslösung dieses Typs. Die Anbringung der Aucissafibelnadel mittels Scharnier ist eine typisch mediterrane Eigentümlichkeit und der keltischen und germanischen Produktionstradition fremd.38 In der frühen Kaiserzeit sind in den nördlich der Alpen eroberten Gebieten, die von Kelten und germanischen Völkern bewohnt waren, und im germanischen Barbaricum viele Fibeln bekannt, an denen zwar der an die Aucissafibeln erinnernde hohe Bogen und der breiter werdende Nadelhalter zu erkennen sind, die aber einheitlich Federkonstruktion haben (z. B. Almgren 2 und Almgren 22).39

Der Übergang von La Tène D zur frühen Kaiserzeit kann gut an den fortlaufend genutzten Friedhöfen von Ornovasso und Giubiasco studiert werden. Im Friedhof von Giubiasco werden die Aucissafibeln enthaltenden Grabkomplexe 86, 93, 106, 151 und 362 durch keltische Fibeln und Keramik ins 1. Jahrhundert n. Chr. datiert.40

Für die norditalische Herkunft der Aucissafibeln spricht, dass sie im südlichen Alpenvorland zu allererst in ziviler Umgebung auftreten.41 Die Friedhöfe von Ornovasso (Persona, S. Bernard) wurden zwischen 100 v. Chr. und 100 n. Chr. ständig genutzt, was zahlreiche Münzbeigaben datieren.42 Bei der detaillierten horizontalstratigraphischen Untersuchung dieser Friedhöfe konnte Phase VI abgesondert werden, und von diesen kommen die Aucissafibeln in den Phasen IV und V des Gräberfeldes von Ornovasso vor.43 In der Phase IV der Friedhöfe von Ornovasso, die auf die Zeit von 15 v. Chr. bis 20 n. Chr. zu datieren ist, befindet sich der in der Augustuszeit am meisten verbreitete Untertyp A242.2.44 In der zwischen 20 v. Chr. und 55 n. Chr. datierbaren Phase V der Friedhöfe von Ornovasso existieren die augusteische Formen weiter, aber neben den gegliedert bandförmigen Bügelquerschnitten werden die D-förmigen oder runden Formen häufiger.45 In Phase VI der Nutzung der Friedhöfe von Ornovasso in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. fehlen bereits die Aucissafibeln, was nur die Änderung der Lokalmode spiegelt, aber keine allgemeine Erscheinung weder im norditalischen noch im Gebiet anderer Provinzen ist.

In Südtirol erschienen im Heiligtum von Mechel unter den Votivgaben die Aucissafibeln um 20 v. Chr. und finden sich fortlaufend bis in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. An diesem Fundort zeigen neben den Fibeln der Typen Jezerine, Almgren 2 und 18b2 die Aucissafibeln (12 St.) den Übergang von der späten La Tène- zur frührömischen Kaiserzeit an.46 In Südtirol ist die Aucissafibel bisher an sieben Orten bekannt, davon kommt in einem Fall der Name AVCISSA (Kurtatsch) vor.47 Besonders interessant ist die mit einer Traianus-Münze datierbare Aucissafibel in Stufles, da sie beweist, dass der Typ in Südtirol auch nach dem 1. Jahrhundert n. Chr. in Gebrauch war.48 Neuerlich fand sich im Friedhof von Neumarkt in Südtirol im Grab 20 eine Fibel Typ A242.2 zusammen mit Keramik frühen Typs, Öllampe und Münze (as) von Claudius (41–50 n. Chr.)49 bzw. im Grab 23 eine Fibel A242.4 mit einer sogenannten „Armbrust“-Fibel und Münze von Domitianus (81 n. Chr.).

Die große Menge Aucissafibeln von norditalischen Fundorten unterstützt an sich schon die Möglichkeit der Annahme der italischen Werkstatt.50 Andererseits kann nicht bei allen Varianten eine italische Produktion angenommen werden, weil zum Beispiel mehrere Untertypen und Varianten in Italien überhaupt nicht vorkommen (z. B. Erice Lacabe 20.5, 22.1).

Aucissafibeln in Provinzen außerhalb Italiens

Mit Beginn der römischen Kaiserzeit erschienen im Römischen Reich neue Fibeltypen mit wechselnden Formen, die in lokalen und größere Gebiete beliefernden Werkstätten produziert wurden.51 Unter ihnen ragt mit ihrer Regionen überspannenden Verbreitung und einheitlichen Form die Aucissafibel hervor. In der Augustuszeit waren nördlich der Alpen, besonders an Donau und Rhein, vor allem Soldaten die Verbreiter der Aucissafibeln; sie verwendeten den Fibeltyp zur Befestigung ihrer Mäntel.

Die Aucissafibeln fehlen in süddeutschen späten La Tène-Siedlungen. In diesen Gebieten erschienen sie erst später nach der römischen Besetzung.52 Demgegenüber ist in Mittelgallien, an der Nordküste des Mittelmeeres und an den Südausläufern der Alpen (Friedhöfe Dalmatiens, Oberitaliens) die Aucissafibel ein häufiger Fund in früh datierbaren Siedlungen und Friedhöfen der örtlichen Bevölkerung.53 Die Aucissafibeln, die in einer germanischen Siedlung 9 km südwestlich vom auch als Station des Aufmarsches gegen Maroboduus dienenden Militärlager der Augustuszeit in Marktbreit gefunden wurden, sind der Beweis dafür, dass in dem Raum nach dem Erscheinen der Römer sofort Kontakte zur lokalen germanischen Bewohnerschaft entstanden.54

Aucissafibeln in großer Zahl fanden sich in der augusteischen Phase der Militärlager am rheinischen Limes (Haltern-Horizont).55 Mit dem Studium der Verbreitung der Aucissafibeln und der frühen terra sigillata (Arretina) lassen sich Angaben zu dem Prozess bzw. der Richtung der militärischen Besetzung des Raumes gewinnen.56 Im Fundmaterial der Lager am Rhein bilden die Aucissafibeln in der Augustuszeit einen bedeutenden, bestimmenden Teil der Fibelkomplexe (Haltern 64%, Neuss/Novaesium 24%, Xanten/Vetera 50%, Nijmegen-Kopseplateau 40%, Vindonissa 41%, Alzey vicus 30%).57 Die neueren Angaben modifizierten im Fibelmaterial des Halterner Lagers den auch vorher schon für sehr hoch gehaltenen Anteil der Aucissafibeln auf 75%.58 Die bisher bekannten frühesten Exemplare der Aucissafibeln in Deutschland wurden im Niederrheingebiet in den während des Drusus-Feldzuges (12–8 v. Chr.) geschaffenen römischen Militärlagern gefunden: Oberaden an der Lippe,59 Asciburgium, Haltern,60 Dangstetten,61 Anreppen,62 aber es gibt sie auch in einzelnen Lagern der Claudiuszeitphase (Hofheim,63 Rheingönheim64). Die früheste Bauperiode des Militärlagers Vindonissa (Phase 1a) datieren Aucissafibel und Augustusmünze (10 v. Chr. – 3 n. Chr.).65 (Tabelle 3, Abb. 2)

Tabelle 2.

Mit Münzen datierte Aucissafibeln

Fundort und GrabMünzeLiteratur
Ornavasso-Persona, Grab 10

A 242.2 (Stufe IV)
Augustus (18–2 v. Chr.)

Augustus/Tullus (3–2 v. Chr.)

Augustus/Agrippa (3–2 v. Chr.)
Graue (1974) 140
Ornavasso-Persona, Grab 52

A 242.2 (Stufe IV)
Augustus/Otho (3–2 v. Chr.)Graue (1974) 141
Ornavasso-Persona, Grab 53

A 242.2 (Stufe IV)
Augustus/Surdinus (16–15 v. Chr.)

Augustus/Piso (16–15 v. Chr.)
Graue (1974) 141
Ornavasso-Persona, Grab 92

A 242.2 (Stufe IV)
Augustus/Rufus (16–15 v. Chr.)Graue (1974) 142
Ornavasso-Persona, Grab 27

A 242.2 (Stufe V)
Augustus (18–2 v. Chr.)

Augustus/Piso (16–15 v. Chr.)

Tiberius (9–11 v. Chr.)
Graue (1974) 142
Ornavasso-Persona, Grab 149

A 242.4 (Stufe V)
Augustus/Quintilianus (3–2 v. Chr.)

Augustus/Otho (3–2 v. Chr.)

Agrippa (30–37 n. Chr.)
Graue (1974) 142
Augst, R/15, Grab 2 (A 242.5.)TiberiusRiha (1979) 121
SisciaAgrippaPatek (1942)
Neumarkt, Grab 20 (A 242.2.)ClaudiusGamper (2002) 405
Neumarkt, Grab 23 (A 242.4.)DomitianusGamper (2002) 407
Courroux, Grab 118 (A 242.2.)TraianusMartin-Kilcher (1976) 198
KurtatschTraianusGiovanazzi (2002) 665
MesoccoTraianusEttlinger (1973) 46
Siedlung
Ljubljana-Gornji trg 30/Ph IIIAugustus (19–4 v. Chr.)Vikić (1994) 48, Taf. 3.16
VindonissaAugustus (10–3 v. Chr.)Meyer-Freuler (1989) 179
Legionslager
Augst (A242.4. Untertyp)Nero, VespasianusRiha (1979) 122
Augst (A242.2. Untertyp)TiberiusRiha (1994) 104, Kat. 2241
Augst (A242.2. Untertyp)Tiberius, ClaudiusRiha (1994) 104, Kat. 2243
Augst (A242.2. Untertyp)TiberiusRiha (1994) 104, Kat. 2245
Augst (A242.2. Untertyp)AugustusRiha (1994) 104, Kat. 2248
VindonissaAugustusMeyer-Freuler (1989) 179
Tabelle 3.

Die Menge der analysierten Aucissafibeln von verschiedenen Fundorten und Gebieten

FundorteZahl der AucissafibelnLiteratur
Siedlungen, Gräberfelder
Alzey vicus4Hunold (1997)
Asciburgium78Bechert (1973)
Alesia40Lerat (1979)
Augst246Riha (1979, 1994)
Bibracte15Guillaumet (1984)
Dangstetten100Fingerlin (1986, 1998)
Dura Europos13Toll (1949)
Giubiasco32Ettlinger (1973)
Haltern290Müller (2002)
Hüfingen2Rieckhoff (1975)
Lauriacum4Jobst (1975)
Mediolanum6Dollé (1978)
Augsburg-Oberhausen22Hübener (1973)
Olympia29Philipp (1981)
Ornovasso-Persona13Graue (1974)
Saalburg6Böhme (1972)
Split/Salona84Ivčević (2002)
Singidunum21Bojović (1983)
Usk3Webster (1995)
Vindonissa445Ettlinger (1973)
Virunum3Gugl (1995)
Vitudurum19Rey-Vodoz (1998)
Zugmantel7Böhme (1972)
Region
Nordafrika29Gerharz (1987)
Iberische Halbinsel, Nordost192Erice Lacabe (1995)
Iberische Halbinsel, La Meseta198Mariné Isidro (2001)
Nordküste des Schwarzen Meeres19Ambroz (1966)
Polen8Chowaniec (2001, 2006)
Freie Germania/Brandenburg-Berlin3Laser and Voß (1994)
Slowakei8Bálek and Šedo (1996);

Pieta and Plachá (1999)
Mähren4Peškař (1972); Bálek and Šedo (1996)
Pannonia194Berecz (2023)
Abb. 2.
Abb. 2.

Typentafel der Aucissafibeln in Pannonien

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Es ist also zu sehen, dass das Fibelmaterial der frührömerzeitlichen Militärlager von den gleichzeitig erschienenen, ziemlich einheitlich verteilten frühen Fibeltypen und unter ihnen auch den frühen Typen der Aucissafibeln charakterisiert wurde. Die Bestimmung der relativen Chronologie der Lager fördert das Erscheinen neuer Fibelvarianten nach der Augustus-Tiberius-Zeit.66 Beachtenswert ist, dass sich die beschrifteten Aucissafibeln im Fundmaterial der Militärlager der Augustuszeit (Haltern, Dangstetten, Oberaden, Rödgen) noch nicht finden lassen, weshalb man sie mit einer Werkstatt verbinden kann, die in der späten Tiberiuszeit tätig gewesen sein mag.67

Die im Gebiet der bulgarischen Militärlager gefundenen Aucissafibeln gehören zu späteren Varianten und belegen nicht die Gründung in der Augustuszeit, wie dies früher die bulgarische Forschung annahm.68 In der bulgarischen Forschung war früher die Bestrebung zu beobachten, das Lager in die Augustuszeit zu datieren, doch das bestätigen weder der Typ der Aucissafibeln noch die auf dem Lagergebiet gefundenen Keramiktypen mit Datierungswert.69 Die Form der Fibel des Oescuser Lagerbereichs hatte sich bereits etwas vom klassischen Aucissatyp entfernt, obwohl sie dessen grundlegende Elemente noch bewahrt (z. B. die Art der Scharniergestaltung, die Bügelausbildung und -verzierung).70 All das ist der Grund, die Oescuser Fibel in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., aber eher noch auf später zu datieren. Die vereinfachte Form dieser Fibel weist zugleich Elemente auf, die in Richtung der im 2.–3. Jahrhundert n. Chr. im Gebiet der Unteren Donau verbreiteten lokalen Variante der Aucissafibeln zeigen.71

Im Rheinland und in Nordgallien fehlen in dieser Epoche in den Friedhöfen der Eingeborenen – ähnlich den terra sigillata – meistens auch die Aucissafibeln. Wenn es sie dennoch gibt, nur dann und dort, wenn und wo die Lebenweise der Eroberer schon auf die Eingeborenen gewirkt hatte und die Romanisierung bereits in vorgeschrittenem Stadium war. Infolge der gegenseitigen Kontakte übte die neue Kultur starken Einfluss auf die Bräuche und den Geschmack der Bewohner der eroberten Gegend aus.72 Die Aucissafibeln geben den ersten römerzeitlichen Siedlungshorizont von Chur an.73 Auf die frühe Nutzung des Votivtempels im Wald des picardischen Halatte verweist das Vorhandensein des Untertyps A242.6 vor der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.74

Für die Datierung der Aucissafibeltypen sind die britannischen Exemplare wichtig, weil die Provinz 43 n. Chr. von Kaiser Claudius erobert wurde. Deshalb dienen die vielen Fibeln mit Inschrift „Aucissa“ in Britannia mit wichtigen Angaben für die späte Datierung der Werkstatt, denn sie konnten ja zweifellos nur mit dem Militär des Eroberers erschienen sein. Die frühesten Exemplare finden sich in einem von den Römern genutzten Bleibergwerk am Fundort Somerset Charterhouse-on-Mendip um 49 n. Chr.75 Die Nutzung des Militärlagers Usk kann unter anderem aufgrund der Typen und der geringen Anzahl von Aucissafibeln in die flavischen Zeiten nach Nero datiert werden.76

In großer Zahl wurden die Aucissafibeln auch in Hispania gefunden, wo sich ein Zusammenhang der Fibeln mit den römischen Straßen nachweisen lässt.77 In Dalmatia (Narona,78 Salona79) waren die Aucissafibeln besonders in der Flaviuszeit sehr populär. Ungeachtet der großen territorialen Verbreitung lassen sich jedoch neben der unveränderten Form des Basistyps lokale Eigenheiten beobachten. Der Typ mit der Inschrift DVRNACVS wird außer in Mittelitalien nur in Dalmatia und im Südostteil von Hispania gefunden.80 Demgegenüber ist die Verbreitung des sogenannten Bagendon-Typs vor allem für die Nordprovinzen typisch und kommt in verschwindend geringem Maße in Italia und Hispania vor.81

In einzelnen Gebieten konnten am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. auch vereinfachte lokale Varianten der Aucissafibeln entstehen, die sogar noch im 2.–3. Jahrhundert produziert und benutzt wurden, als die klassischen Aucissafibeln bereits unmodisch wurden. Eine derartige Fibelgruppe mit Scharnier und geripptem Bügel fand sich an beiden Seiten des Eisernen Tores an der Unteren Donau, im Raum zwischen Singidunum und Novae (Grbić Typ I).82 Die in der Stadt Diana freigelegten halbfertigen Produkte weisen auch auf die Existenz der lokalen Metallverarbeitungswerkstatt hin.83

Die Erforschung der Aucissafibeln im Barbaricum

Trotz der großen Zahl der bekannten Aucissafibeln im Römischen Reich sind sie nur selten ins Barbaricum gelangt. Im sarmatischen Barbaricum gegenüber von Pannonia wurden bisher nur drei Exemplare gefunden (Gyula, Szeged, Veresegyháza). In die benachbarten, von Barbaren bewohnten Gebiete konnten die Aucissafibeln durch an kriegerischen Ereignissen teilnehmende Soldaten, als Bestandteil diplomatischer Geschenke oder zusammen mit sonstigen römischen Importwaren als Handelsprodukt gelangt sein. Gegebenenfalls können also die Fundumstände entscheiden, ob wir die Aucissafibeln als Handelsware oder als Geschenk interpretieren oder als archäologisches Zeugnis bewerten, das die Linie oder die Strecke römisch-barbarischer Zusammenstöße, Feldzüge bezeichnet.

Da das Tragen von Aucissafibeln vor allem für die römischen Soldaten typisch ist, lässt sich mit gutem Grund im Fall einzelner Fibeln von Fundorten des Barbaricums auf die Bewegung militärischer Einheiten, auf Feldzüge oder Schlachten folgern. Die überraschende Häufung von Aucissafibeln an einigen Fundorten gab auch den Anlass für die Identifizierung mit historisch bekannten Ereignissen. Die frühen Untertypen der Aucissafibeln mit breitem D-Bügelquerschnitt (Hofheim Va, Feugère 22.b1–b2, Riha 5.2.1–2) wurden im Teutoburger Wald, am Fundort Kalkriese, dem vermuteten einstigen Schauplatz der clades Variana im Jahr 9 n. Chr. gefunden, wo die vielen militaria eindeutig auf den militärischen Charakter des Fundortes verweisen.84

In erster Linie aufgrund der Befestigung und des mit Bestimmtheit vorhandenen militärischen Charakters hat man anfänglich auch beim Fundort Waldgirmes an der Lahn an das Vorhandensein eines Militärlagers der Augustuszeit gedacht, aber innerhalb der lagerartigen Befestigung wurden Gebäudekomplexe freigelegt, die auf eine römische Stadt verweisen (forum).85 Deshalb können die Aucissafibeln in der frühkaiserzeitlichen Schicht des Fundortes sowohl auf militärische als auch auf zivile Verwendung hindeuten.86

Die neuerlich behandelten wenigen Aucissafibeln auf dem Territorium von Polen deuten teilweise auf direkte barbarisch-römische Handelskontakte hin, doch sind die römischen Prestigegegenstände auch mit dem Tausch und den Geschenken zwischen barbarischen Vornehmen in Beziehung zu setzen.87 Die Aucissafibeln vom Gebiet der Przeworsk-Kultur können als Zeichen der Kontakte mit dem Maroboduus Reich interpretiert werden.88

Bezüglich der Bewertung der in der früheren Sowjetunion gefundenen römischen Fibeln, so auch der Aucissafibeln, sind bis heute die von A. K. Ambroz sich auf das Schwarzmeervorland,89 das Kubangebiet und den Nordkaukasus90 erstreckende Sammlung und Auswertung am vollständigsten. Nach Ambroz’ Feststellung erschienen sie in diesem Raum in derselben Zeit wie die westlichen Exemplare.91 Neuerlich entstand eine kleinere Zusammenfassung der Fibeln aus den Gräbern vor allem der Sarmatenkurgane im Kubantal.92 Im Friedhof des antiken Gorgippia (heute Anapa-Terskaja ulica 84) konnte eine Aucissafibel so, wie sie getragen wurde, an der linken Schulter zwischen den Knochen gefunden werden.93 Am Fluss Don (Russland) fand sich beim Pervomajskij-Bauernhof im Sarmatenkurgan 2 ein von mir in Typ A242.2 eingeordnetes Exemplar ohne Nadel94 und beim Krepinskij-Bauernhof aus dem Sarmatenkurgan 22 eine Fibel, die in die Gruppe A242.1 zu rechnen ist.95 Vereinzelte Aucissafibelexemplare gelangten in die Nordgebiete Osteuropas, ja sogar noch nach Mittelasien96 und auch nach Sibirien.97

Die Erforschung der Aucissafibeln in Pannonia

Mit dem Anspruch auf umfassende Systematisierung behandelten zuletzt 1937 und 1942 monographische Werke die in Pannonien gefundenen römischen Fibeln, darunter die Aucissafibeln. Die Korpora von Ilona Kovrig und Erzsébet Patek folgen den ambitiösen Vorstellungen von Professor András Alföldi und wurden Aufarbeitungen mit Reichsbedeutung aus der Sicht der römischen Pannonia-Forschung.98

Bereits I. Kovrig stellte fest, dass die Aucissafibeln nur für den Süd- und Südwestteil von Pannonia typisch sind, im Nordteil (Brigetio, Carnuntum) sind diese selten. Sie hob die Bedeutung Siscias hevor.99 I. Kovrig sonderte aus Gruppe VII (Tafel IV mit Benennung 28–39 und Tafel XX mit Benennung 1,5–12100) die von ihr untersuchten Aucissafibeln und die verwandten Exemplare ab.101 Sie nahm die Gruppierung auf rein formaler Basis vor, teilte die Aucissafibeln in neun Haupttypen ein (I. Kovrigs Haupttypen: Tafel IV/28, 31, 32, 33, 34, 36, 38 und Tafel XX/10, 11) und bestimmte daneben fünf Untertypen und eine „Untertypvariante“ (I. Kovrigs Untertypen: Tafel IV/29, 30, 37, 39 und Tafel XX/9; sowie eine Untertypvariante: Tafel IV/35).102

Da die Fundumstände der untersuchten Fibeln unbekannt waren und auch keine schichtenkundlichen Beobachtungen zur Verfügung standen, konnte sie bezüglich der inneren Chronologie der Fibeltypvarianten keine Stellungnahme formulieren. Auch ihre Aussagen über die Verbreitung der Fibeln spiegeln eher den Grad der Erforschung und nicht die wirkliche Verbreitung wider. Aufgrund der von ihr veröffentlichten Angaben stammen 22% des vollständigen Fundmaterials aus Siscia, wo auch die Auswahl an Fibelvarianten am größten ist. Aus Carnuntum nennt sie 12% der sämtlichen Fibeln. Bedauerlicherweise stammt 10% der Fibelexemplare aus unbekannten Fundorten, bei denen vier Varianten unterschieden werden können. Aus Emona stammen 4% der Fibeln, die zwei Typen vertreten. Ebenso viele Fibeln veröffentlichte I. Kovrig aus Poetovio, bei denen ebenfalls zwei Typen unterschieden werden können. In Brigetio fanden sich 2,6% der Fibeln, die zu zwei Typen gehören. Von Eszék stammen 2,6% der Fibeln und von weiteren kleineren Fundorten noch 4,2%.

Beim Vergleich der formalen Systematisierung I. Kovrigs mit den neueren typologischen Einteilungen ist Folgendes festzustellen. Zu der von mir abgesonderten Gruppe A242.1 kann ein Exemplar aus Poetovio hinzugezählt werden (Kovrigs Tafel IV/34), das zu den frühesten Fibeln gehört. In Gruppe A242.2 gehören die Typen auf Kovrigs Tafel IV/28, 30, 31, 36, 37 bzw. Tafel XX/1, 5–9.

Beachtenswert sind zwei Fibeln vom Fundort Siscia (Kovrigs Tafel IV/38, 39), deren Nadelkonstruktion aus zwei Nadeln besteht und der Bügel breit ist, an der Nadelhalterseite abgeflacht, die in der Länge beidseitig zur Nadelaufnahme umgebogen worden war.103 Zur Gruppe A242.4 rechne ich die Exemplare von Siscia104 und von Carnuntum 11.105 Der Gruppe A242.6 entsprechen die Typen Carnuntum und Siscia auf Kovrigs Tafel IV/32, 33.

Die 1942 erschienene Dissertation von E. Patek brachte einen bedeutenden Fortschritt in der ungarischen provinzialrömischen Fibelforschung, weil sie darin die pannonischen Aucissafibeln bereits aufgrund eines weitgefächerten Vergleichsmaterials untersuchte.106 Sie erkannte, dass die Aucissafibeln im frühkaiserzeitlichen Fundmaterial der Festungen entlang des Limes zu finden waren, nahm die italische Herkunft dieser Fibeln an und erklärte ihr Vorkommen in Gallia und im Rheinland mit Handels- und Kulturbeziehungen. E. Patek machte wichtige chronologische Beobachtungen, brachte die Aucissafibeln in Zusammenhang mit der Periode nach der römischen Eroberung107 und hat sogar auf der Basis des großen Fundmaterials ihre Produktion in Siscia vorausgesetzt.

E. Patek hat in ihrer Typologie die Fibeln ihrer vermuteten Herkunft gemäß gruppiert. So teilte sie die Aucissafibeln bei den italischen Formen ein (Gruppe C.l). Dabei folgte sie I. Kovrigs deskriptiver Methode und überblickte in der Reihenfolge „Tafel/Typ“ fortschreitend in den Hauptlinien jene unter den pannonischen Exemplaren, für die sie Parallelen aus dem Reich fand. Zur Verteilung der Formen hat sie hier bereits auch Angaben hinzugefügt, die die innere Chronologie des Typs präzisierten.

E. Patek teilte die Aucissafibeln in neun Haupt- und weitere fünf Untertypen ein.108 E. Patek's Haupttypen und ihre prozentuellen Anteile sind: 1. Tafel V/3 (48,9%); 2. Kovrigs Tafel IV/33 (2,4%); 3. Kovrig's Tafel IV/36 (7%); 4. Tafel V/5 (3,1%); 5. Tafel V/4 (2,4%); 6. Tafel V/6 (0,6%); 7. Tafel V/7 (2,4%); 8. Tafel V/8 (0,8%); 9. Tafel V/9 (0,8%). Ihre Untertypen und die prozentuellen Anteile sind: 1. Kovrigs Tafel IV/32 (16,5%); 2. Tafel V/11 (3,1%); 3. Tafel V/12 (0,8%); 4. Tafel V/13 (1,6%); 5. Tafel V/10 (3,9%).

Die beschrifteten Exemplare behandelte E. Patek ohne formale Eingliederung in einer gesonderten Gruppe (4,5%). Die Exemplare der Patekschen Tafel V/8–13 fehlen in I. Kovrigs Zusammenfassung vollständig. E. Patek beschreibt diese Typen als frühkaiserzeitliche Varianten. Aus Siscia stammen 45%, dort ist auch die Typenauswahl am breitesten. 26% der Fibeln fanden sich in Carnuntum, sie gehören zu acht Typen. Von Gradišče nad Čepno pri Knežaku stammen 5,5% der Fibeln, die zu zwei Typen gehören. Dieselben Typen gibt es bei den Fibeln in Poetovio (3,1%), im Komitat Tolna (0,7%), in Pannonia (3,1%) und Surduk (0,7%). Aus Brigetio kommen 3,9% der Fibeln, dazu gehören sieben Typen. Die Fibeln von Mursa (3,1%) vertreten drei Typen. Die Fibeln von Cilli/Celje (1,6%), Dalj (0,7%) und Oberhaidin (0,7%) gehören zu einem Typ. Zu zwei Typen sind die Fibeln von Emona (1,6%) zu rechnen. Die Fibeln von Kiskőszeg (0,7%), von Novo Mesto/Rudolfswerth (0,7%) und von St. Barthelma (0,7%) gehören zu einem Typ. Bei E. Patek ist nur ein kleiner Teil des Materials (4,7%) von unbekannter Fundstelle;109 auch unter ihnen gibt es beschriftete Exemplare.

Nach der von mir geschaffenen typologischen Einteilung rechne ich zum Untertyp A242.1 die Typen von Pateks Tafel V/9, 11, 12. Zum zahlenmäßig größten Untertyp A 242.2 gehören Pateks Tafel V/3, 5, Kovrigs Tafel IV/36, Kovrigs Tafel IV/39 und die beschrifteten Exemplare. Zum Untertyp A242.4 sind die Typen Pateks Tafel V/6, 7, 13 zu zählen. Die Vertreter des Untertyps A242.5 sind die Exemplare von Pateks Tafel V/8, 10. Zum spätesten Untertyp A242.6 gehören Pateks Tafel V/3 und die neben Kovrigs Tafel IV/33 angeführten Fibeln.

E. Patek übernahm von I. Kovrig die interessantesten Stücke ihres Bandes (ca. 20% des gesamten Materials). Ihr Katalog ist eher eine Aufzählung, die Angaben zu den veröffentlichten Gegenständen sind mangelhaft. Schwer verwendbar ist die in der Reihenfolge der Typeneinreihung angegebene Datenbasis; es gibt wenige Angaben, die für eine neuerliche Identifizierung nötig sind.

Nach diesen beiden Monographien hat sich mit Ausnahme kleinerer Fundmitteilungen (Arrabona, Salla)110 kein ungarischer Forscher zusammenfassend mit den pannonischen Aucissafibeln mehr befasst. So stellte E. Riha mit Berufung auf Pateks Werk 1975 fest, dass in den östlichen Provinzen, so auch in Pannonia, Aucissafibeln selten vorkommen.111 Diese Feststellung ist in Kenntnis der in den letzten Jahrzehnten gefundenen und veröffentlichten Fundstücken nicht mehr aufrechtzuerhalten. Aufgrund der Datenbasis vorliegender Arbeit (194 St.) kann gesagt werden, dass die Situation für eine Neubewertung der Frage reif geworden ist.

Tabelle 4.

Mengenmäßige Verteilung der Aucissafibeln in Pannonien

FundstelleMenge (St.)Prozentsatz (%)
Árpás/Mursella31,5
Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum3920,0
Bátaszék10,5
Bruckneudorf10,5
Budapest/Aquincum21,0
Csákberény31,5
Dalj/Dálya/Tevtoburgium10,5
Dumbovo kod Beočina/Dombó10,5
Gradišče nad Čepno pri Knežaku73,5
Győr/Arrabona10,5
Héreg-Temetőhegy10,5
Hrtkovci/Herkóca/Gomolava52,5
Kiskőszeg/Batina Skela/Ad Militare10,5
Ljubljana/Emona178,0
Novo Mesto/Rudolfswerth10,5
Novi Banovci/ Újbánya/Burgenae10,5
Osijek/Eszék/Mursa42,0
Paks-Gyapa10,5
Ptuj/Poetovio52,5
Sisak/Sziszek/Siscia7639,0
Sremska Mitrovica/Sirmium10,5
Surduk/Szurdok/Rittium10,5
Schützen am Gebirge31,5
Százhalombatta/Matrica21,0
Szombathely/Savaria31,5
Komárom-Szőny/Brigetio63,0
Velemszentvid10,5
Zalalövő/Salla31,5
Unbekannter Fundort73,5
Insgesamt194100

Die Datenbasis der pannonischen Aucissafibeln

In den Katalog der Aucissafibeln in meiner Arbeit nahm ich die bisher in der Fachliteratur enthaltenen Exemplare und die erneut zum Vorschein gekommenen Fundstücke auf. Dabei handelt es sich um insgesamt 194 St. von 27 Fundorten. Diese Menge kann nicht mehr als gering oder unbedeutend gelten, wie von der früheren Fachliteratur angenommen.112(Tabelle 4) Des Weiteren nahm ich in den Katalog im Interesse des vollständigeren statistischen Bildes die in der früheren Literatur ohne Inventarnummer erwähnten Funde auch dann auf, wenn sie inzwischen verloren gegangen oder vernichtet worden waren, sowie auch solche Funde, für die ich in der früheren Literatur Hinweise fand, sie aber nicht selbst studieren konnte. Diese früher aus Pannonia mitgeteilten Altfunde versah ich mit der der neuesten Fachliteratur entsprechenden neuen Typeneinteilung. Aus dem Pannonia benachbarten Barbaricum konnte ich 22 Aucissafibeln von 11 Fundorten sammeln (s. Fundliste).

Von den Fundorten gebe ich zuerst den heutigen Verwaltungsnamen an, wenn es ihn gibt, dann den ungarischen oder deutschen Namen, dem, wenn er bekannt ist, der einstige römerzeitliche Name folgt. Da R. Erice Lacabe in ihrem 1995 erschienenen Buch eine detaillierte Sammlung vorgenommen hat und ihre Fundlisten die Aucissafibeln bis zum Anfang der 1990er Jahre fast vom ganzen Gebiet des Römischen Reiches aufzählen, führe ich in meinen Fundlisten nur die neueren Funde aus dem reichlichen letzten Jahrzehnt an. Ausnahmen mache ich nur im Fall früher nicht bekannter oder unerwähnt gebliebener Fibeln.

Technologie

Bei der Herstellung der zweigliedrigen Aucissafibeln sind allgemein – wie bei den gegossenen Fibeln – zwei Phasen zu unterscheiden. Die einzelnen Elemente der Fibel wurden in gesondertem Gussverfahren geschaffen und dann der Funktion gemäß kalt weiterbearbeitet. In der ersten Phase schuf man im Wachsausschmelzverfahren mit Hilfe von Gussformen den Rohguss, der eine stabförmige Bronzestange war. Diese Stange wurde nachträglich mittels kalter händischer Bearbeitung (Hämmern, Dehnen, Biegen) in die endgültige Form gebracht. Das Ende des Bügelbleches wurde zu einer kleinen Hülse umgebogen, in die die Drahtachse eingeführt wurde, die der Nadelhalterung diente. An beiden Enden der Hülse fixierten Halbkugeln die Achse.113

Die Verzierung der Aucissafibel bildeten die Inschrift sowie Längs- bzw. Querrippen, Einschnitte usw. auf dem Bügel. Ihre Qualität war vom technischen Wissen des Meisters abhängig. Die Punzierung des Fibelkörpers wurde seit der mittleren La Tène-Zeit angewendet. Mit Vorliebe waren es Wellenlinien aus Punktlinien, einfache geometrische Formen oder Pflanzenmotive. Die Anwendung dieser Technik bezieht sich in der Kaiserzeit vor allem auf die Aucissafibeln, spätestens datierbar bis zur zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Eine gleichfalls nachträgliche Verzierungsweise war die Stempelung: z. B. Tannen-Dreieckmuster, Perldraht und deren Imitation, leiterförmige Motive. Derart sorgfältige Nachfolgearbeiten belegen den den Aucissafibeln entgegengebrachten hohen individuellen Anspruch, also lag die Betonung nicht auf der Serienproduktion, sondern der individuellen Ausarbeitung.

Die eisernen Aucissafibeln sind als Imitationen der Bronzeexemplare zu interpretieren. Diesbezüglich bildet der Friedhof Wederath-Belginum eine interessante Ausnahme, da dort neben späten La Tène-Gefäßen und -Waffen zahlreiche eiserne Aucissafibeln gefunden wurden.114

Die Verwendung von Eisen weist darauf hin, dass die originalen importierten Bronzefibeln von den lokalen Handwerkern nach ihrem eigenen Geschmack nachgeahmt wurden. Ausgehend von der Tatsache, dass in Haltern sehr viel eiserne Aucissafibeln bekannt und sie auch in Dangstetten häufig sind, dagegen in den südlich, südwestlich gelegenen Lagern der Tiberius–Claudiuszeit eiserne Aucissafibeln nicht einmal zufällig vorkommen, können wir davon ausgehen, dass wir es mit einer besonderen Äußerung des ostgallischen Geschmacks zu tun haben. Die Tatsache, dass in späteren Zeiten die Bronze das Eisen bei der Fibelherstellung völlig aus der Praxis verdrängt, weist darauf hin, dass die Romanisierung selbst den Brauch der Wahl des Rohstoffes bedeutend umgestaltet.

Typologie, Chronologie, Verbreitung in Pannonia

Bei der Aufteilung der Aucissafibelformen wird die Form des Fibelbügels, die Verbindung von Bügel und Nadelkonstruktion, der Bügelquerschnitt und die Form der Nadelkonstruktion berücksichtigt. Die Aucissafibeln gehören zur Gruppe mit halbkreisförmigem Bügel der zweigliedrigen Bogenfibeln mit Hülsenscharnier und Nadelkonstruktion. Die Hülsenscharnier-Nadelkonstruktion war die technische Neuerung des gallisch-römischen Siedlungsgebietes. Am Beginn der Augustuszeit fixierte die Nadel ein Stift in der Hülse am Ende des Bügels; durch diese Lösung wurde die Federkonstruktion abgelöst. (Abb. 3)

Abb. 3.
Abb. 3.

Bügelquerschnitt und Verzierung der Aucissafibeln in Pannonien (s. Tabelle 6)

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Bei der Datierung der Aucissafibeln spricht man der Form des Bügelquerschnitts eine wichtige Rolle zu, weil vermutet wurde, dass die typologische Entwicklung vom bandförmigen in Richtung des runden Querschnitts verläuft.115 Zweifel gegenüber diesem traditionellen typochronologischen Bild wurden erst in der nahen Vergangenheit, im Laufe der Untersuchung der großen Serien erhoben, weil es in den Militärlagern (Oberaden, Haltern, Dangstetten) beide Typen gleichzeitig gegeben hat.116

Ein wichtiges Konstruktionselement der Fibeln ist das Hülsenscharnier, das entweder bei den frühesten Exemplaren mit dem Bügel zusammen gegossen oder mittels Umbiegen des ausgedünnten Bügelendes geschaffen wurde. Bei der frühen Variante der Aucissafibel schließen Knöpfe die beiden Enden des Stiftes ab. Später wird der Stift durch stärkeres Zusammendrücken der Hülse auf engeren Raum gepresst, so dass die Knöpfe zu Zierelementen werden und später sogar wegbleiben. Der Nadelhalter der Aucissafibeln ist schmaler als der Bügel: ein dreieckiges oder trapezförmiges Blech, das durch Dehnen aus dem Bügel gebildet wird und selten mit kleinen Durchbrüchen verziert wurde.

Bei der Behandlung der pannonischen Fibeln stellte I. Kovrig117 die Aucissafibeln als „Typ VII“, E. Patek118 in die „Gruppe 1. C.1“ eingereiht dar. Beim Vergleich der bisherigen typochronologischen Einordnungen kann festgestellt werden, dass die neuere Forschung, ohne das Wesen von O. Almgrens Einordnung zu berühren, den Aucissatyp absondert und in ihm die Untertypen sowie die Varianten bestimmt, die im Fibelensemble des betreffenden Fundortes die Einteilung der technologischen Reihenfolge entsprechend erhalten. Ich habe der internationalen Praxis entsprechend119 und die Typenbezeichnung Almgrens bewahrend die in Pannonia vorkommenden Untertypen bestimmt (A242.1, 2, 3, 4, 5). Bei der Fibelbezeichnung habe ich der internationalen Praxis gemäß den Hinweis auf „Almgren“ beibehalten. Den Unterschied der Varianten innerhalb der Untertypen bilden die Veränderung des Bügelquerschnitts,120 die Ausgestaltung der Längs- bzw. Querrippen, die Ausbildung des Knopfes am Bügelende und die feineren Verzierungen.

Die klassischen Aucissafibeln analysierte R. Erice Lacabe am Typ 20, beschäftigte sich dabei aber besonders mit den Untertypen 20.3 mit AVCISSA-Inschrift und 20.5 mit DVRNACVS-Inschrift, bei denen nicht nur die Form, sondern auch die Verbreitung beachtenswerte Charakteristika und bedeutende Unterschiede im Mediterraneum aufweisen.

Bei der vorliegenden formalen Systematisierung war ich bestrebt, das pannonische Material mit den bereits bestehendem Verteilungen zu vergleichen (Abb. 3). Diesen Weg wählte ich, weil E. Ettlinger, E. Riha, M. Feugère, V. Rey-Vodoz, M. Buora/A. Candissio, R. Erice Lacabe und A. Mariné Isidro aufgrund großer Datenbasen fast sämtliche Formvarianten, Untertypen und Varianten bestimmt haben, wovon die in Pannonia gefundenen Formen nicht grundsätzlich abweichen. Die genannten Spezialisten legten der Festlegung der Chronologie neue Ausgrabungsbeobachtungen und auch moderne schichtenkundliche Angaben zugrunde. Bezüglich des pannonischen Fibelmaterials verfüge ich erst in beschränktem Maße über derartige Angaben.

In der bei der formalen Einteilung geschaffenen Gruppierung verwendete ich folgende Reihenfolge. Den von Almgren genutzten „Typ 242“ habe ich in sechs Untertypen aufgeteilt, die gemäß ihrer chronologischen Reihenfolge aufeinanderfolgen. Die einzelnen Untertypen unterschied ich durch die Bezeichnung A242.1, A242.2, A242.3, A242.4, A242.5, A242.6 (s. Abb. 3)121 voneinander.

Bei einem Vergleich des pannonischen Materials mit den gallischen, norditalischen und hispanischen Funden fällt auf, dass bei den späten Varianten ein engeres Formspektrum festzustellen ist. Die Beurteilung und Einreihung der als Vorbild der Aucissafibeln betrachteten „Alesia“-Fibeln weicht von der sich mit provinzialrömischen Fibeln beschäftigenden Fachliteratur ab. Umstritten ist, ob diese Fibeln einen von der Aucissafibel zu unterscheidenden, selbstständigen Typ bilden (z. B. Erice Lacabe 19) oder schon als die frühesten Aucissafibeln zu betrachten sind.122 Die Alesia-Fibeln analysiere ich bei meinem Untertyp 242.1, wie sie auch M. Feugère innerhalb der Gruppe 22 behandelt (vgl. Abb. 3). M. Feugère hat in der Gruppe 22 acht Untergruppen festgelegt. Von ihnen entsprechen 22a123 (innerhalb dieser 22a1, 22a2, außerdem 22a2a und 22a2b) der Fibelgruppe Typ Alesia, deshalb identifizierte ich sie mit meinem Untertyp A242.1. M. Feugère’s 22b124 (innerhalb dieser 22b1, 22b2) entspricht der klassischen Aucissa-Form, deshalb kommt sie bei den von mir als Untertyp A242.2 bestimmten Fibeln vor. M. Feugère’s 22c entspricht dem von mir bestimmten Untertyp A242.3, Feugère’s 22d dem Untertyp A242.4, während Feugère’s 22e in die von mir als A242.5 bestimmten Untergruppe einzureihen ist. Der von mir bestimmte Untertyp A242.6 bildet in Feugère’s System den Typ „23“125 (23a, 23b, 23c1, 23c2, 23c3) und seine Varianten. Den auch in Pannonia zu findenden sogenannten „Bagendon“-Typ bewertet auch R. Erice Lacabe als eigenständigen Untertyp: Er ist bei ihr der Typ 21, der den Untertypen Riha 5.4, Fuegère 22d entspricht und bei mir zum Untertyp A242.4 gezählt wird.

E. Riha veröffentlichte in ihrer eigenen Einteilung bei Untertyp 5.3 eine späte Variante der Aucissafibeln, die mit der in der Forschung allgemein anerkannten Einordnung in Widerspruch steht. Diese Form benannte ich als Untertyp 242.6, als Übergangsform von den Aucissafibeln zur frühen Gruppe der Emailbogenfibeln (IA3). Statt der Emaillierung ist bei diesem Typ Niello als Verzierung zu beobachten.

Die Aucissafibeln traten – ebenso wie andere Gruppen der gewölbten Bügelfibeln – am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. und am Anfang des 2. Jahrhunderts, in der letzten Phase ihrer Formentwicklung emailliert auf (s. im typologischen Kapitel der Arbeit über emaillierte Fibeln den Teil über Gruppe IA/3). Die Fortleben der Aucissafibelform kann an den Zwiebelknopffibeln beobachtet werden. Grundsätzlich sind Form und Nadelkonstruktion in beiden Fällen ähnlich und die gesellschaftliche Gruppe der Benutzer (Soldaten) sogar identisch. Erheblichen Unterschied weisen jedoch die Ausführungsart der Fibeln und die Produktionstechnologie auf. Die Nutzungszeit der mit neuer Technologie gefertigten Heftnadeln hat sich bedeutend verlängert.

Die Formvarianten der pannonischen Aucissafibeln

Untertyp A242.1

Ettlinger 28 = Riha 5.1 = Feugére 22a = Rey-Vodoz 5.0 = Buora/Candissio 12 = Erice Lacabe 19 (Nr. 28, 76–77, 90, 93, 101, 132–133, 139, 152, 154, 156, 167–168, 188, 190, 192)

Diese Gruppe der Hülsenscharnier-Bogenfibeln lässt sich als allerfrüheste Aucissa-Variante beschreiben. Nach Meinung einiger Archäologen ist diese Fibel eine „prä-Aucissa“, andere nennen sie eine völlig alleinstehende Form namens „Alesia“.126 (Abb. 3) Sie besteht aus Bronze, seltener aus Eisen,127 ihre Länge bewegt sich zwischen 5,1 und 5,8 cm. Typisch für sie ist der sich über der Achshülse verbreiternde, zum Nadelhalter hin schmaler werdende flache bandartige Bügel, der in Draufsicht dreieckig ist. Für ihn finden sich im Südteil Pannoniens gleichfalls mehrere Exemplare (Siscia, Kat.-Nr. 132). Der Bügel ist über dem Nadelhalter kurz, gerade, allgemein mit D-förmigem Querschnitt, in einzelnen Fällen ohne Knopf, ein andermal mit gewölbtem Knopf, selten mit Doppelknopf am Ende.128 Bei diesem frühen Typ ist der Bügel mit waagerechten Einkerbungen verziert (Kat.-Nr. 132, 133). In anderen Fällen läuft auf der gebogenen Oberfläche des Bügels ein längs eingeritztes rhombisches129 oder dreieckiges Motiv entlang.

Da diese Form von den klassischen Stilmerkmalen abweicht, gab es über die Herkunft dieser Fibelvariante verschiedene Meinungen. E. Ettlinger gemäß ist sie norditalisch,130 M. Feugère und M. Luik betrachten sie hingegen als Erzeugnis von nördlichen Gebieten der Alpen oder aus einer kleineren Werkstatt Hispaniens.131 Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist das heutige Spanien, Nordfrankreich, Mittelfrankreich (Alesia132), die Schweiz (Augst 4 St.),133 Österreich, Norditalien, die Nordküste des Mittelmeeres (Salona), entlang der Donau im Südabschnitt (Singidunum 3 St.),134 aber sie erscheint auch in Afrika135 und sogar in Dagestan (2 St.).136

Der Untertyp A242.1 war nur kurzzeitig in kleiner Serie in Gebrauch:137 im Alpengebiet, in Gallien zwischen 1–50 n. Chr.,138 dagegen in Hispanien von der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis in das erste Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts n. Chr.139 Die Produktion dieser gegossenen Fibel mit Hülsenscharnier und schmalem, schräg geriffeltem Bügel mit D-Querschnitt kann aufgrund der Beobachtungen im Dangstettener Legionslager im Jahre 9 v. Chr. begonnen haben.140

In Pannonien kommt dieser Untertyp in Siscia (13 St.141), Emona (1 St.), Gornji trg. 30 (2 St.142), Carnuntum (1 St.143) und Poetovio (1 St.144) vor. Diese Fibeln wurden also in den zuallererst besetzten Teilen der Provinz und vor allem in der südlichen Region, in den Quartieren der Eroberer, in den Militärlagern, gefunden.145 Die Formenauswahl dieser frühen Typen ist in Pannonien bei Weitem nicht so breit wie etwa in Hispanien.146 Sie waren vermutlich nur kurzzeitig in Gebrauch, was bezüglich des Anteils ihres Vorkommens von 10% aller bekannten Fibeln 12% der sämtlichen bestimmbaren Typen wahrscheinlich macht (Tabelle 5).

Tabelle 5.

Die Untertypen der Aucissafibeln in Pannonien

Typ und UntertypenA 242A 242.1A 242.2A 242.3A 242.4A 242.5A 242.6
Fundort
Árpás/Mursella1 (33,3 %)2 (66,6 %)
Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum1 (2,6 %)24 (61,5 %)4 (10,3 %)3 (7,7 %)6 (15,3 %)
Bátaszék1 (100 %)
Bruckneudorf1 (100 %)
Budapest/Aquincum2 (100 %)
Csákberény3 (100 %)
Dalj/Dálya/Teutoburgium2 (100 %)
Dumbovo/Dombó1 (100 %)
Hrtkovci/Herkóca/Gomolava1 (20 %)2 (40 %)1 (20 %)1 (20 %)
Gradišče nad Čepno pri Knežaku2 (29 %)5 (71 %)
Győr/Arrabona1 (100 %)
Héreg-Temetőhegy1 (100 %)
Kiskőszeg/Batina/Ad Militare1 (100 %)
Komárom/Szőny/Brigetio2 (33 %)1 (17 %)3 (50 %)
Ljubljana/Emona3 (17,6 %)9 (53 %)3 (17,6 %)1 (6 %)1 (6 %)
Novi Banovci/Újbánya/Burgenae1 (100 %)
Osijek/Eszék/Mursa4 (100 %)
Paks-Gyapa1 (100 %)
Ptuj/Poetovio1 (20 %)3 (60 %)1 (20 %)
Mezőörs1 (100 %)
Novo Mesto/Rudolfswerth1 (100 %)
Sisak/Sziszek/Siscia31 (40 %)9 (13 %)24 (33 %)4 (5 %)4 (5 %)3 (4 %)
Sremska Mitrovica/Szirmium/Sirmium1 (100 %)
Surduk/Szurdok/Rittium1 (100 %)
Schützen am Gebirge3 (100 %)
Százhalombatta/Matrica2 (100 %)
Szombathely/Savaria3 (100 %)
Velemszentvid1 (100 %)
Zalalövő/Salla3 (100 %)
Unbekannter Fundort/Pannonia3 (42 %)2 (29 %)2 (29 %)
Insgesamt 194 Stück351792910526
Prozentualer Anteil18,0 %8,7 %47,4 %4,6 %5,2 %2,6 %13,4 %
Prozentualer Anteil der bekannten Fibeltypen (159 Stück)10,7 %57,9 %5,7 %6,3 %3,1 %16,3 %

Untertyp A242.2

Böhme 8 = Ettlinger 29 = Riha 5.2 = Jobst 1 = Bojović 2 = Feugère 22b = Rey-Vodoz 5.2 = Buora/Candissio 11 = Erice Lacabe 20 (Nr. 4–7, 12–26, 34–38, 43–54, 60–63, 67–68, 75, 77, 78–71, 84–88, 94–96, 98–100, 103–105, 107, 109–110, 112–114, 134, 136, 142–146, 149, 157, 164–166, 170–173, 176–179, 181–183, 184, 185–187, 189, 191)

Der Untertyp A242.2 kann als die klassische Form der Aucissafibel betrachtet werden. Sein Material ist vor allem Bronze, aber es gibt auch Exemplare aus Silber147 und Eisen.148 Die Länge bewegt sich zwischen 3,1 und 6,3 cm. Die Bronze- oder Eisenachse für die Fibelnadel fixieren an den Enden der Hülse sitzende gewölbte Knöpfe. Dort beginnt der Fibelbügel, dessen erste Hälfte halbkreisbogig ist, dessen Querschnitt sich von D-förmig bis fast kreisförmig ändern kann und auf dessen Oberfläche in der Mitte längs eine schmale, erhabene oder flachere Rippe entlangläuft. Auf dem Bügel des Untertyps A242.2 ist die schräge oder waagerechte Einkerbung nicht mehr typisch, sondern eher die längs auf dem Bügel entlanglaufenden erhabenen Rippen. Es kommt vor, dass auf der Oberfläche eine einzige erhabene größere Rippe zu sehen ist (Abb. 4.1–2), aber häufig wurden auch mittels zweier Vertiefungen von viereckigem oder gewölbtem Querschnitt drei Rippen gebildet (Querschnitte 4.1–3 und 5.1–2). Diese länglichen Glieder konnten abgerundet und unverziert sein, aber auch Verzierungen haben, die eine Wellenlinie oder ein schräg eingeschnittenes, geschraubtes Band imitierten (Abb. 4).

Abb. 4.
Abb. 4.

Datierung der Aucissafibeln in den frühen römischen Lagern und Siedlungen

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Der sich der Hülse anschließende Teil des Bügels ist bei dieser Gruppe ganz dünn gehämmert, parallel zur Hülse gelegt, rechteckig, worauf die Inschrift AVCISSA, CARILIUS FECIT149 usw. gestempelt wurde. Wahrscheinlich war die kleine Fläche der Grund, warum bei diesem Typ der Name nicht längs, sondern in Halbkreisform auf die Fläche gestempelt wurde. In Pannonien wurden mehrere frühe Exemplare gefunden, wie auch bei den Fibeln mit der Inschrift C. CARTILIUS (Nr. 164, 182) und P. VALER (Nr. 29, 141, 143) zu sehen ist. Bei diesem frühen Typ kam es vor, dass die Achsenhülse in einzelnen Fällen mit dem Bügel zusammen gegossen wurde.150

Die Fläche am Zusammentreffen von Achsenhülse und Bügel wurde oft mit Tannenmuster, Schräglinie oder Einritzung verziert. Oft sind auf beiden Seiten halbkreisförmige Einschnitte zu sehen oder eine darauf verweisende halbkreisförmige Punzierung.151 Die andere Hälfte des Bügels wird über dem Nadelhalter schmaler und schließt mit einem durch mehrere Stufen gegliederten halbrunden Knopf. Der Nadelhalter ist dreieckig gedehnt. In einem einzigen Fall ist der Nadelhalter ein durchbrochenes Dreieck.152 Neben den schön bearbeiteten Exemplaren mit klassischer Erscheinung kommen auch etwas gröber gestaltete Stücke vor. Das lässt die Möglichkeit der lokalen Nachahmung aufkommen.

Die ersten Aucissafibeln stammen aus einer Schicht mit den frühesten italischen terra sigillata der Legionslager in der Augustuszeit,153 z. B. Vindonissa (13 St.),154 Haltern, Oberhausen, Saalburg (4 St.),155 Zugmantel (4 St.),156 sie finden sich aber auch in Lauriacum (3 St.)157 und Singidunum (8 St.).158

Nach der Augustuszeit erschien die Aucissafibeltracht auch in Kreisen der Zivilbevölkerung.159 Sie finden sich in Mittelgallien, im Nordküstengebiet des Mittelmeeres und gleicherweise im Material der Südalpensiedlungen (z. B. Salona, Alesia:160 10 St., Emona161) und Friedhöfe (z. B. Neumarkt Grab 20, Courroux Grab 118, Emona-Nordfriedhof162).163 In Südrussland an der Nordküste des Schwarzen Meeres sind acht ähnliche Exemplare bekannt.164

Die zu diesem Untertyp der Aucissafibeln gehörenden Exemplare verbreiteten sich am weitesten in den zentralen Gebieten des Römischen Reiches165 (z. B. Ornavasso in Italien) und seinen Grenzgebieten (am Limes, Britannia,166 bis nach Afrika167). Einzelne Exemplare gelangten ins benachbarte Barbaricum an der Donau, nach Mähren (Staré Hradiško: 1 St.)168 und auch ins Freie Germanien.

Ihre Verwendung ist vom Beginn der Augustuszeit bis in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., in Einzelfällen bis an sein Ende bzw. den Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr.169 datierbar. In den Gräbern 27, 52, 53, 92 des Ornovasso-Persona-Friedhofes datieren Münzen von Augustus und Tiberius diesen Untertyp in die Zeit von 16/15 v. Chr. bis 9/11 n. Chr.170 Im Grab 118 von Courroux fand sich dieser Untertyp gemeinsam mit einer Münze von Traianus (Tabelle 2, Abb. 5).

Abb. 5.
Abb. 5.

Chronologie der Typen von Aucissafibeln

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

In Pannonien ist dieser der häufigste Untertyp; zu ihm gehören 44% aller pannonischen Aucissafibeln und 56% aller bestimmbaren Typen (Tabelle 5) (Siscia: 26 St.,171 Hrtkovci: 2 St.,172 Gradišče nad Čepno pri Knežaku: 2 St., Kiskőszeg: 1 St., Carnuntum: 24 St., Poetovio: 3 St., Brigetio: 2 St., Arrabona: l St.,173 Emona: 8 St., Emona, Gornji trg. 30: 1 St.,174 Emona-Grad: 1 St.,175 Mursa: 4 St., Velemszentvid: 1 St., Salla: 3 St., Savaria: 2 St., Sirmium: 1 St., von unbekanntem Fundort176 3 St.). Auch dieser Fibeltyp lässt sich entlang der römischen Hauptaufmarschwege und in Militärlagern finden.

Untertyp A242.3

Bojović 3 = Feugère 22c = Erice Lacabe 20.5.2–3 (Nr. 66, 74, 78, 89, 108, 140–141, 155)

Der Untertyp A242.3 besteht aus kleineren Exemplaren. Vom vorigen Untertyp weicht er darin ab, dass die Bügelform sich über der Nadelkonstruktion stark verengt und die Achse mit der Nadel nicht mit zwei Knöpfen in der Hülse fixiert, sondern die Hülse stark zusammengepresst wird und so das Herausrutschen des Stiftes verhindert. Über dem Nadelhalter wird der Bügel bei den hispanischen Stücken schmaler und bei den mittelgallischen schmal, zylindrisch. Der Knopf am Ende des Nadelhalters ist nicht gewölbt, sondern abgeflacht.

Dieser Untertyp wurde wahrscheinlich an der dalmatinischen Meeresküste oder noch eher in Pannonien, in der Region Siscia–Emona–Salona produziert. Auf diese Werkstatt weist die Tatsache hin, dass von hier eine erhebliche Menge von zu diesem Untertyp gehörigen Fibeln mit Inschrift bekannt ist. Ein Teil der Inschriften ist nicht völlig regelrecht (die Buchstabengröße weicht ab, Name mit Buchstabenverwechslung, eventuell unleserlich), sie können so als lokale Nachahmungen bestimmt werden.177 Die Fibeln können in der Claudius–Flaviuszeit verwendet worden sein. Dieser Untertyp wurde in geringerer Anzahl in Hispania,178 Gallia, Italia, Britannia, am Rhein und an der Donau (Rheingönheim, Asciburgium, Singidunum179) gefunden, ist aber auch aus Dura Europos in Syria bekannt.180

In Pannonien ist er für den südlichen Teil der Provinz typisch und macht nur 4% aller vorkommenden Fibeln aus; das sind 2% aller einordbaren Typen (Tabelle 5; Siscia: 4 St.,181 Hrtkovci: 1 St.,182 Emona-Grad: 1 St.,183 Emona-Gornji trg. 30: 1 St.,184 Emona: 1 St.). Dieser Untertyp ist von der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum ersten Jahrzehnt des 2. Jahrhunderts n. Chr. zu datieren (Abb. 5).

Untertyp A242.4

Ettlinger 30 = Riha 5.4 = Feugère 22.d = Erice Lacabe 21 (Nr. 8, 27, 30–31, 65, 69, 74, 78, 140–141, 153, 159–160)

Den Bügel der Aucissafibeln dieser Gruppe zieren 1–3, selten 5 längs laufende parallele Durchbrüche in schmal rechteckiger Form. Die so geschaffenen 2–4, selten 6 parallelen, miteinander quer zum Bügel mit kleinen Stangen befestigten Stäbe beschreiben einen von der Nadelkonstruktion ausgehenden Halbkreisbogen, dessen Endpunkt über dem Nadelhalter liegt. Von dort aus setzt sich der Bügel in gewohnter, schmaler werdender Form fort und am Ende schließt er mit einem stufengegliederten halbrunden Knopf ab. Die spezifische Ausbildung des Bügels ermöglichte, dass der mit der Fibel verbundene Stoff durch den Bügel hindurchschien. Diese Bügelausbildung kommt in großer Zahl unter den Aucissafibeln im Gebiet des südostbritannischen Oppidums Bagendon vor. Die dort vorgenommenen Forschungen ergaben, dass nach dem Guss die kleinen Versteifungsstangen, die dort vor allem aus Eisen bestanden, wogegen der Fibelkörper aus Bronze gefertigt war, noch warm auf dem Bügel aufgelötet wurden.185 Die Länge dieser vor allem aus Bronze gefertigten Fibeln variiert zwischen 4,5 und 5,6 cm. Wegen ihrer speziellen Bügelgestaltung wurden sie meistens fragmentarisch gefunden.

Im italischen Material des Römischen Reiches sind aus dem Friedhof von Giubiasco (Gräber 100, 423)186 in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. datierbare Fibeln bekannt und 3 St. silberne Varianten aus Borno, die in die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. zu datieren sind. Aus Singidunum sind keine hierher zu rechnenden Fibeln bekannt.187 Demgegenüber kennen wir sie in Britannien, Mittelgallien (Besançon, Montbeliard, Alesia188), im Gebiet des heutigen Südtirols (Friedhof von Neumarkt Grab 23), weiter in der mittleren Schweiz bis nach Noviomagus und Vindonissa,189 dann in Deutschland in den Militärlagern von Wiesbaden und Hofheim im Taunus. Eine ähnliche Fibel kam in Hispanien und bei Thamusida190 in Afrika ans Licht. Im Grab 149 des norditalischen Gräberfeldes von Ornovasso-Persona fand sich ein Exemplar mit Münzen von Augustus (3–2 v. Chr.) und Agrippa (30–37 n. Chr.)191 (Tabelle 2). Das im Halterner Legionslager gefundene Exemplar zeigt, dass dieser Typ bereits auch unter Augustus benutzt wurde.192

Auch im Fundmaterial von Pannonien kommt dieser Untertyp vor (Carnuntum: 4 St., Siscia: 5 St., Brigetio: 1 St., Emona-Nordfriedhof: 1 St.,193 Hrtkovci: 1 St.,194 unbekannter Fundort: 1 St.).195 Interessant ist, dass der analysierte Untertyp in den frühen Legionslagern der neu eroberten Gebiete zusammen mit der Gruppe A242.2 vorkommt. Dieser Untertyp macht nur 6% aller vorkommenden Aucissafibeln aus, das ist 4% aller bestimmbaren Typen (Tabelle 5).

Der Untertyp taucht in der frühen Augustuszeit auf, verbreitet sich in der Claudiuszeit und verschwindet bis zur zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr., spätestens aber bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts (Abb. 5).

Untertyp Almgren 242.5

Ettlinger 31 = Riha 5.3 = Bojović 4. 2 = Feugère 22.e = Erice Lacabe 22–23 (Nr. 9, 32–33, 82)

Den Bügel der Fibeln des Untertyps A242.5 verziert kein Durchbruch. Auf beiden Seiten des weniger gebogenen Bügels und oft auch auf seiner Oberfläche befindet sich eine regelmäßige Reihe kleiner Perlen bzw. Kugeln, die mit der Gussform zusammen und nicht nachträglich geschaffen wurde. An beiden Enden des Hülsengliedes der Nadelkonstruktion befindet sich auch ein kleiner gewölbter Knopf.196 Zu diesem Untertyp gehören kleine Fibeln mit 3,2–4,5 cm Länge; größere, längere als 6 cm kommen nur selten vor.197 Auch in diesem Fall ist das Material der Fibeln vor allem Bronze, ausnahmsweise Silber.

Das Hauptverbreitungsgebiet des Untertyps 242.5 in den westlichen Provinzen bilden Britannien,198 Mittelgallien, Hispanien bzw. die gut erforschte Schweiz (Augst,199 Vitudurum). Aus Singidunum ist ein Exemplar bekannt.200 Die Tragezeit dieser Fibeln ist in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zu setzen201 (Abb. 5).

Auch in Pannonien kommt er nur selten vor (Carnuntum: 3 St., Emona: 1 St.);202 das ist 3% sämtlicher bekannten Fibeln und 2% aller bestimmbaren Typen.

Untertyp Almgren 242.6

Ettlinger 31 = Böhme 9 = Riha 5.5 = Bojović 5 = Feugère 23 = Erice Lacabe 24 (Nr. 1–2, 10–11, 39–42, 52, 55, 59, 70–72, 83, 91, 102, 106, 158, 169, 180, 193–194)

Der Untertyp A242.6 ist eine der spätesten Aucissa-Varianten, die die kleinsten Exemplare in sich vereint (3,1–4,6 cm). Ihr Material ist Bronze, selten Silber. Der Bogen des Bügels ist flach, nur selten so halbrund wie bei der zweiten Gruppe. Sein Querschnitt ist viereckig, häufig läuft eine Wellenlinie in der Mitte auf ihm entlang. Der Bügel ist über dem Nadelhalter durch eine Querrippe gegliedert.

Die Exemplare dieses Untertyps sind aus dem heutigen Spanien, Mittelfrankreich (Alesia: 25 St.),203 der Schweiz, Österreich (Lauriacum: 1 St.),204 dem Rheinland, dem antiken Singidunum (1 St.) sowie von der Nordküste des Schwarzen Meeres205 (3 St.) und aus Afrika (3 St.) bekannt.206

Auch in Pannonien ist dieser späte Untertyp häufig zu finden (Mursella: 2 St., Brigetio: 3 St., Carnuntum: 6 St., Emona: 1 St., Poetovio: 1 St., Dumbovo/Dombó: 1 St.,207 Gradišče nad Čepno pri Knežaku: 5 St., Rittium: 1 St., Siscia: 3 St.,208 Mezőörs: 1 St., unbekannter Fundort: 2 St.).209 Dieser Untertyp umfasst 14% aller bekannten Fibeln und 10% aller bestimmbaren Typen im Gebiet Pannoniens. Am Fundort Mezőörs-Határ (Nr. 91) wurde die Aucissafibel vom Typ A242.6 (Abb. 6.1) bei einer Feldbegehung zusammen mit einer Hadrian-Dupondius gefunden, was die Besiedlung des Fundortes im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. belegt.210 Das Tragen des Untertyps A242.6 kann auf die Zeit von der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis zum ersten Drittel des 2. Jahrhunderts datiert werden211 (Abb. 5).

Abb. 6.
Abb. 6.

1: Mezőőrs-Határ, Após földje (Kat.-Nr. 91); 2: Mezőőrs-Határ, Após földje, Hadrianus Dupondius, 124–127 n. Chr., RIC II 3746, RIC II 658; 3: Bátaszék-Körtvélyesi-dűlő (Kat.-Nr. 44) (Magyar, 2013, 65, Abb. 12)

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Die Typen des Bügelquerschnitts der Aucissafibeln in Pannonia

Der Querschnitt des Bügels der Aucissafibeln ist ein Kennzeichen, das neben der Bügelform und der im Grunde unveränderten Form der Nadelkonstruktion sich in der Zeit erheblich verändert und so systematisiert zu einer gut verwendbaren chronologischen Eigenschaft wird. All das haben die Veröffentlicher der frühkaiserzeitlichen Fundorte (Militärlager, Siedlungen, Friedhöfe) aufgezeichnet, aber keinen zusammenfassenden Überblick gegeben, der die einzelnen Fundorte aufgearbeitet hätte. R. Erice Lacabe hat in ihrer auf vollständige Aufarbeitung ausgerichteten Monographie die Systematisierung der Bügelquerschnitte der im Nordteil der Iberischen Halbinsel gefundenen Aucissafibeln vorgenommen.212 Die Autorin untersuchte den Querschnitt des Bügels, die auf dem Bügel verwendete längs oder quer verlaufende Verzierung und die Verzierung über der Nadelkonstruktion. Bei den von ihr festgestellten Bügeltypen 1–5.3 kommen die klassischen Varianten der Aucissafibeln vor, die im ganzen Reich ähnliche Merkmale aufweisen. In diesem Sinne hat die Einteilung von R. Erice Lacabe allgemeine Gültigkeit. Zugleich befinden sich in ihrer Systematisierung auch die lokalen Varianten, so lassen sich die lokale Herstellung und Nutzung der Aucissafibeln verfolgen. Auch die Systematisierung der Bügelformen der pannonischen Aucissafibeln fördert in erster Linie die Analyse der Fragen der lokalen Herstellung und Nutzung (Tabelle 6). Der Querschnitt der frühen Aucissafibeln mit bandartigem Bügel kann sehr unterschiedlich sein, einzig die Verwendung des kleinen Verschlussknopfes am Ende des Bügels zum Nadelhalter hin scheint verpflichtenden Charakter zu haben.213

Tabelle 6.

Die Typen des Bügelquerschnittes der Aucissafibeln in Pannonien (s. Abb. 3)

TypBügelquerschnitt der Aucissafibeln
1.Bügel mit D-Querschnitt. Eigenart der frühen Aucissafibeln, auf deren Fläche keine Rille entlangläuft, sondern höchstens eine Längsrippe. Z. B. Ljubljana-Gornji trg 30/Emona.
2.Bügel mit Trapezquerschnitt, ist zu den frühen Typen zu zählen, bei denen auf der Fläche keine Rippe mehr läuft, sondern zwei Längsrillen. Z. B. Ljubljana-Starokrčanski center/Emona.
3.1.In der Mitte D-förmig gebogener Bügel, auf beiden Seiten auf dem Grund quadratische Vorsprünge zeigender Querschnitt. Eine Variante der klassischen Aucissa, bei der die Mittelrippe wiederkehrt, der Bügel auf beiden Seiten bandförmig entlang der Längsachse verdünnt wurde. Z. B. Zalalövő/Salla.
3.2.In der Mitte eine D-förmig gebogene Erhebung, die auf beiden Seiten durch eine gebogene Rille vom quadratischen Glied am Bügelrand getrennt wird, auf dem eine schmale Längsrille entlangläuft. Dies ist die klassische Form der Aucissafibel. Z. B. Zalalövő/Salla.
4.1.Bügel mit rechteckigem Querschnitt, auf dem zwei parallele viereckige Längsrillen entlanglaufen. Die Fläche des viereckigen Gliedes zwischen ihnen ist verziert. Das ist die erste Phase der Formentwicklung der Aucissa-Variante mit bandartig schmalem Bügel. Z. B. Árpás-Dombiföld-Malomdomb/Mursella.
4.2.Auf dem Bügel mit rechteckigem Querschnitt befinden sich neben der viereckigen Mittelrippe breite, tiefe, viereckige Längsrillen. Z. B. Árpás-Dombiföld-Malomdomb/Mursella.
4.3.Auf dem Bügel mit rechteckigem Querschnitt hebt sich die viereckige Mittelrippe etwas hervor, neben ihr breite, tiefe rechteckige Längsrillen. Z. B. Mezőörs.
5.1.In der Mitte des Bügels mit D-Querschnitt verläuft eine gebogene Längsrille, deren Boden verziert wird. Typ der Aucissafibeln mit Inschrift. Z. B. Ljubljana-Grad/Emona.
5.2.Mischung von D-förmigem und Rechteckquerschnitt-Bügel, auf beiden Seiten zwei gebogene, tiefere und in der Mitte zwei parallele, flacher gebogene Längsrillen. Typ der Aucissafibeln mit Inschrift. Z. B. Szombathely/Savaria 1.
6.Bügel mit Trapezquerschnitt, auf dessen Mittelteil eine schmale eckige Rippe entlangläuft. Dies ist die für lokale Varianten typische, nicht allgemein verbreitete Form. Z. B. Ljubljana-Grad/Emona.
7.1.Fibel mit Eselrückenbogen-Querschnitt. Typisch für lokale Varianten. Z. B. Ljubljana-Starokrčanski center/Emona.
7.2.Bügel mit Sechseckquerschnitt, dessen obere Platte von zwei schwach gebogenen Längsrippen gegliedert wird. Spätform. Z. B. Szombathely/Savaria 2.
8.Bügel mit bandartig schmalem Querschnitt. Unverziert, Querschnitt typisch für die späteren Varianten der Aucissafibeln. Z. B. Ljubljana-Gornji trg 30.

Aucissafibeln in der Kleidung und Tracht

Der Untersuchung der Formen und der Chronologie archäologischer Funde folgt die Bestimmung der Art ihrer Funktion und Verwendung.214 Den Trachtgegenständen brachten ihre einstigen Eigentümer nicht nur praktische, sondern auch ästhetische Erwartungen entgegen.215 Der Anspruch auf sorgfältige, „kunstvolle“ Bearbeitung lässt sich an den Aucissafibeln gut beobachten.

Die Art und Weise, wie die Aucissafibeln getragen wurden, kann an den Denkmälern und Darstellungen jener Zeit nicht studiert werden. Ein so kleines Element der einstigen Tracht wie die Heftnadel kommt auf Gemälden, Mosaiken, voll- oder halbplastischen Werken aus Stein bzw. Metall nur selten vor. Den bisher vorliegenden Angaben nach konnte eine Aucissafibel auf Bilddarstellungen bisher noch nicht bestimmt werden.216

Den Bügel der Aucissafibeln haben die einstigen Meister stark gebogen entworfen, damit er sich eignet, den dickeren Stoff zusammenzufassen und zu fixieren. Diese Fibeln verfertigten sie deshalb größer, damit sie dem Wunsch ihrer Auftraggeber entsprechend auch den stärkeren, gröberen Stoff sicher zusammenfassen und tragen können. Zu jener Zeit war das paludamentum oder sagum aus dickerem Stoff. Es ist auffallend, dass sich im Material der Militärlager keine völlig übereinstimmenden Aucissafibeln finden. Diese Tatsache kann schon an sich ein Beweis dafür sein, dass die Fibeln nicht paarweise getragen wurden.217 Der Mantel wurde üblicherweise auf der rechten Schulter zusammengefasst, in der frühen Kaiserzeit mit einer Aucissa-, später mit einer Knie-, dann Scheiben- und schließlich Zwiebelknopffibel, deshalb war von diesen Fibeln pro Person nur je ein Exemplar nötig. Zur Rekonstruierung der provinzialen Aucissafibeltracht können deshalb analog damalige Darstellungen des Tragens anderer Fibeltypen verwendet werden.

Beim Bestimmen der Aucissafibeltracht kann nicht auf Angaben pannonischer Bestattungen zurückgegriffen werden, da der frührömische Brandschüttungsritus keine entsprechende Ausgangsbasis dazu liefert. Die Angaben der Bestattungen im Barbaricum sind nicht oder nur in begrenztem Maß zur Rekonstruierung pannonischer Trachtbräuche zu verwenden. Dennoch ist es nötig, die Angaben über die Tracht der Aucissafibeln im Barbaricum zu überblicken. Aufgrund der von einigen Skelettgräbern im Barbaricum aufgezeichneten Fundumstände wird hier ein derartiger Versuch unternommen. Die Fibel in dem auf Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. datierbaren Grab in Veresegyház lag in der Nähe des Halses,218 die genaue Lage ist aber nicht bekannt. Im Grab 17 von Szeged-Felsőpusztaszeri Straße lag die Aucissafibel auf der rechten Schulter219 und die im Grab 10 von Anapa-Terskaja Straße 84/Gorgippia (Krasnodar Region, RU) gefundene Aucissafibel befand sich am linken Schulterknochen.220

Bei der Bestimmung der Trageweise der Fibeln können, da einstige Darstellungen fehlen, die genauen Grabungsbeobachtungen helfen. Doch im Fall der frühkaiserzeitlichen Aucissafibeln kann auch auf diese Möglichkeit nicht gebaut werden, weil die Toten in der untersuchten Epoche eingeäschert wurden. Selbst wenn die Trachtgegenstände mit den Gestorbenen verbrannt wurden und so ins Grab kamen, erhalten wir kein Bild von der einstigen Trachtordnung. Überhaupt ist der Brauch auch selten, die Aucissafibeln mit ins Grab zu geben. In Pannonien fand sich eine Aucissafibel in einem Grab von Emona221 (Abb. 7). Aufgrund des Fundzusammenhanges kann festgestellt werden, dass die Aucissafibeln in erster Linie zu den Kleinfunden der frühen Militärlager gehörten. Die Praxis der Augustuszeit änderte sich später, in der Tiberius–Claudiuszeit, weil diese Fibeln auch in Zivilsiedlungen222 und Friedhöfen223 auftauchten. Von da an ist mit dem Brauch zu rechnen, dass mit den Soldaten zur gleichen Zeit auch Männer mit Zivilberufen und Frauen die Aucissafibel trugen.224 In großer Zahl finden sie sich besonders im Vicus bei den Militärlagern, wo die Veteranen sich mit ihren Familien niederlassen konnten.

Abb. 7.
Abb. 7.

Grabinventar einer Frau mit Aucissafibel in Colonia Emona/Ljubljana (Kat.-Nr. 84) (nach Petru, 1972, 155, Taf. XXVII.12) M: 1:3

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Berücksichtigt man dies, so kann die Aucissafibel als ein Gegenstand bestimmt werden, der geeignet ist, in solchen Gebieten zum Gradmesser der Romanisierung zu werden, in denen der Typ ursprünglich fremd war. (Mit Ausnahme des Gebietes von Nordgallien, weil der Typ vermutlich von hier stammt und auch als Teil der Lokaltracht interpretierbar ist.) Das Fehlen der Aucissafibeln in der Frühperiode kann darauf verweisen, dass die betreffende Siedlung oder der Friedhof wenig romanisiert war – und umgekehrt kann ihr Vorhandensein das vorgeschrittene Maß der Romanisierung im Gebiet anzeigen.

Die klassischen Aucissafibeln sind im Allgemeinen groß. Innerhalb der Gruppe ist aber auch zu beobachten, dass kleinere, grazilere Varianten von ihnen entstanden, die die Forschung für einen Bestandteil der Jungentracht hält.225 Bei den im Legionslager von Augst gefundenen, zur Gruppe 2 gehörigen Fibeln zeigt sich vor allem ebenfalls ein Größenunterschied.226 Aufgrund dieser kleineren Fibeln nahm E. Riha an, dass sie zur Frauen- bzw. Kleinmädchentracht gehört haben können.227 Das alles begründete sie damit, dass diese Fibeln so kleine, zerbrechliche Exemplare seien, dass sie sich nicht für die Heftung der Oberkleidung eigneten. Sie hält es für möglich, dass in diesem Fall die Frauen diese Fibeln damals dennoch paarweise trugen und sogar mit kleinen Ketten miteinander verbunden haben können. E. Riha unterstützte mit dieser Meinung die Bemerkung von E. Ettlinger: Wir können nicht hinter jeder einzelnen verloren gegangenen Aucissafibel einen Soldaten als einstigen Träger einer Heftnadel suchen.

Werkstätten und Handelskontakte

Ein Teil der Aucissafibeln trägt den Namen ihres einstigen Herstellers, Werkstattleiters oder Eigentümers. Es ergibt sich die Frage, wo sich die Produktionszentren dieser Fibeln mit oder ohne Inschrift befunden haben mögen. Einer Untersuchung der Werkstattfragen der Aucissafibeln helfen die bekannten Erscheinungen und Fundumstände im Zusammenhang mit der Herstellung der terra sigillata nicht. Wir kennen keine Bronzewerkstatt, bei der eine Gussform, vielleicht ein bei der Inschriftenherstellung verwendetes Hilfsgerät gefunden worden wäre. Die missglückten oder während des Gebrauchs beschädigten Exemplare konnten überall neu gegossen werden.

Bei der Werkstattbestimmung hilft uns auch die Verbreitungskarte der Fibeln nicht, weil diese offensichtlich nicht von den Produktionsstätten und nicht einmal von der Handelstätigkeit bestimmt wird, sondern von der Mobilität des Heeres. Die Aucissafibeln erschienen meistens dort, wo die Mitglieder des Heeres sie benutzten oder verloren.

Da archäologische Funde fehlen, müssen also auch sprachwissenschaftliche Angaben berücksichtigt und die Namen auf den Fibelinschriften analysiert werden. Darüber ist sich die Forschung einig, dass der Name Aucissa eine keltische Bildung ist, darüber gehen aber die Meinungen bereits auseinander, ob der Name zur italischen oder gallischen Namengebung gehört. Aufgrund dessen wird in beiden Regionen nach der ersten Werkstatt der Aucissafibeln gesucht. Der Hypothese, dass der Name etruskisch oder etruskisch-römisch sei, widerspricht die Tatsache, dass ein Männername mit dem Bildungssuffix -issa in etruskischen Gebieten nicht vorkommt. Häufig ist das Suffix bei den gallischen, den mitteleuropäischen Männernamen der Kelten.228 Auch die erste Hälfte des Namens kann aus dem Keltisch-Gallischen erklärt werden. Die Gallier waren für ihre guten Handwerker berühmt, die viele fibelähnliche, kleine Metallgegenstände fertigten. Auf einem Teil der zu den Aucissafibeln gehörigen gallischen Exemplare sind auch andere gallische Namen genannt (z. B. Accu, Atrectos, Boduos, Durnacus, Iulios Avo, Litugenus). Da die Forschung diese Namen aus anderen Regionen nicht kennt, nimmt ein Teil der Forscher die gallische Produktion der Aucissafibeln an.229 Vielleicht kann diese Praxis auch mit dem Brauch der gallischen Namensgebung parallel gestellt werden, kann also die gallische Herstellung einzelner Serien von Aucissafibeln für möglich gehalten werden, die dann im gesamten Reich kopiert worden sein könnten.

Gegen die gallische Werkstattidentifizierung und für eine norditalische Herkunft sprechen auch gewichtige Argumente. Die Wurzeln der keltischen Namensgebung sucht und findet ein bedeutender Teil der Forscher in Norditalien.230 Neben den in den frühesten Legionslagern der Augustuszeit am Oberrhein als Leitfunde geltenden norditalischen terra sigillata glaubt man von den auftauchenden Aucissafibeln ebenfalls, dass ihre ersten Exemplare „irgendwo“ in Italien gefertigt wurden. Diese frühen Exemplare sind nach E. Ettlinger die anspruchsvoll ausgearbeiteten, fein ziselierten Stücke,231 während die grob bearbeiteten, nachlässig verzierten Fibeln die lokalen Nachahmungen wären.

Zur Entscheidung des „Urwerkstatt“-Streites genügt es nicht, die sprachwissenschaftlichen Beweise aufreihen zu lassen. Auf die Antwort muss bis zum Erscheinen der notwendigen archäologischen Angaben gewartet werden. Da die Aucissafibeln im gesamten römischen Reichsgebiet gefunden werden, entsteht die Frage, wo die kleinen Bronzegegenstände in Serie produziert worden sein können. Ein darauf hinweisendes Zeichen könnte zum Beispiel sein, wenn in einer engeren Region viele Stücke eines Untertyps erschienen. Bei der Beantwortung der Werkstattfrage muss die Tatsache berücksichtigt werden, dass die Fibeln produzierenden Meister daneben viele andere Gebrauchsgegenstände aus Metall schufen und reparierten.

Ausschließen lässt sich auch die sogenannte „Wanderhandwerker“-Theorie nicht, wonach ein Meister mit seinen Gussformen, Arbeitsgeräten und Musterbüchern von Legionslager zu Legionslager weiterzog. Sicher ist wohl nur, dass im ganzen Imperium die von den Legionären verbreiteten Fibeln dort hergestellt wurden, wo der Bedarf für sie vorhanden war – in den fabricae der Legionslager oder dem vicus neben ihnen. Ein Blick über das Gesamtgebiet des Imperium Romanum zeigt, dass einzig aus Rheingönheim eine halbfertige Aucissafibel bekannt ist.232

Es ist anzunehmen, dass die frühen Typen aufgrund einheitlicher Gesichtspunkte in einer nach einem oder mehreren identischen Prinzipien arbeitenden Werkstatt gefertigt wurden, weil ihre Formen in einem großen Gebiet identisch sind.233 Später erschienen aber auch lokale Varianten. Solche lokalen Imitationen konnten in Illyrien, in der Region Salona–Emona–Siscia nachgewiesen werden.234 Im pannonischen Kreis Siscia zeigt der Typ A242.3 eine zahlenmäßige Verdichtung, deren Grund die Forschung in der Tätigkeit einer lokalen Werkstatt fand.235 Jedoch weder hier noch in anderen Gegenden von Pannonien, ja nicht einmal im ganzen Reichsgebiet, finden sich mit Ausnahme des Exemplars von Rheingönheim halbfertige oder misslungene Aucissafibeln und Gussformen.

Historische und Gesellschaftsgeschichtliche Folgerungen

Der Trägerkreis der Aucissafibeln

Über die Verteilung der Fundorte pannonischer Aucissafibeln ist Folgendes festzustellen. Ein bedeutender Teil der Fibeln, 98%, gehört zu Siedlungen militärischen Charakters, zu zeitweisen oder ständigen Militärlagern, und insgesamt nur 2% wurde aus Bestattungen freigelegt (Ljubljana/Emona-Tržaška cesta Grab 2,236 Ljubljana/Emona Grab 268;237 Abb. 7). Diese Tatsache ist in Einklang mit den in anderen Reichsteilen – vom Rheinland über die Alpenregionen bis nach Hispania und Britannia – beobachteten Erscheinungen.

Im Gebiet von Pannonia ist keine Aucissafibel aus authentisch beobachteten und dokumentierten Grabungen in spätkeltischen, La Tène D-Niederlassungen bekannt – ungeachtet dessen, dass zahlreiche Angaben in diesem Raum auf die lebhaften italischen Kontakte der Bevölkerung vor der römischen Eroberung hinweisen. Vielleicht kann der Streufund aus dem Keltenoppidum Velemszentvid, die Aucissafibel Typ A242.2, auf die römischen Kontakte der lokalen keltischen Einwohnerschaft vor der Eroberung hinweisen, aber sie kann auch ein Zeichen der nach der Eroberung beobachteten Romanisierung sein.238 Ähnliche Möglichkeiten ergeben sich auch hinsichtlich der Interpretation der Aucissafibeln in der befestigten Niederlassung Herkóca/Gomolava.239 Das Auftauchen der Aucissafibeln in zivilem Milieu ist der Beweis für die Romanisierung der Lokalbewohnerschaft.

Die überwiegende Mehrheit der registrierten pannonischen Aucissafibeln besteht aus Bronze. Diese Metallieringung ist das Material solcher Gegenstände, die den Ansprüchen der Mittelschicht gemäß massenweise hergestellt wurden. Zum Begriff „Mittelschicht“ gehört jener Teil der Bevölkerung von militärischer und ziviler Beschäftigung, der diese Trachtgegenstände bezahlen konnte.

In der Provinz Pannonia wurde bisher eine einzige versilberte Aucissafibel gefunden, nämlich in Mezőörs (Nr. 91, Abb. 6.1–2). Bei diesem zu den späten Varianten gehörenden Streufund kann man bezüglich der Person des Benutzers, seiner gesellschaftlichen Stellung, des Geschlechts usw. nur raten. Die schön ausgearbeitete, kleinere Heftnadel erlaubt es, auf einen anspruchsvollen, wohlhabenderen Auftraggeber zu folgern. Fibeln aus Edelmetall sind in Italien häufiger und kommen nur selten in den Provinzen vor.240

Eiserne Aucissafibeln wurden in Pannonien nicht gefunden; sie sind auch in anderen Gebieten des Reiches selten.241 Aus Eisen fertigte man Fibeln im Allgemeinen in der Augustuszeit.242 Die Verwendung von Eisen als Material versteht die Forschung teilweise als ungestörte Weiterexistenz des keltischen Metallhandwerks, teilweise erklärt sie sie mit dem Vorhandensein des am Ort auszubeutenden Materials.

Die Verbreitung der Aucissafibeln in Pannonien

Überblickt man das Vorkommen der in der Provinz Pannonia gesammelten Aucissafibeln gemäß ihren Fundorten, kann festgestellt werden, dass diese Kleinfunde bei der Untersuchung der früheren Geschichte Pannoniens bezüglich der Feststellung der Militärpräsenz und der Chronologie eine wichtige Rolle spielen. (Abb. 1)

Wie auch die Beispiele aus dem Rheinland zeigen, kann die Verbreitung der Aucissafibeln mit dem Auftreten des Militärs in Beziehung gebracht werden, und so kann diese Fibel auf den Prozess der militärischen Inbesitznahme im betreffenden Gebiet hinweisen.243 In Pannonien können die frühen Typen der Aucissafibeln mit der Eroberungsperiode der Augustuszeit verbunden werden.244 Solche Fibeln sind anfangs an den Italia mit diesem Raum verbindenden Radialstraßen zu beobachten: in Richtung Carnuntum entlang der Bernsteinstraße, auf der Strecke Poetovio–Aquincum und Poetovio–Sirmium und dann in den entlang des Limes errichteten Befestigungen und den Veteranensiedlungen.245 Die Aucissafibeln finden sich auch in Hispanien entlang den Römerstraßen. Die frühesten Aucissafibeln kommen an den wichtigeren Fundorten im Drau–Save-Tal, an den einstigen Quartieren des Besatzungsmilitärs vor (Siscia, Sirmium). An diesen Fundorten kann auch anderes frühkaiserzeitliches Fundmaterial nachgewiesen werden, frühe Amphoren, terra sigillata und Metallgefäße der Augustuszeit.246 In Pannonien kommt der Untertyp A242.2 am häufigsten vor: 44% sämtlicher bekannten Fibeln und 57% der sämtlichen in Typen und Untertypen einzureihenden Fibeln.

Auf dem Gebiet der späteren Provinz Pannonia geschah der Aufmarsch der kaiserlichen Streitkräfte in zwei Hauptrichtungen: in West-Ost-Richtung durch das Drau–Save-Zwischenstromland bis zur Donau und in Süd-Nord-Richtung entlang der Bernsteinstraße ebenfalls bis zur Donau. Der Flussabschnitt zwischen den beiden Straßenzügen war die Ripa Danuvii; entlang der Ripa kann der Ausbau der Linie befestigter Plätze, die Anwesenheit des Militärs nachgewiesen werden.

Aufgrund des Vergleichs und Überblicks des Fundmaterials aus dem gesamten Römischen Reich wird gut wahrnehmbar, dass die relative und absolute Chronologie der Aucissafibeln dazu beiträgt, ein genaueres Bild von der Wegstrecke und Geschichte der frühen Feldzüge, der Organisierung der Provinz und der Stabilisierung der römischen Verwaltung zu bekommen.

Die Ost-West-Aufmarschstrecke (das Drau–Save-Zwischenstromland) und der Donaulimes

Der gemeinsame Ausgangspunkt der von Osten und Norden zur Donau verlaufenden Straßen war Emona, das Plinius als pannonische Stadt erwähnte.247 Am Fundort Ljubljana-Gornji trg. 30248 zeugen die frühen Aucissafibeln mit Blechbügel, datierbar zwischen 25 v. Chr. und 5 n. Chr., von den regen italischen Kontakten in der frühesten römischen Eroberungsperiode der Augustuszeit. An demselben Fundort finden sich in Siedlungsphase III auch die klassischen Aucissafibeln, die eine zwischen 19 und 4 v. Chr. geprägte Augustusmünze datiert.249 Die am Fundort Ljubljana-Grad250 und im Bereich Emona-Starokrčanski center251 in Sekundärlage gefundenen klassischen Aucissafibeln sind in die Mitte bis zur zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zu datieren. Einer Inschrift zufolge wurde Emona 14/15 n. Chr. in den Rang einer colonia erhoben, aber damals ist die Existenz des Militärlagers noch nicht belegt.252 Die hohe Zahl der Aucissafibeln in Emona weist jedoch darauf hin, dass dort zahlenmäßig größeres Militär geweilt und sich vielleicht auch ein frühes Übergangsmilitärlager befunden hat. In Pannonien haben sich zuerst in Emona ausgediente Soldaten niedergelassen; zu ihrer Hinterlassenschaft gehören vielleicht einige Aucissafibeln auf dem Friedhof.

An der in Emona beginnenden W-O-Straße fanden sich an fast jedem strategisch wichtigen Punkt, an den Stellen der späteren bedeutenden Städte oder Festungen Aucissafibeln (s. Sisak/Siscia, Eszék/Mursa, Dombó/Dumbovo, Sirmium, Hrtkovci/Herkóca/Gomolava).

Siscia liegt am Zusammenfluss von Save und Kulpa an einem wichtigen strategischen Punkt, von dem aus das Savetal kontrolliert werden konnte und wo mit einem Militärlager seit der Augustuszeit zu rechnen ist.253 Der Ort war schon 35/33 v. Chr. eine Station des von Octavianus geführten Feldzuges. Danach war es bei der Besetzung und der Organisierung der Provinz notwendig, ständig Militär in erheblicher Zahl in der Siedlung zu stationieren. 19% sämtlicher dort gefundenen Aucissafibeln gehören zum frühesten Untertyp A242.1 und 33% zum klassischen Untertyp A242.2 der Augustuszeit. Aufgrund dessen ist vorauszusetzen, dass die Ansprüche der Soldaten durch die hier in großer Zahl gefundenen Aucissafibeln, bei denen die frühen Untertypen in der Überzahl sind, aber auch die späteren Typen vorkommen, befriedigt wurden. Die lokale Herstellung des Untertyps A242.3 hat die Forschung schon seit Langem als Tatsache anerkannt.254 Einer neuen Hypothese gemäß können die Inschriften VALERIUS, CARTILIUS und DURNACUS auf einer Großzahl des frühen Fibeltyps A.242.1 in Dalmatien mit den frühen römischen Feldzügen zusammenhängen in der Zeit des „pannonischen Aufstandes“ (6–9 n. Chr.) oder in der Periode, als Drusus sich in Dalmatien aufhielt (17–20 n. Chr.).255

Die Aucissafibeln im Raum colonia Mursa256 und auch die Sigillaten der späten Augustus–Tiberiuszeit werfen die Möglichkeit der frühen Anwesenheit des römischen Militärs und eines Lagers auf, was für den Schutz des Flussübergangs über die Drau sorgte.257 Seit den ersten Jahrzehnten n. Chr. lag dort ein wichtiges Handelszentrum, das vor allem die Bedarf des Militärs befriedigte (siehe die gestempelten Dachziegel). Alle vier bekannten Aucissafibeln aus Mursa gehören zum häufigsten Untertyp A242.2, was auch in dieser Hinsicht die Annahme des frühen Lagers ermöglicht.258

Zur Zeit der römischen Besetzung kann außer in Siscia auch in Sirmium259 Militär stationiert gewesen sein, weil im Jahr 6 n. Chr. die aufständischen Pannonier260 bei Salona diese Garnison angriffen und Tiberius zum Rückzug zwangen. Tiberius, der die Herrschaft des Maroboduus beseitigen wollte, schloss wegen des gerade im Süden ausgebrochenen Aufstandes plötzlich Frieden und verzichtete auf die dauerhafte militärische Besetzung der Nordgebiete. Um Italien zu schützen, begann er eher im Südteil Pannoniens mit umfangreichem Straßenbau zur Sicherung des Nachschubes für das aufmarschierende Heer. Eine solche Straße führte schon früher, 19/20 n. Chr., über Sirmium. Im Einklang mit den historischen Angaben kann die Aucissafibel der Siedlung vom Untertyp A242.2 den Gebrauch dieser Fibeln auf die ersten Jahrzehnte des 1. Jahrhunderts n. Chr. datieren.

Südöstlich von Sirmium war die befestigte Siedlung Hrtkovci/Herkóca/Gomolava in der späten La Téne-Periode ein lokales Zentrum. Die Bevölkerung dieses Raumes wird vermutlich schon vor der pannonisch-dalmatinischen Empörung, beim Tiberiusfeldzug mit den Römern in Kontakt gekommen sein. In Gomolava ist die früheste römische Ware unter den vielen spätkeltischen Keramiken zwischen 15 v. Chr. und 15 n. Chr. zu datieren.261 In der befestigten Niederlassung Gomolava kann im Laufe des 1. Jahrhunderts eine römische Militäreinheit stationiert gewesen sein.262

Im Donauabschnitt zwischen Drau und Save (Ripa Danuvii) gibt es an vielen Posten entlang des Limes Aucissafibeln, die vor allem in militärischem Zusammenhang interpretiert werden können.

In Novi Banovci/Újbánya/Burgenae, das durch literarische Erwähnung bekannt wurde, bestimmte man auch den Namen der im Kastellum stationierten Truppen mit Hilfe von gestempelten Dachziegeln.263 Leider ist die Forschung der modernen Freilegung des Lagerinneren noch schuldig, so können die dortigen Aucissafibeln nur Andeutungen auf das Militär sein.264 Ähnlich verhält es sich auch mit der in Dombó entdeckten Aucissafibel.265 Den Namen des römischen Kastellums Surduk/Szurdok/Rittium kennen wir ebenfalls aus einem literarischen Hinweis. Im Lager war die ala I Augusta Ituraeorum stationiert. Die Ausdehnung des Lagers wurde bei einer Ausgrabung von 1892 festgestellt.266 Den epigraphischen Angaben des Kastellums Dalj/Dálya/Teutoburgium gemäß waren dort mehrere Truppenkörper im 1. Jahrhundert n. Chr. stationiert (ala II Hispanorum Aravacorum, ala I civium Romanorum). Leider machen es die heutigen ungünstigen Umstände unmöglich, die innere Chronologie des Lagers zu bestimmen. (Eine Ziegelei arbeitet an dieser Stelle und die Donau zerstört mit ihren ständigen Hochwassern die verbliebenen Gebäudereste.) Die Aucissafibel ist ein Zeugnis des Ausbaus des Festungssystems entlang des Limes.

Die Süd-Nord-Aufmarschstrecke bis zur Donau (Bernsteinstraße)

Eine der Hauptwegstrecken für die römischen Eroberer durch Westpannonien war die uralte Handelsstraße, die die Adria mit dem Nordseegebiet verband, die Bernsteinstraße. Anfangs ist an ihr mit einer Reihe von Militärposten zu rechnen, die die Nachschubmöglichkeiten sicherten und als Ausgangspunkt für die nacheinander zur Einnahme Transdanubiens begonnenen Feldzüge dienten. An einem solchen Posten ist neben dem Soldatenquartier mit Lagerräumen und eventuell einer Werkstatt zu rechnen. Von diesen sind im Fundmaterial von Poetovio, Salla, Savaria und Carnuntum Aucissafibeln abzusondern.

Eines der ersten Legionslager des von Aquileia aus vorrückenden römischen Heeres im sich organisierenden Gebiet Pannoniens war Poetovio, wo Holzgebäude der Augustuszeit und aus dieser Periode stammende Reste der Keramik- und Bronzegusswerkstätten entdeckt wurden.267 Die Mehrheit der hier gefundenen Aucissafibeln (4 St.) gehören zu frühen, auch in der Augustuszeit genutzten Untertypen (Typen A242.1, A242.2). Nur ein Exemplar vertritt den spätesten Untertyp (A242.6).

Das expansive römische Heer hat an der Aufmarschstrecke Militärposten in bestimmten Abständen voneinander eingerichtet. Nach Norden vorrückend kreuzte die Bernsteinstraße den Fluss Zala, wo die Sicherheit des Flussüberganges die Errichtung eines Militärpostens begründet haben mochte. An den Orten von ähnlich guter geographischer Lage wurden anfangs provisorische Quartiere, später Lager und sogar auch Werkstätten gebaut. Eine derartige vorübergehende Militärbasis konnte auch im Gebiet von Salla zur Zeit der römischen Besetzung bestanden haben.268 In Salla gehören alle drei gefundenen Fibeln einem Untertyp an (A242.2): Bei jeder läuft in der Mitte eine schmale, bei zweien (Nr. 186–188) je eine verzierte Längsrippe entlang. Der schmale Bügel der einen Fibel (Nr. 186) gehört zu den frühen Varianten, die in den Jahrzehnten n. Chr. genutzt wurden. Bei den Ausgrabungen in Salla fanden sich terra sigilla der Augustuszeit in der jüngeren Vergangenheit.269 Diese frühkaiserzeitlichen Funde können mit Tiberius’ Feldzug im Jahre 6 n. Chr. gegen Maroboduus und der ersten Phase des Militärlagers in Verbindung gebracht werden. Die Reste dieses Lagers wurden noch nicht gefunden, aber die seit Neuem gemachten Funde (Lanze, republikzeitliche Münzen und Münzen der Augustuszeit, terra sigillata) weisen auf ein solches Lager hin.270 Südlich der Donau fehlten die Spuren des militärischen Aufmarsches gegen Maroboduus bis in die nahe Vergangenheit. Besonders beachtenswert ist, dass terra sigillata mit dem Stempel von P. Attius und Gratidius unter dem Siedlungsniveau der Claudiuszeit gefunden wurden, diese können also zum früheren Horizont der Augustuszeit gehört haben.271 Eine so frühe Datierung der Fibeln auf dem Gebiet Sallas ist von der Form her zwar vorstellbar, da dieser Typ lange Zeit in Gebrauch war, aber ihre Fundumstände, die münzdatierten Schichten272 sprechen eher dafür, dass sie in der späteren Claudiuszeit (Lager einer Ala) gebraucht wurden und in die Erde kamen.

Bei den neuesten Ausgrabungen273 in Savaria im Bereich des Iseums wurden drei Aucissafibeln vom Untertyp A242.2 gefunden, die neue Angaben zur frühen Geschichte der Stadt liefern. Savaria liegt an der Bernsteinstraße, deshalb konnte es eine wichtige Nachschub- und Handelsstation auch schon zur Zeit des Feldzuges gegen Maroboduus gewesen sein. Weil archäologische Angaben fehlen, kann nicht angenommen werden, dass Savaria an der Stelle einer Eingeborenensiedlung entstanden sei. Endre Tóth meint, die Stadt habe als Vorgänger ein Militärlager gehabt, wie andere coloniae im Fall von Siscia und Poetovio.274 Bisher wurden jedoch keine Funde (militaria) gefunden, die mit terra sigillata,2765 militärartigen Bauten oder Soldaten vor der Stadtgründung, der Claudiuszeit, in Beziehung zu setzen wären.

Bei der erneuten Ausgrabung am Iseum konnte der Ausgräber Ottó Sosztarics eine frühe „Holzbau Periode“ beobachten, die ins 1. Jahrhundert n. Chr. datiert werden kann. Mit dem Auffinden der Aucissafibeln wurden die früheren archäologischen und historischen Hypothesen über die Entstehung der Stadt bestätigt.276 Im Licht all dessen kann die militärische Rolle Savarias in der Besetzungszeit als Fakt betrachtet und außerdem – wie bei Siscia, Poetovio und Sirmium – auch bei Savaria militärische und Handelsbedeutung angenommen werden.

In Carnuntum und seiner unmittelbaren Umgebung ist die Menge277 von Aucissafibeln beachtlich groß und aufgrund dessen ist auf aktive militärische Anwesenheit zu schließen. Carnuntum war ein Ort mit strategischer Bedeutung: Es liegt am Treffpunkt der Bernsteinstraße und der Donau, wo eine der frühesten Festungen des Donaulimes errichtet wurde. Bis heute gelang es nicht, auf Spuren eines frühen Lagers aus der Augustus–Tiberiuszeit zu stoßen (Carnuntum I),278 Metall- und Keramikfunde aus der frühen Augustuszeit machen das Bestehen eines Lagers aber wahrscheinlich.279 Die früheste Schicht des bisher freigelegten Lagers stammt aufgrund der Münz- und Keramikfunde aus der Claudiuszeit,280 aber die Aucissafibeln Carnuntums sind nur zu einem Drittel in diese spätere Periode zu datieren (Untertypen A242.4, 5, 6; Tabelle 5).

In dieses chronologische Bild können die in der Augustuszeit genutzten Varianten der von Carnuntum bekannten Aucissafibeln, die zwei Drittel der sämtlichen Aucissafibeln ausmachen, nicht eingeordnet werden. Eine mit CARTILIUS gestempelte Fibel fand sich auch am Fundort Schützen am Gebirge im pannonischen Vorraum von Carnuntum (Nr. 182). Diese Fibeln mit schmalem Bügel, gekerbt verzierter und gegossener Scharnierhülse gehören zum Untertyp A242.1, sind in die Augustuszeit zu datieren und vermutlich in Zusammenhang mit einem frühen Feldzug zu stellen. Vor der Claudiuszeit führte in dieser Gegend Tiberius im Jahr 6 n. Chr. seinen Feldzug gegen Maroboduus, den er aber wegen des plötzlich ausgebrochenen pannonischen Aufstandes abbrechen musste, und die Truppen wurden nach Dalmatien überführt. Die frühkaiserzeitlichen Keramik- und Metallfunde stammen also nicht aus einer Handelsniederlassung, sondern wahrscheinlich aus der Versorgung der zahlenmäßig großen, kurzzeitig im Raum Carnuntum stationierten Truppen. Mit dem Auftauchen ähnlicher Funde wird wahrscheinlich auch der Ort des frühesten Lagers von Carnuntum (hiberna ad Danuvii) identifizierbar,281 denn nur Soldaten konnten die in engen Zeitgrenzen datierbaren großen Mengen früher Aucissafibeln (Untertypen A242.1, 2)282 getragen haben, und zu ihnen gehören auch die vielen militaria. Ähnliche Erscheinungen stellt man auch im nördlichen Vorfeld von Carnuntum fest (s. Devin).

Die inneren Gebiete der Provinz Pannonia und der Donaulimes

Mehrere Aucissafibeln fanden sich an einem Fundort zwischen den Gemeinden Árpás und Mórichida, der als municipium Mursella identifiziert wurde. Die Stadt liegt an der Straße zwischen der colonia Savaria und dem in der Claudiuszeit bereits ausgebauten Auxiliarkastellum von Arrabona zwischen den Übergangsstellen der Raab und der Marcal. Frühere Grabungen haben bewiesen, dass der Fundort weder ein Militärlager noch eine spätantike Festung war – wie früher angenommen wurde –, sondern eine Stadt, von der bei den letzten Ausgrabungen vier Hauptbauperioden festgestellt werden konnten.283 Die Siedlung entstand spontan in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zwischen den Flussübergängen und verdankte auch ihre spätere Entwicklung sicherlich ihrer Lage, denn im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde sie in den Rang eines municipium erhoben.284 Die im Segment 64, unter der Mörtelung des Hofes gefundenen Aucissafibeln und die eines anderen Streufundes (Nr. 1–2) gehören zum Typ A 242.6, deshalb sind sie nicht zur „Holzkonstruktions“-Periode,285 zur ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr., sondern eher zur „Töpfer“-Periode ab der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zu zählen.286 Dementsprechend können als Träger der Fibeln eher angesiedelte Veteranen287 als romanisierende Bewohner288 der Eingeborenensiedlung mit spätkeltischer Tradition in Frage kommen. Das seit Neuem südöstlich der Stadt mit Luftaufnahmen studierte, 150 × 150 m große viereckige Objekt ist vermutlich als Militärlager zu identifizieren. Im Fall von Mursella sind also die Aucissafibeln vor allem mit ausgedienten Personen zu verbinden, vielleicht aber auch mit Mitgliedern der Eingeborenenbevölkerung der Siedlung, die die römischen Traditionen und Mode übernahmen.

In Arrabona/Győr-Martinovics tér, in einer Grube aus dem 5. Jahrhundert fand sich vermutlich in sekundärer Lage eine Aucissafibel. Auch wenn es fortlaufend Angaben für ein frühes auxiliaris castellum in Arrabona gibt (Grabsteine, frühe Keramik, terra sigillata), ist es bisher nur gelungen, das etwa 25–30 n. Chr. erbaute Lager der Claudiuszeit zu lokalisieren, in dem wahrscheinlich die ala Pannoniorum stationiert war.289 Bisher wurde jedoch die Aucissafibel (Typ A.242.2) vom Fundort Győr-Káptalandomb – allerdings in Sekundärlage – nicht zu den Beweisen einer frühen Besetzung gezählt. Sie ist ihrer Form nach in die Zeit 25/30 v. Chr. – 50/55 n. Chr. zu datieren und muss demnach zu den von Eszter T. Szőnyi angeführten Beweisen für das frühe Militärlager gerechnet werden.290 Ihre Datierung vor die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. unterstützt das Tannenmotiv auf dem Bügel bzw. die an die Augenfibel erinnernde kreisförmige Verzierung auf beiden Seiten. Auf dem gebogenen Bügel werden zwei Längseintiefungen von drei Rippen begrenzt, die eine schräg eingeritzte Linienreihe verziert. Auf dem Fundort Győr-Káptalandomb datiert die frührömische Keramik291 das frühe sogenannte Barackenlager aus Holz-Erde-Konstruktion und seine Gebäude in die Claudiuszeit. Neuerdings rechnet die Forschung aufgrund der terra sigillata mit viereckigem Stempel auch in Arrabona mit einem nur kurz existierenden Militärlager der späten Augustus- oder frühen Tiberiuszeit.292 Dieser Datierung würde auch die Aucissafibel von Arrabona nicht widersprechen.293

Fast auf halber Strecke zwischen Carnuntum und Aquincum entstand am rechten Donauufer, gegenüber der Mündung der Waag in die Donau, das Legionslager von Brigetio. Auch die Gleichzeitigkeit des Legionslagers und der provisorischen Lager deutet die strategische Wichtigkeit dieses Abschnittes an.294 Die Aufgabe der hier stationierten Soldaten war neben dem Schutz des Donauüberganges die Kontrolle über die benachbarten, vor allem germanischen Völker.295 Den nördlichen Teil des frühesten, in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zu datierenden, 200 m breiten Holz-Erde Lagers schwemmte die Donau fort. Mehrere – mindestens 18 – provisorische Lager sind im Kreis Brigetio zu lokalisieren. Sie waren die Garnisonen und Übungslager der für diesen Limesabschnitt mit Verteidigungs- oder eher noch mit Angriffsabsicht zusammengezogenen Truppenkörper und können teilweise mit den Markomannenkriegen in Zusammenhang gebracht werden.296 Drei von den Aucissafibeln aus Brigetio im Katalog können zu früheren, auch in genutzten Untertypen A242.2–4 (Nr. 67–69) und drei zum in die Mitte und die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. datierbaren Untertyp A242.6 (Nr. 70–72) gerechnet werden. In Kenntnis des gesamten Fundmaterials muss geklärt werden, zu welcher Nutzungsphase der Lager die Aucissafibeln gehört haben und mit welchen anderen frühen Funden in Verbindung gebracht werden können.297

Die Aucissafibeln von Százhalombatta (Matrica) sind alte Streufunde,298 die jedoch nicht bei den Freilegungen der nahen Vergangenheit in der Festung gefunden worden sein können, weil bei ihnen keine anderen, ähnlich früh datierbaren Funde vorkamen.299 Es kam auch keine frühere Aucissafibel als die von Matrica bei der Ausgrabung des Auxiliarkastell der Vespasianuszeit in Baracs (Annamatia) zum Vorschein.300 Weitere Forschung beansprucht, wann die Vorgänger im 1. Jahrhundert von Matrica und anderen militärischen Befestigungen am Limes erbaut wurden und zu welcher kriegerischen Unternehmung welche Lagerbenutzung gehören konnte.

Das bisherige Fehlen von Aucissafibeln in Aquincum kann zur Zeit am ehesten als Mangel der Forschung betrachtet werden, denn bezüglich früher Kastelle verfügen wir über archäologische Angaben (Víziváros, Bem tér),301 wonach dort auch das Vorkommen von Aucissafibeln zu erwarten ist.302 In Aquincum ist um 45–50 n. Chr. die ala I. Hispanorum nachzuweisen.303 Die bisher erste schriftliche Quelle über das Kastellum ist nicht früher als auf 106 n. Chr. und der Umbau des Holz-Erde-Lagers zum steinernen Lager in die Zeit nach den Markomannenkriegen zu datieren.

Eine beachtenswerte Erscheinung ist, dass Aucissafibeln in den inneren Gebieten der Provinz Pannonia bis heute nur vereinzelt bekannt sind. Sie erscheinen in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. in erster Linie an Orten, wo die Anwesenheit des aktiven Militärs oder von Veteranen nachzuweisen ist (Grenzschutzlinie, Feldzug oder Aufmarschstrecke, Veteranensiedlungen).

In dieser Hinsicht ist die Aucissafibel (Nr. 44) mit dem Inschrift AVC[…]A, die in einem geschlossenen Fundkomplex der spätkeltisch-römischen Fundstelle des vicus in Bátaszék zusammen mit einer Lampe Loeschke Typ X und einem Fragment einer Bojović-Amphore Typ 549/554 gefunden wurde, besonders bemerkenswert.304 (Abb. 6.3, Abb. 19.1) Die ländliche Siedlung in Bátaszék lag nur 4 km von der Limes-Straße entfernt, was die starke Romanisierung der Bevölkerung ab dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. erklärt, die sich vor allem in Alltagsgegenständen widerspiegelt, während traditionelle Werkzeuge mit für die keltische Zeit typischen Formen und Funktionen noch in Gebrauch waren.305 In den frühen Siedlungen veränderte die Übernahme der römischen Lebensweise die materielle Kultur der keltischen Bewohner in unterschiedlichem Maße. Der römische Einfluss hing weitgehend von der Entfernung der ländlichen Siedlungen von römischen Straßen und größeren Zentren ab. Es ist zu erwarten, dass frührömische Artefakte, darunter auch Aucissafibeln, in den pannonischen Siedlungen der Ureinwohner zu finden sind.

Die geringe Anzahl von Aucissafibeln in den Siedlungen der einheimischen Bevölkerung kann auch als Forschungsmangel in Eingeborenensiedlungen gelten, denn selbst aus dem germanischen Barbaricum gibt es ein Beispiel dafür, dass die römische Anwesenheit im betreffenden Gebiet Einfluss auf das Leben der Barbaren hatte und aufgrund archäologischer Funde (Fibeln, Waffen, Keramik, Metallgefäße) der Prozess der imitatio imperii (Waldgirmes306) gut dokumentierbar ist. Auch in der nur 9 km vom Marktbreiter Militärlager der Augustuszeit entfernten Germanenniederlassung fanden sich auf den Kontakt der Römer zu den Barbaren hinweisende Funde, darunter Aucissafibeln.307

Aucissafibeln im Pannonia benachbarten Barbaricum

Einzelne politische und kulturelle Zentren des Barbaricums hatten bereits in der frührömischen Periode gewisse Beziehungen mit dem Mediterraneum aufgenommen. Es zeigen viele römische Importgegenstände, darunter auch Aucissafibeln, im Gebiet der späten Púchov-Kultur im nördlichen Teil des Karpatenbeckens.308 Auch im einstigen tschechischen Herrschaftsgebiet von Maroboduus finden sich neben den römischen Waren (Bronzegefäßen, Gläsern usw.) die frühen Varianten der Aucissafibeln (A242.2: Trebušice, Touchovice309). In Einzelfällen konnten die Aucissafibeln auch als Geschenk in Barbarenbesitz gelangt sein, zum Beispiel als Zubehör eines geschenkten Mantels,310 aber die einfachen bronzenen Aucissafibeln waren an sich nur selten ein hochrangiges Geschenk. Nicht unbedingt ist jedoch an friedliche Beziehungen zu den Römern zu denken, denn die römischen Gegenstände – so auch die Aucissafibeln – konnten als Kriegsbeute oder mittels Plünderung gefallener Soldaten zu den Barbarenvölkern gelangt sein.

Die Aucissafibeln können außerdem im Barbaricum auf Handelsbeziehungen verweisen, sie können die Bewegung des römischen Heeres und auch die Mobilität von Personen anzeigen. Meine Untersuchungen haben ergeben, dass nur 7% der Aucissafibeln im Barbaricum aus Bestattungen stammen, 68% fanden sich in Siedlungen und 28% sind Streufunde.

In der Region nördlich von Pannonia im Barbaricum sind Devín/Dévény und Mušov Beispiele dafür, dass Aucissafibeln in Barbaricumgebieten nicht nur auf römisch-barbarische Kontakte hinweisen können, sondern auch auf römische Militärhandlungen, auf Feldzüge. Die seit prohistorischen Zeiten hochbedeutende Bernsteinstraße kreuzte am Zusammenfluss von Donau und March die Donau. An diesem wichtigen Handelsknotenpunkt liegen drei keltischen Oppida. Im 11 km von Carnuntum entfernten Bratislava-Devín ist die Schicht nach dem späten La Tène-Siedlungshorizont herausragend reich an römischen Funden, denn außer Keramik, Münzen und einer Fibel vom Jezerine-Typ stammen auch drei intakte und zwei fragmentarische Aucissafibeln von hier.311 Am Fundort fanden sich in einer Grube terra sigillata der Augustuszeit und mit ihnen zeitgleiche frühe Keramik (Amphoren, römische Hauskeramik) sowie zwei Aucissafibeln mit den Stempelverzierungen CARTILIUS312 und AVIVICI.313 Diese Fibeln stammen aus einer alten Ausgrabung bzw. einer nicht datierbaren Schicht.314 Zu ihrer Interpretation bietet die Analyse italischer terra sigillata der Augustuszeit und schmalwandiger Schalen, früherer Amphora- und Volutenöllampenfragmente und Münzen vom Fundort gewisse Anhaltspunkte.315 Bis heute hat sich die Zahl der Aucissafibeln von Bratislava-Devín auf fünf erhöht (s. die Liste Barbaricum, Nr. 1–5). Sie sind der Form nach alle in Typ A242.2, zu den Varianten mit nach innen biegender Hülse, einzureihen, die in den ersten Jahrzehnten n. Chr. getragen wurden.316 Es ist zu vermuten, dass diese Gegenstände nicht zur Befriedigung der Ansprüche der Lokalbewohner hierher kamen, sondern durch die in diesem Raum erscheinenden römischen Soldaten.317 Da es für diesen auffallend gleichzeitigen frühen römischen Fundreichtum in der Umgebung später etwa ein halbes Jahrhundert hindurch keine Fortsetzung gibt, können diese Funde mit dem Aufmarsch zum von Tiberius geleiteten Feldzug im Jahre 6 n. Chr. gegen Maroboduus in Beziehung gebracht werden.318

Im Barbaricum-Vorfeld von Carnuntum ist der Gebrauch einer Fibel Typ A242.1 in Devínska Nová Ves, Fundort I gleichaltrig mit den Funden von Devín, deshalb kann sie in die späte Augustuszeit datiert und auch ihr Vorhandensein mit denselben Militärereignissen erklärt werden.319 Dagegen sind zwei andere Aucissafibeln mit Zierknöpfen der Untertypen A242.3 und A242.5 in einen weiten Bereich, in die erste Hälfte bis Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., zu datieren.320 Diese Fibeln weisen auf zunehmend ausgedehnte römisch-barbarische Beziehungen im Laufe des 1. Jahrhunderts n. Chr. hin.

In der Zeit der Eroberung der Provinz Pannonia und der Bildung von Grenzzonen kann mit Sicherheit angenommen werden, dass die Region zwischen der Linie Donau–Waag sich unter ständiger römischer Kontrolle befand. Ein solcher Kontrollpunkt konnte auch Mušov im Thayatal sein, wo auch Militärlager geschaffen wurden.321 Je eine Aucissafibel (s. die Liste Barbaricum, Nr. 13–14) aus den Trümmern eines abgebrannten Gebäudes der Augustuszeit bzw. aus der Zerstörungsschicht des Schutzgrabens sowie frühe Amphoren datieren den Fundort von Mušov in die Augustuszeit.322 Bei den bisherigen Ausgrabungen wurden keine Funde gemacht, die auf ein Lager der Augustuszeit hinweisen, aber in Mušov ist Militäranwesenheit (militaria) in der Augustuszeit nachweisbar und in Zusammenhang mit der Periode des Feldzuges gegen Maroboduus zu bringen.323

Als weitest entfernte Garnison des Feldzuges kann das in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. aufgegebene keltische Oppidum von Staré Hradiško im Marchtal324 interpretiert werden, weil in ihm ein Fundhorizont der Augustuszeit isoliert werden konnte, in dem auch eine Aucissafibel Typ A242.2325 lag (s. die Liste Barbaricum, Nr. 9). Die Fibel ist vom Typ und der Zeit her mit den Exemplaren von Mušov und Devín identisch. Zu den Funden der Augustuszeit sind frühe Amphora- und terra sigillata-Fragmente sowie sonstige militaria zu zählen.326 Im Marchtal wurden weitere frühe Aucissafibeln gefunden, die ebenfalls in der Aufmarschrichtung des Feldzuges der Augustuszeit liegen (Rabensburg, Sierndorf an der March, Waltersdorf an der March; s. die Liste Barbaricum, Nr. 15, 16, 22).

Im sarmatischen Barbaricum auf der Großen Ungarischen Tiefebene wurden drei Aucissafibeln gefunden, deren Typ auch in der Provinz Pannonia selten ist. Die Aucissafibel von Veresegyház gehört zu den Varianten mit durchbrochenem Bügel, den 14 St. quer in Reihe angebrachte waagerechte eiserne Glieder zieren, die ein Silberblech bedeckt (Abb. 8.8). Das ungegliederte glatte Deckblech liegt niedrig, sein umgebogenes Ende bildet ein Rohr mit der Achse darin, die die Nadel fixiert. Für diesen Fibeltyp gibt es Parallelen in Dalmatien (Cetina, Narona, Karlobag, Sopot).327 Die Fibel von Veresegyház lässt sich aufgrund der Beispiele aus Dalmatien und Herzegowina auf das zweite Viertel des 2. Jahrhunderts n. Chr. datieren und kann kurz danach in die Erde gekommen sein.

Abb. 8.
Abb. 8.

Aucissafibeln. 1: Bruckneudorf; 2: Rabensburg; 3, 7: Schützen am Gebirge; 4: Velemszentvid; 5. Szeged-Felsőpusztaszer, Grab 17; 6: Sierndorf an der March; 8: Veresegyház

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Ebenfalls südlicher Herkunft ist die späte Aucissafibelvariante des Untertyps A242.2 aus einem Grab von Szeged-Felsőpusztaszeri Straße 17 (Abb. 8.5), deren entfernte Parallele im pannonischen Fundmaterial am Fundort Hrtkovci/Herkóca/Gomolava bekannt ist (Nr. 62–66). Die kleine Zahl und die variablen Typen der Aucissafibeln im sarmatischen Barbaricum weisen nicht auf den Handel hin, sondern auf persönliche Kontakte und eventuell auf die Mobilität von Personen in Richtung Südpannoniens und Dalmatiens.

Danksagung

Ich möchte Dénes Gabler, meinem Doktorvater, für seinen Rat und seine kontinuierliche Unterstützung danken, sowie László Borhy, Mitglied der UAdW, und Endre Tóth für ihre gründliche Begutachtung. Ich möchte mich bei meinen Kollegen für ihre Daten und Ratschläge bei der Erstellung dieser Arbeit bedanken: László Barkóczi, Zsolt Magyar, Róbert Müller, Katalin Ottományi, Klára Póczy, Ferenc Redő, Endre Tóth, Ottó Sosztarics, László Schilling, Eszter T. Szőnyi, Andrea Vaday, László Vándor bzw. Remza Kočević, Branka Vikić (Zagreb), Ljudmilla Plesničar-Gec (Ljubljana). Die Illustrationen danke ich Margit Szabados, Sándor Ősi und Zsóka Varga. Schließlich möchte ich meinem Mann, Tivadar Vida, für seine ständige Unterstützung danken.

Fundliste328

Aucissafibeln in Pannonien

  1. Árpás-Dombiföld/Mursella 1. (H) (Abb. 9.1) A 242.6; Berecz (2008) Kat.-Nr. 1

  2. Árpás-Dombiföld/Mursella 2. (H) (Abb. 9.2) A 242.6; Berecz (2008) Kat.-Nr. 2

  3. Árpás-Dombiföld/Mursella 2. (H) A 242.1; Nuţu (2021) 149, Fig. 154, Taf. 1.2

  4. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 1. (A) canabae; A 242.2; Jobst (1992) 495, Kat.-Nr. 44

  5. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 2. (A) (Abb. 10.1) A 242.2; Jobst (1992) 495–496, Kat.-Nr. 45

  6. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 3. (A) (Abb. 10.2) A 242.2; Jobst (1992) 495–496, Kat.-Nr. 46

  7. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 4. (A) (Abb. 10.3) A 242.2; Jobst (1992) 495, Kat.-Nr. 47

  8. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 5. (A) (Abb. 10.4) A 242.4; Patek (1942) Taf. V.7

  9. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 6. (A) A 242.5; Jobst (1992) 495–496, Kat.-Nr. 49

  10. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 7. (A) (Abb. 10.6) A 242.6; Jobst (1992) 495–496, Kat.-Nr. 50

  11. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 8. (A) (Abb. 10.5) A 242.6; Jobst (1992) 497–496, Kat.-Nr. 51

  12. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 9. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 32

  13. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 10. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Kat.-Nr. 33

  14. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 11. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 34

  15. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 12. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 35

  16. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 13. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 36

  17. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 14. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 37

  18. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 15. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 38

  19. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 16. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 39

  20. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 17. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 40

  21. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 18. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 41

  22. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 19. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 42

  23. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 20. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 43

  24. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 21. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 44

  25. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 22. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 45

  26. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 23. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 46

  27. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 24. (A) A 242.4; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.13/Nr. 2

  28. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 25. (A) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.11/Nr. 4

  29. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 26. (A) Inschrift: P. VALER; A 242; Patek (1942) 195

  30. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 27. (A) A 242.4; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.7/Nr. 1

  31. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 28. (A) A 242.4; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.7/Nr. 2

  32. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 29. (A) A 242.5; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.10/Nr. 1

  33. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 30. (A) A 242.5; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.10/Nr. 2

  34. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 30. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 49

  35. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 31. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.5/Nr. 1

  36. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 32. (A) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.5/Nr. 2

  37. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 33. (A) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 13

  38. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 34. (A) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 14

  39. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 35. (A) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 15

  40. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 36. (A) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 16

  41. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 37. (A) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 19

  42. Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum 38. (A) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.33/Nr. 3

  43. Batina Skela/Kiskőszeg/Ad Militare (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.36/Nr. 5

  44. Bátaszék-Körtvélyesi-dűlő (H) (Abb. 6.3; Abb. 19.1) Inschrift: AVC[…]A; A 242.5.2; Magyar (2013) 65–66, Abb. 12; Magyar (2015) 215, Fig. 44

  45. Bruckneudorf (A) (Abb. 8.1) A 242.2; Fundberichte aus Österreich, 16 (1977): 394, Abb. 243

  46. Csákberény-Orondpuszta (H) (Abb. 20.2) A 242.2; Sáró (2015) 222, Fig. 1.3, cat. 3

  47. Csákberény-Orondpuszta (H) (Abb. 20.3) A 242.2; Sáró (2015) 222, Fig. 1.4, cat. 3

  48. Csákberény-Orondpuszta (H) (Abb. 20.4) A 242.2; Sáró (2015) 222, Fig. 1.5, cat. 3

  49. Budapest-Aquincum–Bécsi út 58. (H) A 242.2; Sáró (2020) 144, Anm. 894

  50. Budapest-Aquincum–Sajka u. 4. (H) A 242.2; Sáró (2020) 144, Anm. 894

  51. Dalj/Dálya/Teutoburgium (HR) A 242.2; Patek (1942) 191, Taf. Typ V.3/Nr. 12

  52. Dumbovo kod Beočina/Dombó, Fruška Gora Region (SRB) (Abb. 13.2) A 242.6; Dautova-Ruševljan (1995) 112, 148, 150, Taf. I.1

  53. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 1. (SLO) Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 60

  54. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 2. (SLO) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 61

  55. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 3. (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 1

  56. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 4. (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 2

  57. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 5. (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 3

  58. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 6. (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 6

  59. Gradišče nad Čepno pri Knežaku 7. (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 7

  60. Győr/Arrabona–Martinovics tér 3. (H) (Abb. 9.4) A 242.2; Szőnyi (1992) Abb. 17 und Titelblatt

  61. Héreg-Temetőhegy, Streufund (H) A 242.2; Sáró (2020) 144, Anm. 894

  62. Hrtkovci/Herkóca/Gomolava 1. (SRB) (Abb. 12.2) A 242.2; Dautova-Ruševljan (1987) 58, 99, 181, Taf. 45.3; Dautova-Ruševljan (1992) 84, 102, 122, Taf. 10.40

  63. Hrtkovci/Herkóca/Gomolava 2. (SRB) (Abb. 12.3) A 242.2; Dautova-Ruševljan (1987) 58, 99, 181, Taf. 45.2

  64. Hrtkovci/Herkóca/Gomolava 3. (SRB) (Abb. 12.1) Dautova-Ruševljan (1992) 84, 102

  65. Hrtkovci/Herkóca/Gomolava 4. (SRB) (Abb. 12.4) A 242.4; Dautova-Ruševljan (1987) 58, 98–101, Taf. 45.1; Dautova-Ruševljan (1992) 84, 102, 123, Taf. 11.45

  66. Hrtkovci/Herkóca/Gomolava 5. (SRB) A 242.3; Dautova-Ruševljan (1987) 58, 98–101, Taf. 45.9; Dautova-Ruševljan (1992) 84, 102, 122, Taf. 10.42

  67. Komárom-Szőny/Brigetio 1. (H) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 59

  68. Komárom-Szőny/Brigetio 2. (H) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ V.5/Nr. 3

  69. Komárom-Szőny/Brigetio 3. (H) A 242.4; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.7/Nr. 3

  70. Komárom-Szőny/Brigetio 4. (H) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 17

  71. Komárom-Szőny/Brigetio 5. (H) Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.33/Nr. 1

  72. Komárom-Szőny/Brigetio 6. (H) Inschrift: VOLECI; A 242.6; Kovrig (1937) 15, Taf. IV.29; Patek (1942) 195, Taf. Typ V.33/Nr. 9

  73. Komárom-Szőny/Brigetio 7. (H) Kovrig (1937) 43, Taf. Typ IV.36

  74. Ljubljana-Grad/Emona 1. (SLO) (Abb. 11.5) A 242.3; Plesničar-Gec (1992) 49; Vikić (1994) 36, Sl. 10.1

  75. Ljubljana-Grad/Emona 2. (SLO) (Abb. 11.6) A 242.2; Plesničar-Gec (1992) 49; Vikić (1994) 36, Taf. 10.2

  76. Ljubljana-Gornji trg 30./Emona 1. (SLO) (Abb. 12.5) A 242.1; Vikić (1994) 48, Taf. 1.8

  77. Ljubljana-Gornji trg 30./Emona 2. (SLO) (Abb. 12.6) A 242.1; Vikić (1994) 48, Taf. 1.9

  78. Ljubljana-Gornji trg 30./Emona 3. (SLO) (Abb. 11.1) A 242.3; Vikić (1994) 48, Taf. 3.17

  79. Ljubljana-Gornji trg 30./Emona 4. (SLO) (Abb. 11.2) A 242.2; Vikić (1994) 48, Taf. 3.18

  80. Ljubljana-Starokrčanski center/Emona 1. (SLO) (Abb. 11.3) A 242.2; Sivec (1983) 63, 105, Taf. 4.3

  81. Ljubljana-Starokrčanski center/Emona 2. (SLO) (Abb. 11.4) A 242.2; Sivec (1983) 63, 108, Taf. 9.16

  82. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.5; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.8/Nr. 1

  83. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.32/Nr. 5

  84. Ljubljana/Emona, Grab 268 (SLO) (Abb. 7) A242.2; Petru (1972) 155, Taf. XXVII.12

  85. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.2; Petru (1972) 131, Taf. XCII.19

  86. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.2; Petru (1972) 131, Taf. XCII.20

  87. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.2; Petru (1972) 131, Taf. XCII.21

  88. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.2; Petru (1972) 131, Taf. XCII.22

  89. Ljubljana/Emona (SLO) A 242.3; Petru (1972) 131, Taf. XCII.23

  90. Ljubljana/Emona-Tržaška cesta, stavba očine Vič, Grab 2 (SLO) A 242.1; Petru (1972) 172, Taf. CXIX.6

  91. Mezőörs-Határ, Após földje (H) (Abb. 6.1–2; Abb. 9.3) A 242.6; Feldbegehung von Vilmos Mészáros, 5. Dezember 1998, Rómer Flóris Múzeum, unpubliziert

  92. Novi Banovci/Újbánya/Burgenae (SRB) Inschrift: [P]VA[LER]; A 242; Marović (1961) 115, Nr. XI.17

  93. Novo Mesto/Rudolfswerth (SLO) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. Typ V.11/Nr. 1

  94. Osijek/Eszék/Mursa 1. (HR) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 53.87

  95. Osijek/Eszék/Mursa 2. (HR) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. Typ V.3/Nr. 54

  96. Osijek/Eszék/Mursa 3. (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ V.5/Nr. 4

  97. Osijek/Eszék/Mursa 4. (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. Typ IV.36/Nr. 4

  98. Paks-Gyapa–Rosti-puszta, Streufund, A 242.3; Sáró (2014) 299, 30, 8, Cat. 1, Fig. 2.2

  99. Ptuj/Pettau/Poetovio (SLO) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 57

  100. Ptuj/Pettau/Poetovio (SLO) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 58

  101. Ptuj/Pettau/Poetovio (SLO) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 62

  102. Ptuj/Pettau/Poetovio (SLO) A 242.1; Patek (1942) 193, Taf. V.12/Nr. 12

  103. Ptuj/Pettau/Poetovio (SLO) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. IV.32/Nr. 20

  104. Sisak/Sziszek/Siscia 1. (HR) (Abb. 18.4) A 242.2; Koščević (1980) 45, Nr. 19, Taf. III.16

  105. Sisak/Sziszek/Siscia 2. (HR) (Abb. 17.2) A 242.2; Koščević (1980) 45, Nr. 20, Taf. III.18, Taf. XXXV.22

  106. Sisak/Sziszek/Siscia 3. (HR) (Abb. 17.4) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. III.20, Nr. 21

  107. Sisak/Sziszek/Siscia 4. (HR) (Abb. 17.1) A 242.6; Koščević (1980) 45, Taf. III.17, Nr. 22

  108. Sisak/Sziszek/Siscia 5. (HR) (Abb. 17.3) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. III.19, Nr. 23

  109. Sisak/Sziszek/Siscia 6. (HR) (Abb. 17.5) A 242.3; Koščević (1980) 45, Taf. III.21, Nr. 24

  110. Sisak/Sziszek/Siscia 7. (HR) (Abb. 17.6) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. IV.22, Nr. 25

  111. Sisak/Sziszek/Siscia 8. (HR) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. IV.24, Nr. 26

  112. Sisak/Sziszek/Siscia 9. (HR) A 242; Koščević (1980) 45, Nr. 27

  113. Sisak/Sziszek/Siscia 10. (HR) (Abb. 14.6) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. IV.26, Nr. 28

  114. Sisak/Sziszek/Siscia 11. (HR) (Abb. 14.1) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. IV.23, Nr. 29

  115. Sisak/Sziszek/Siscia 12. (HR) (Abb. 14.3) A 242.2; Koščević (1980) 45, Taf. IV.25, Taf. XXXV.16, Nr. 30

  116. Sisak/Sziszek/Siscia 13. (HR) A 242; Koščević (1980) 45, Nr. 31

  117. Sisak/Sziszek/Siscia 14. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 32

  118. Sisak/Sziszek/Siscia 15. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 33

  119. Sisak/Sziszek/Siscia 16. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 34

  120. Sisak/Sziszek/Siscia 17. (HR) A 242, Koščević (1980) 46, Nr. 35

  121. Sisak/Sziszek/Siscia 18. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 36

  122. Sisak/Sziszek/Siscia 19. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 37

  123. Sisak/Sziszek/Siscia 20. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 38

  124. Sisak/Sziszek/Siscia 21. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 39

  125. Sisak/Sziszek/Siscia 22. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 40

  126. Sisak/Sziszek/Siscia 23. (HR) (Abb. 14.2) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 41

  127. Sisak/Sziszek/Siscia 24. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 42

  128. Sisak/Sziszek/Siscia 25. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 43

  129. Sisak/Sziszek/Siscia 26. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 44

  130. Sisak/Sziszek/Siscia 27. (HR) (Abb. 15.6) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 45

  131. Sisak/Sziszek/Siscia 28. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 46

  132. Sisak/Sziszek/Siscia 29. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 47

  133. Sisak/Sziszek/Siscia 30. (HR) (Abb. 15.2) Inschrift: [D]VRNACO; A 242.1; Marović (1961) 113, Nr. VI.19; Koščević (1980) 46, Taf. V.30, Nr. 48

  134. Sisak/Sziszek/Siscia 31. (HR) (Abb. 15.4) A 242.1; Marović (1961) 111, Nr. V.3; Koščević (1980) 46, Taf. V.32, Nr. 49

  135. Sisak/Sziszek/Siscia 32. (HR) Inschrift: AVCIIA; A 242.2; Marović (1961) 107, Nr. I.7; Koščević (1980) 46, Taf. V.34, Nr. 50

  136. Sisak/Sziszek/Siscia 33. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 51.128

  137. Sisak/Sziszek/Siscia 34. (HR) (Abb. 16.5) A 242.2; Koščević (1980) 46, Taf. VI.39, Taf. XXXIV.11, Nr. 52

  138. Sisak/Sziszek/Siscia 35. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 53

  139. Sisak/Sziszek/Siscia 36. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 54

  140. Sisak/Sziszek/Siscia 37. (HR) (Abb. 15.3) A 242.1; Marović (1961) 116, Nr. XIV.2; Koščević (1980) 46, Taf. V.31, Nr. 55

  141. Sisak/Sziszek/Siscia 38. (HR) (Abb. 15.5) Inschrift: VALER; A 242.1; Marović (1961) 114, Nr. XI.6; Koščević (1980) 46, Taf. V.33, Nr. 56

  142. Sisak/Sziszek/Siscia 39. (HR) (Abb. 16.1) A 242.3; Koščević (1980) 46, Taf. V.35, Nr. 57

  143. Sisak/Sziszek/Siscia 40. (HR) (Abb. 16.2) Inschrift: VALER; A 242.2; Marović (1961) 114, Nr. XI.5; Koščević (1980) 46, Taf. VI.36, Taf. XXXIV.4, Nr. 58

  144. Sisak/Sziszek/Siscia 41. (HR) (Abb. 18.2) A 242; Marović (1961) 116, Nr. XIV.2; Koščević (1980) 46, Nr. 59

  145. Sisak/Sziszek/Siscia 42. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 60

  146. Sisak/Sziszek/Siscia 43. (HR) (Abb. 16.3) A 242.2; Koščević (1980) 46, Taf. VI.37, Nr. 61

  147. Sisak/Sziszek/Siscia 44. (HR) (Abb. 16.6) A 242.2; Koščević (1980) 46, Taf. VI.38, Nr. 62

  148. Sisak/Sziszek/Siscia 45. (HR) (Abb. 16.4) A 242; Koščević (1980) 46, Taf. 40.40, Nr. 63

  149. Sisak/Sziszek/Siscia 46. (HR) (Abb. 13.4) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 64

  150. Sisak/Sziszek/Siscia 47. (HR) (Abb. 13.3) A 242.2; Koščević (1980) 46, Taf. VI.42, Taf. XXXV.14, Nr. 65

  151. Sisak/Sziszek/Siscia 48. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 66

  152. Sisak/Sziszek/Siscia 49. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 67

  153. Sisak/Sziszek/Siscia 50. (HR) (Abb. 19.5) A 242.1; Koščević (1980) 46, Taf. II.12, Nr. 68

  154. Sisak/Sziszek/Siscia 51. (HR) A 242.4; Koščević (1980) 46, Taf. II.14, Nr. 69

  155. Sisak/Sziszek/Siscia 52. (HR) (Abb. 14.4) A 242.1; Koščević (1980) 46, Taf. IV.28, Taf. XXXIV.3, Nr. 70

  156. Sisak/Sziszek/Siscia 53. (HR) (Abb. 15.1) A 242.3; Koščević (1980) 46, Taf. IV.29, Nr. 71

  157. Sisak/Sziszek/Siscia 54. (HR) (Abb. 18.3) A 242.1; Koščević (1980) 46, Taf. II.15, Taf. XXXV.13, Nr. 72

  158. Sisak/Sziszek/Siscia 55. (HR) (Abb. 14.5) A 242.2; Kovrig (1937) Taf. XX.9; Koščević (1980) 46, Taf. IV.27, Taf. XXXV.15, Nr. 73

  159. Sisak/Sziszek/Siscia 56. (HR) (Abb. 13.1) A 242.6; Koščević (1980) 46, Taf. VI.41, Nr. 74

  160. Sisak/Sziszek/Siscia 57. (HR) (Abb. 19.2) A 242.4; Koščević (1980) 46, Taf. II.10, Taf. XXXIV.2, Nr. 75

  161. Sisak/Sziszek/Siscia 58. (HR) (Abb. 18.1) A 242.4; Koščević (1980) 46, Taf. II.13, Taf. XXXIV.12, Nr. 76

  162. Sisak/Sziszek/Siscia 59. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 77

  163. Sisak/Sziszek/Siscia 60. (HR) A 242; Koščević (1980) 46, Nr. 78

  164. Sisak/Sziszek/Siscia 61. (HR) Inschrift: [CC]ARIILI[VS]; A 242; Marović (1961) 109, Nr. III.7

  165. Sisak/Sziszek/Siscia 62. (HR) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 50

  166. Sisak/Sziszek/Siscia 63. (HR) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 52

  167. Sisak/Sziszek/Siscia 64. (HR) A 242.2; Patek (1942) 195, Nr. 1

  168. Sisak/Sziszek/Siscia 65. (HR) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. V.11/Nr. 2

  169. Sisak/Sziszek/Siscia 66. (HR) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. V.11/Nr. 3

  170. Sisak/Sziszek/Siscia 67. (HR) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. IV.32/Nr. 21

  171. Sisak/Sziszek/Siscia 68. (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. IV.36/Nr. 1

  172. Sisak/Sziszek/Siscia 69. (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. IV.36/Nr. 2

  173. Sisak/Sziszek/Siscia 70. (HR) A 242.2; Patek (1942) 193, Taf. IV.36 /Nr. 3

  174. Sisak/Sziszek/Siscia 71. (HR) A 242.2; Patek (1942) 195

  175. Százhalombatta/Matrica (H) A 242.2; Kovrig (1937) 43, Taf. IV.36; Sáró (2015) 222, Fig. 1.1, Cat. 1

  176. Százhalombatta/Matrica (H) (Abb. 20.1) A 242.2; Sáró (2015) 222, Fig. 2.2, Cat. 1

  177. Szombathely/Savaria 1. (H) (Abb. 13.5; Abb. 21.2–4) Inschrift: AVCISSA; A 242.2; Berecz (2008) Kat.-Nr. 167; Berecz (2013) 155, Kat.-Nr. 12.2

  178. Szombathely/Savaria 2. (H) (Abb. 13.6; Abb. 21.5–6) A 242.2; Berecz (2008) Kat.-Nr. 167; Berecz (2013) 155, Kat.-Nr. 12.1

  179. Szombathely/Savaria 3. (H) A 242.2; Berecz (2013) 155, Kat.-Nr. 12.3

  180. Sremska Mitrovica/Szávaszentdemeter/Sirmium (SRB) (Abb. 13.1) A 242.2; Brukner (1976) 38–39, Taf. XIV.2; Brukner (1982–1983) 5–31, Taf. X.4, Taf. XI.2a–b; Brukner et al. (1987) 98

  181. Surduk/Szurdok/Rittium (SRB) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. IV.32/Nr. 9

  182. Schützen am Gebirge 1. (A) (Abb. 8.3) Inschrift: CCARIL (Cartilius); A 242.2; Fundberichte aus Österreich, 21(1982): 274, Abb. 725

  183. Schützen am Gebirge 2. (A) (Abb. 8.7) A 242.2; Fundberichte aus Österreich, 18 (1979): 423, Abb. 416

  184. Schützen am Gebirge 3. (A) A 242.2; Fundberichte aus Österreich, 20 (1981): 479, Abb. 506

  185. Velemszentvid (H) (Abb. 8.4) A 242.2; Miske (1908) Taf. LXX.1; Kovrig (1937) 41, Taf. IV.31

  186. Zalalövő/Salla 1. (H) (Abb. 9.5; Abb. 21.1) A 242.2; Berecz (1991) 77–78, Abb. 1

  187. Zalalövő/Salla 2. (H) (Abb. 9.6) A 242.2; Berecz (1991) 77–78, Abb. 1

  188. Zalalövő/Salla 3. (H) (Abb. 9.7) A 242.2; Berecz (1991) 77–78, Abb. 1

  189. Unbekannter Fundort 1. (H) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. V.12

  190. Unbekannter Fundort 2. (H) A 242.2; Patek (1942) 194, Taf. V.4/Nr. 1

  191. Unbekannter Fundort 3. (H) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. V.12/Nr. 1

  192. Unbekannter Fundort 4. (H) A 242.2; Patek (1942) 192, Taf. V.3/Nr. 48

  193. Unbekannter Fundort 5. (H) A 242.1; Patek (1942) 194, Taf. V.12/Nr. 2

  194. Unbekannter Fundort 6. (H) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. IV.32/Nr. 4

  195. Unbekannter Fundort 7. (H) A 242.6; Patek (1942) 193, Taf. IV.32/Nr. 18

Abb. 9.
Abb. 9.

1: Árpás-Dombiföld/Mursella (Kat.-Nr. 1); 2: Árpás-Dombiföld/Mursella (Kat.-Nr. 2); 3: Mezőőrs (Kat.-Nr. 91); 4: Győr-Martinovics tér/Arrabona (Kat.-Nr. 60); 5: Zalalövő/Salla 1. (Kat.-Nr. 186); 6: Zalalövő/Salla 2. (Kat.-Nr. 187); 7: Zalalövő/Salla (Kat.-Nr. 188) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 10.
Abb. 10.

1: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 5) (Jobst, 1992); 2: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 6) (Jobst, 1992); 3: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 7) (Jobst, 1992); 4: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 8) (Jobst, 1992); 5: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 11) (Jobst, 1992); 6: Bad Deutsch-Altenburg/Carnuntum (Kat.-Nr. 10) (Jobst, 1992) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 11:
Abb. 11:

1. Ljubljana-Gornji trg. 30/Emona 3. (Kat.-Nr. 78); 2: Ljubljana-Gornji trg. 30/Emona 4. (Kat.-Nr. 79); 3: Ljubljana-Starokrčanski center/Emona 1. (Kat.-Nr. 80); 4: Ljubljana-Starokrčanski center/Emona 2. (Kat.-Nr. 81); 5: Ljubljana-Grad/Emona 1. (Kat.-Nr. 74); 6: Ljubljana-Grad/Emona 2. (Kat.-Nr. 75) (Plesničar-Gec, 1983; Vikić, 1994) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 12.
Abb. 12.

1: Hrtkovci/Herkóca/Gomolava (Kat.-Nr. 64); 2: Hrtkovci/Herkóca/Gomolava (Kat.-Nr. 62); 3: Hrtkovci/Herkóca/Gomolava (Kat.-Nr. 63); 4: Hrtkovci/Herkóca/Gomolava (Kat.-Nr. 65) (Dautova-Ruševljan, 1987, 1992); 5: Ljubljana-Gornji trg 30/Emona 1. (Kat.-Nr. 76); 6: Ljubljana-Gornji trg 30/Emona 2. (Kat.-Nr. 77) (Vikić, 1994) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 13.
Abb. 13.

1: Sremska Mitrovica/Szávaszentdemeter/Sirmium (Kat.-Nr. A-178) (Brukner, 1982–1983); 2: Dumbovo/Dombó (Kat.-Nr. 52) (Dautova-Ruševljan, 1995); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 150) (Koščević, 1980); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 149) (Koščević, 1980); 5: Szombathely/Savaria 1. (Kat.-Nr. 177) (Berecz, 2013); 6: Szombathely/Savaria 2. (Kat.-Nr. 178) (Berecz, 2013) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 14.
Abb. 14.

1: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 114); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 126); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 115); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 155); 5: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 158); 6: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 113) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 15.
Abb. 15.

1: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 156); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 133); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 140); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 134); 5: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 141); 6: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 130) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 16.
Abb. 16.

1: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 142); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 143); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 146); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 148); 5: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 137); 6: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 147) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 17.
Abb. 17.

1: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 107); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 105); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 108); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 106); 5: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 109); 6: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 110) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 18.
Abb. 18.

1: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 161); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 144); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 157); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 104) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 19.
Abb. 19.

1: Bátaszék-Körtvélyesi-dűlő (Kat.-Nr. 44) (Magyar, 2015, 215, Fig. 44); 2: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 160); 3: Sisak/Sziszek/Siscia (Koščević, 1980, Taf. II.9); 4: Sisak/Sziszek/Siscia (Koščević, 1980, Taf. II.11); 5: Sisak/Sziszek/Siscia (Kat.-Nr. 153) (Koščević, 1980) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 20.
Abb. 20.

1: Százhalombatta (Kat.-Nr. 176) (Sáró, 2015); 2–5: Csákberény-Orondpuszta (Kat.-Nr. 46–48) (Sáró, 2015)

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Abb. 21.
Abb. 21.

1: Zalalövő/Salla (Kat.-Nr. 186) (Berecz, 1991); 2–4: Szombathely/Savaria (Kat.-Nr. 177) (Berecz, 2013); 5–6: Szombathely/Savaria (Kat.-Nr. 178) (Berecz, 2013) M: 1:1

Citation: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae 74, 2; 10.1556/072.2023.00017

Aucissafibeln in dem an Pannonien angrenzenden Barbaricum

  1. Bratislava-Devín/Pozsony-Dévény (SK) A 242.2; Plachá and Pieta (1986) 339–357; Kolník (1991) 74, Abb. 3.4; Pieta and Plachá (1999) 181, Abb. 2.8; 199, Abb. 13.8

  2. Bratislava-Devín/Pozsony-Dévény (SK) Inschrift: „AVICIVI“; A 242.2; Kolník (1991) 74, Abb. 3.6; Pieta and Plachá (1999) 199, Abb. 13.7

  3. Bratislava-Devín/Pozsony-Dévény (SK) Inschrift: CARTVLIVS; A 242.1; Kolník (1991) 74, Abb. 3.5; Pieta and Plachá (1999) 199, Abb. 13.9

  4. Bratislava-Devín/Pozsony-Dévény (SK) A 242.2; Pieta and Plachá (1999) 188, Abb. 7.6

  5. Bratislava-Devín/Pozsony-Dévény (SK) A 242.2; Pieta and Plachá (1999) 188, Abb. 7.1

  6. Bratislava-Devínska Nová Ves/Pozsony-Dévényújfalu, Fo. I (SK) A 242.1; Elschek (1995) 45, Abb. 1.4; Elschek (1997) 231, Fig. 4.5.2

  7. Bratislava-Devínska Nová Ves/Pozsony-Dévényújfalu, Fo. I (SK) A 242.5; Elschek (1995) 45, Abb. 1.8; Elschek (1997) 231, Fig. 4.5.3; Elschek (2017) 110, Taf. 146.1

  8. Bratislava-Devínska Nová Ves/Pozsony-Dévényújfalu, Fo. I (SK) A 242.3; Elschek (1995) 45, Abb. 1.7; Elschek (1997) 231, Fig. 4.5.4; Elschek (2017) 110, Taf. 146.2

  9. Bratislava-Dúbravka (Lesefund) A 242.3; Elschek (2017) 40, Taf. 106.9

  10. Drösing-Mittlerer Morava-Tal (A) Fundberichte aus Österreich, 28 (1989): Abb. 620

  11. Gyula-Vasúti Homokbánya (H) A 242; Kovrig (1937) 15; Párducz (1941) Taf. X.1a–c

  12. Malé Hradiško-Oberer Morava-Tal (CZ) A 242.2; Peškař (1972) Taf. 1.4

  13. Mušov-Neurissen-Oberer Morava-Tal (CZ) A 242.2; Bálek and Šedo (1996) 406, Abb. 7.1

  14. Mušov-Neurissen-Oberer Morava-Tal (CZ) A 242.2; Bálek and Šedo (1996) 406, Abb. 7.2

  15. Rabensburg-Mittlerer Morava-Tal (A) (Abb. 8.2) A 242.3; Fundberichte aus Österreich, 12 (1974): 107, Abb. 123

  16. Sierndorf an der March-Mittlerer Morava-Tal (A) (Abb. 8.6) A 242.2; Fundberichte aus Österreich, 23 (1984): 304, Abb. 634

  17. Staré Hradiško (SK) A 242.2; Peškař (1972) 66–67; Kolník (1991) 76, Abb. 4.4

  18. Szeged-Felsőpusztaszeri út, Grab 17 (H) (Abb. 8.5) A 242.6; Párducz (1941) 17, Taf. XIV.6a–b; Vörös (2003) 8

  19. Touchovice (CZ) A 242.2; Motykova-Šneidrová (1963) Taf. XVI.8

  20. Trebušice (CZ) A 242.2; Motykova-Šneidrová (1963) 61–62, Taf. XLIX.42, Beilage 3.22

  21. Veresegyháza (H) (Abb. 8.8) A 242; Mesterházy (1986) 154–156, 141, Abb. 3.2, Abb. 7.2

  22. Waltersdorf an der March-Mittlerer Morava-Tal (A) Fundberichte aus Österreich, 29 (1990): Abb. 1381, (Demetz, 2002)

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